Samstag, 27. Juli 2013

Michael Grant: BZRK reloaded

Nichts Geringeres als die Weltherrschaft ist es, was Charles und Benjamin Armstrong anstreben, auch wenn sie es unter dem Deckmantel eines neuen Utopia rechtfertigen. Auf dem Weg dorthin ist ihnen jedes Mittel recht. Die Entwicklung von Nanobots und Biots, die von Twitchern gesteuert im menschlichen Gehirn für Unordnung sorgen können, kommt da gerade richtig und kann an den richtigen Stellen eingesetzt für dramatische Einflüsse im Weltgeschehen sorgen. Doch nicht jeder ist mit einer von den Armstrongbrüdern gelenkten Welt einverstanden. Die Mitglieder einer Widerstandsgruppe mit Namen BZRK kämpft für die Erhaltung des freien Willens und um ihren eigenen Verstand. Es beginnt ein spannender Wettlauf und der Schauplatz dieses Krieges sind die Körper der Mächtigen dieser Welt.

"BZRK reloaded" von Autor Michael Grant ist die Fortsetzung von "BZRK". Da nun doch schon fast ein Jahr vergangen war seit ich den ersten Teil gelesen hatte, ist mir der Einstieg in die Handlung relativ schwer gefallen. Der Leser wird ohne Einleitung oder Zusammenfassung der vorherigen Ereignisse mitten in die Geschichte geworfen und so war es für mich zunächst nicht einfach mich zu erinnern wie genau "BZRK" endete und in welcher Verfassung und Beziehung sich die einzelnen Figuren befanden.
Die eigentlichen Hauptfiguren der Geschichte sind neben den Nanobots und Biots die beiden Jugendlichen Sadie und Noah. Um BZRK zu mögen, muss man unweigerlich auch ein wenig Interesse an Technik und/oder Biologie haben, um sich alles richtig vorstellen zu können und nicht zu verwirrt zu sein. Mich hat das Thema Nanotechnologie schon immer sehr fasziniert, wobei die Idee der Biots (lebende Untereinheiten im Nanoformat von der Person die sie steuert) für mich gleichsam neu und interessant war.
Große Teile des Buchs wechseln abrupt zwischen Mikro- und Makrowelt und manchmal ist es nicht immer ganz einfach zu folgen. "BZRK reloaded" konzentriert sich hierbei eindeutig auf die Mikrowelt und den Einsatz der Biots und Nanobots. In der Makrowelt passiert eigentlich nicht sonderlich viel in dieser Fortsetzung und das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch als nicht so spannend empfand. Die Ereignisse erstrecken sich nur über einen kurzen Zeitraum und viele Seiten widmen sich den Kämpfen in den Körpern der Beteiligten. Ich bin daher nicht mehr so fasziniert von der Geschichte wie ich es noch im ersten Teil war, da mir nicht so viel Neues geboten wurde und ich vieles eher als verwirrend als hilfreich empfand.
Empfehlen kann ich BZRK und seine Fortsetzung (unbedingt mit Teil 1 beginnen!) an alle am Thema interessierten Leser ab ca. 15 Jahren. Gewalt spielt keine untergeordnete Rolle in diesem Buch und das sollte vor dem Lesen bekannt sein.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Michael Grant: BZRK reloaded

Freitag, 26. Juli 2013

KW30/2013 - Die Leckereien der Woche - Apfel-Mandel-Kuchen

So warm wie es im Moment ist, muss man auch beim Kuchen fürs Wochenende auf Rezepte ausweichen, die gut mit der Hitze zurechtkommen und nicht direkt verderben. Als Leckerei der Woche gibt es daher ein Rezept für einen lockeren Apfel-Mandel-Kuchen der auch ohne Sahne gut schmeckt.

Für einen Kuchen (große Backform oder Backblech) braucht man folgende Zutaten:
4 Eier
300 g Zucker
125 g Butter
125 ml Milch
300 g Mehl
3 Teelöffel Backpulver
3 große Äpfel
2 Esslöffel Zucker
100 g gehobelte Mandeln

1.
Die Butter mit der Milch in einem Topf erhitzen und fast zum kochen bringen.

2.
In einer Schüssel die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen.
 Die Äpfel schälen, vierteln und in kleine Stücke schneiden. Dann zur Seite stellen.
 Die warme Butter-Milch-Mischung langsam und unter ständigem rühren unter die Eier-Mischung geben.
 Dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl langsam unterrühren und anschließend die Äpfel unterheben.

3.
Eine Backform oder ein Backblech einfetten. Dann den Teig darauf geben. Mit den Mandeln und dem restlichen Zucker bestreuen.

4.
Bei ca. 180 ° C für ca. 20 Minuten backen bis der Kuchen schön gebräunt ist.



Guten Appetit!

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW29/2013 (Blick in die Angst)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zu "Blick in die Angst" von Chevy Stevens aus dem Fischer Verlag steht fest!

"Limes" hatte es diesmal wirklich schwer, aber er konnte sich dann doch für ein Los entscheiden.

19 Lose wurden von mir geschrieben.

Wanderten unter Aufsicht von "Limes" in den Lostopf.


Ein Los wurde ausgewählt.


Herzlichen Glückwunsch, MARIA!
Du bekommst von mir noch eine Gewinnbenachrichtigung, Deine Adresse hast Du bereits mitgeteilt.
:-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:

Zwergenbann

Donnerstag, 25. Juli 2013

KW30/2013 - Buchverlosung der Woche - Zwergenbann von Frank Rehfeld

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!

Ich verlose den Fantasyroman "Zwergenbann" von Frank Rehfeld.



"Das dunkle Vermächtnis der Elben
Die Dunkelelben haben das unterirdische Reich Elan-Dhor überrannt und die Zwerge vertrieben. Auf der Suche nach einer neuen Heimat machen sich Barlok und einige Krieger nach Zarkhadul auf, der einst prachtvollsten Zwergenmine. Doch Zarkhadul wurde vor Jahrhunderten aus unbekannten Gründen aufgegeben. In den Tiefen der Mine stoßen die Zwerge auf die grauenvolle Wahrheit und sie erkennen, dass sie auf die Magie der Hochelben der Wälder angewiesen sind, wenn sie ihre Heimat jemals wieder zurückerobern wollen ..."


Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch. Das Porto für den Versand übernehme ich. Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet.
Einsendeschluss ist jeweils Donnerstags um 20 Uhr. Der Gewinner wird am folgenden Freitag bekannt gegeben.


Viel Erfolg! :-)

Mittwoch, 24. Juli 2013

KW30/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Ding Hongfen und andere

Ich möchte Euch Euch gerne die Menschenrechtsverteidiger
Frau DING HONGFEN
Herr QU FENGSHENG
Frau SHEN AIBIN
Herr WU PING
Herr ZHENG BINGYUAN
Frau XU HAIFENG
vorstellen.

Stark gegen das Unrecht - Menschenrechtsverteidiger:
© Amnesty International

Sechs MenschenrechtsverteidigerInnen sind in Ost-China unter Verdacht, eine "Menschenmenge versammelt zu haben, um die öffentliche Ordnung zu stören", festgenommen worden. Sie befinden sich in Gefahr, gefoltert oder anderweitig misshandelt zu werden.
Ding Hongfen, Qu Fengsheng, Shen Aibin, Xu Haifeng, Wu Ping und Zheng Bingyuan sind gemeinsam mit 24 weiteren Personen am 22. Juni in ein Gasthaus in der Stadt Wuxi, in der östlichen Provinz Jiangsu eingebrochen, wo ein privates Sicherheitsunternehmen, welches für die lokalen Behörden arbeitet, fünf BittstellerInnen illegal festhielt. MitaktivistInnen berichteten, dass die Gruppe Türen aufbrach und die fünf Festgenommenen befreiten, darunter Angehörige von Ding Hongfen und Xu Haifeng. Rund 50 Personen in Zivilkleidung, die allem Anschein nach von einer nahegelegenen Polizeiwache geschickt wurden, versuchten Ding Hongfen und Xu Haifeng festzunehmen.
Am darauffolgenden Tag führten ungefähr 100 Personen, die Hälfte in Uniformen und die andere Hälfte in Zivilkleidung, Ding Hongfen, Xu Haifeng, ihren Ehemann Qu Fengsheng und einige weitere Personen ab. Die Polizei brachte Wu Ping, Shen Aibin und mehrere weitere Personen am 26. Juni fort. Insgesamt wurden 16 Personen, die an der "Befreiungsaktion" beteiligt waren, in den darauffolgenden Tagen fortgebracht, jedoch sind nur die oben genannten sechs Personen weiterhin in Haft, da sie unter Verdacht stehen, eine Straftat begangen zu haben.

Nach ungefähr zehn Tagen willkürlicher Haft ohne Kontakt zur Außenwelt in geheimen Haftanstalten wurden Ding Hongfen, Xu Haifeng und Wu Ping am 3. Juli in vorschriftsmäßige Hafteinrichtungen verlegt. Wu Ping befindet sich in der Hafteinrichtung Nr. 1 in Wuxi, Ding Hongfen und Xu Haifeng in der Hafteinrichtung Nr. 2, ebenfalls in Wuxi. Amnesty International kann den Aufenthaltsort von Qu Fengsheng, Shen Aibin und Zheng Bingyuan derzeit nicht bestätigen.
Die Familien von Ding Hongfen, Xu Haifeng, Wu Ping und Shen Aibin haben Rechtsbeistände für die Gefangenen beauftragt. Den Rechtsbeiständen von Ding Hongfen und Xu Haifeng wurde allerdings am 9. Juli der Zutritt zu ihnen verweigert. Dem Anwalt von Ding Hongfen gelang es jedoch, sie am 11. Juli zu treffen. Sie sagte, sie sei zwischen dem 23. Juni und dem 2. Juli in drei verschiedenen inoffiziellen Hafteinrichtungen ("Black Jails") festgehalten worden. Am 1. Juli befragte sie ein Mann in Zivilkleidung, der behauptete ein Polizeibeamter der Behörde für öffentliche Sicherheit in Wuxi zu sein. Vor der Befragung legte er Ding Hongfen Handschellen an und fesselte sie an eine "Tigerbank", einer üblichen Form von Folter in China. Am darauffolgenden Tag wurde sie zu einer örtlichen Polizeiwache gebracht, bevor sie in die Hafteinrichtung Nr. 2 in Wuxi verlegt wurde.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für die Freilassung von Ding Hongfen und ihre Mitstreiter einsetzt. 

Schreibt eine E-Mail an: wxga_bgswgk(at)163.com

Betreff:
MenschenrechtsverteidigerInnen in Haft

Text:
Sehr geehrter Herr Zhao,

mit grosser Sorge habe ich erfahren, dass Ding Hongfen, Qu Fengsheng, Shen Aibin, Xu Haifeng, Wu Ping und Zheng Bingyuan festgenommen worden sind und unter Verdacht stehen, eine "Menschenmenge versammelt zu haben, um die oeffentliche Ordnung zu stoeren".

Stellen Sie bitte sicher, dass die sechs Haeftlinge nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt werden und erlauben Sie ihnen den regelmaessigen Kontakt zu ihren Familien und einem Rechtsbeistand.

Stellen Sie des Weiteren bitte sicher, dass die sechs Haeftlinge umgehend ueber jegliche Anklagen gegen sie informiert werden und ihnen ein faires Gerichtsverfahren garantiert wird, das den internationalen Standards entspricht, ohne dabei auf die Todesstrafe zurueckzugreifen. Sie sollten unverzueglich freigelassen werden, sofern sie nicht einer international anerkannten Straftat angeklagt werden.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren:

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.




"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)

Robert M. Sonntag: Die Scanner

"Die Scanner" von Robert M. Sonntag ist ein Zukunfts-Thriller der aus der Perspektive des fiktiven Autors geschrieben ist. Handlungsort ist eine Großstadt im Jahr 2035.

Die Welt ist vernetzt, Freunde in der virtuellen Welt können über die "Mobril" jede Sekunde mitverfolgen, Informationen sind im Lexi-Ultranetz gespeichert und alles Gedruckte wird für das Ultranetz eingescannt und anschließend verheizt. Rob arbeitet als Buchagent und ist immer auf der Suche nach Lesern, die bereit sind für Bargeld ihre Papierbündel herzugeben. Doch als er auf einer seiner Touren an einen alten Mann gerät der sich nicht von seinem Buch trennen möchte, ist dies der Anfang einer Kette von Ereignissen die Robs Welt auf den Kopf stellen.

 
Für jeden Bücherliebhaber ist "Die Scanner" ein Zukunftsszenario wie es fast nicht schlimmer sein kann. Es gibt kaum noch gedruckte Bücher und neue Bücher geschrieben werden nicht mehr. Zwar gibt es für alle freie Informationen im Ultranetz, doch durch andere technische Entwicklungen ist das geschriebene Wort in den Hintergrund gerückt. Wissen ist Macht - und sich darauf zu verlassen, dass alles Wissen irgendwo gespeichert ist kann gefährlich sein. Die Technik ist nicht weiter unterstützend tätig, sondern kontrolliert den Menschen bis in die letzte Sekunde seines Lebens. Wer "Fahrenheit 451" gelesen hat, dem wird die Grundthematik von "Die Scanner" nicht fremd sein. Doch während das Buch von Ray Bradbury bereits in den 1960er Jahren geschrieben wurde und an manchen Stellen entsprechend antiquiert wirkt, hat Robert M. Sonntag (dabei handelt es sich um ein Pseudonym) die Handlung in ein nach dem heutigen Stand realistisches Zukunftsszenario versetzt. In Zeiten von Google, Facebook und Co. nimmt die Datenvielfalt im Internet immer mehr zu. Das gedruckte Buch wird zunehmend von ebooks abgelöst und so mancher wird insgeheim von einer „Mobril“ statt einem Smartphone träumen. "Die Scanner" kann einen hier ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen und auch ein wenig Angst davor machen, in welche Richtung die technische Entwicklung noch gehen mag. Dieses Buch ist daher nicht nur reine Unterhaltung, sondern auch ein wenig ein Weckruf. Auch wenn es mit 190 Seiten ein wenig knapp ausfällt, konnte mich der Autor mit seiner Welt, seinen Ideen und seinen Figuren überzeugen.

Empfehlen kann ich "Die Scanner" an alle Leser ab ca. 12 Jahren die sich für das Thema Zukunftsvisionen und Gesellschaftskritik interessieren. Ich halte das Buch auch als Unterrichtslektüre ab Klasse 7 für geeignet.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Robert M. Sonntag: Die Scanner

Dienstag, 23. Juli 2013

Beth Revis: Godspeed 02 - Die Suche


Drei Monate sind vergangen, seit Amy zu früh aus ihrem Kälteschlaf geweckt wurde. Junior hat nun die Kontrolle über das Schiff übernommen, doch er muss feststellen, dass dies ohne die ruhigstellende Droge Phydus alles andere als einfach ist. Die Bewohner der Godspeed nutzen ihre neue Entscheidungsfreiheit zur Revolution und auch die erschreckenden neuen Informationen zur wirklichen Lage der Godspeed sind kaum dazu gedacht den Frieden wieder herzustellen. Amy plagen noch andere Sorgen, denn für sie ist ungewiss, ob sie ihre Eltern jemals wieder sehen wird. Wer kann helfen die Situation auf der Godspeed unter Kontrolle zu bekommen und wer ist hier Freund und wer Feind?

Es ist noch nicht lange her, dass ich den ersten Band der Reihe rund um das Raumschiff "Godspeed" von Autorin Beth Revis gelesen habe. Aber direkt danach stand für mich fest, dass ich unbedingt wissen muss wie es weiter geht. "Godspeed - Die Suche" hat mich nicht enttäuscht und nun bin ich schon wieder gespannt, was für einen Abschluss die Reihe finden wird.
Besonders gut gefällt mir hier der Genremix. Im ersten Band dominierte neben Science-Fiction und Dystopie noch der Kriminalroman, im zweiten Band ist nun zusätzlich die Romantik-Komponente etwas stärker ausgeprägt.
"Godspeed - Die Suche" ist spannend von der ersten bis zu letzten Seite und Autorin Beth Revis versteht es ihre Leser zu überraschen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven von Amy und Junior hat man die Möglichkeit die unterschiedlichen Prioritäten und Motivationen wahrzunehmen und mitzufiebern. Besser als noch im ersten Band fand ich die Beschreibung der übrigen Figuren, so dass ich hier eigentlich eine Weiterentwicklung sehe.
Wem der erste Band bereits gefallen hat, für den ist die Fortsetzung ein Muss. Wer die Reihe noch nicht kennt, der sollte mit Band eins beginnen. Empfehlen kann ich "Godspeed" an alle Leser ab. ca. 14 Jahren die gerne Bücher mit Genremix lesen und Dystopien/Sience-Fiction gegenüber besonders aufgeschlossen sind.
Der dritte Band unter dem Titel "Godspeed - Die Ankunft" erscheint bereits im Sommer 2013.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Beth Revis: Godspeed 02 - Die Suche

Montag, 22. Juli 2013

Tom Hillenbrand: Letzte Ernte


Xavier Kieffer erfüllt sich den Traum von einem eigenen Zelt auf der Schueberfouer, wo er seine hausgemachten Gourmet-Gromperekichelcher anbietet. Auch seine Freundin Valerie Gabin kommt gerne auf einen Besuch vorbei um die Kartoffelküchlein zu probieren. Doch nicht alle Gäste wissen sich zu benehmen und ein anscheinend angetrunkener Gast sorgt für Aufruhr. Als dieser Gast jedoch genau bei Xavier und Valerie seinen Schlüsselbund mit einer Magnetkarte daran verliert, wissen die zunächst nichts damit anzufangen. Doch schon am nächsten Tag gibt es einen Anruf von einer Firma für die der Unruhestifter angeblich gearbeitet hat und dann taucht auch noch die Meldung auf, dass in der Nacht ein Mann von einer bei Selbstmördern bekannten Brücke gestürzt ist. Wer war der Mann wirklich und was hat es mit den Schlüsseln und der Karte auf sich?

"Letzte Ernte" ist das erste Buch das ich von Autor Tom Hillenbrand gelesen habe. In der Reihe rund um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist dies jedoch nach "Teufelsfrucht" und "Rotes Gold" bereits der dritte Band.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass man die ersten beiden Bücher kennen muss um hier folgen zu können. Alle Figuren wurden ausreichend vorgestellt und auch einige Ereignisse aus den ersten Büchern erwähnt.
Eigentlich fand ich das Buch ganz in Ordnung und habe mich beim Lesen auch nicht durchquälen müssen. Aber insbesondere im Rückblick gibt es doch einiges das mich gestört hat und daher die guten Ideen des Autors erdrückt.
Die Hauptfigur Xavier Kieffer lebt in Luxemburg, das eine eigene Sprache (das Luxemburgische) hat. Insbesondere die Namen der Speisen, aber auch Begrüßungen und die ersten Sätze von Dialogen sind daher in dieser Sprache wiedergegeben. Da der Rest aber in Hochdeutsch ist und auch an Ort und Stelle keine Übersetzung erfolgt (wobei man das meiste aber herleiten kann) fand ich das eher störend, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Auch das ständige Gequalme im Buch unter häufiger Erwähnung der Tabakmarken hat mich gestört. Wie können diese ganzen Gourmets überhaupt noch etwas schmecken, bei diesem extremen Zigrarettenkonsum?
Der Fall an sich und die Figuren die darin verwickelt sind fand ich interessant. Nur leider wird hier nicht wirklich ermittelt und der Leser hat auch keine Chance mitzuraten. Zwar fällt Kieffer mal ab und zu etwas Merkwürdiges auf, aber diese Idee teilt er nicht mit dem Leser und die Aufklärung erfolgt auch eher in Rückblicken und durch Erzähler, als durch das eigene Erleben. In diesem Zusammenhang ist auch nicht unbedingt alles logisch und scheint teilweise eher auf Zufällen zu beruhen.
Insgesamt gesehen kann ich "Letzte Ernte" daher nur bedingt empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Tom Hillenbrand: Letzte Ernte

Sonntag, 21. Juli 2013

KW29/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Die Karte der Welt von Royce Buckingham

Ich habe schon länger kein Fantasyepos mehr gelesen, dass mich so richtig überzeugen konnte. Nun war es aber endlich mal wieder soweit und ich habe die 600 Seiten von "Die Karte der Welt" in kurzer Zeit verschlungen und daher nun als Buchtipp der Woche ausgewählt. Autor Royce Buckingham konnte mich hier mitten hinein in seine Welt ziehen und das habe ich bei anderen Büchern oft vermisst.

Inhaltsangabe zu "Die Karte der Welt":
Der junge Wexford lebt mit seinem Vater als Schweinezüchter an der nördlichen Grenze des Königreiches Abrogan. Wex hat ein außergewöhnliches Talent zum Zeichnen und wählt als Motiv mit Vorliebe die hinter dem Schleier verborgenen Zornberge. Als eine Expedition des Königs ihr Dorf durchquert, die einen neuen Kartenzeichner benötigt, erhält Wexford die Chance sich der Gruppe anzuschließen und als Kartograph auszuhelfen. Dieses Abenteuer bietet die seltene Möglichkeit mehr zu sehen als die heimische Grafschaft, doch niemand hätte erwartet wie abenteuerlich es wirklich wird, als Wex ein ganz besonderes Talent entdeckt: Seine Zeichnungen können die Position des Schleiers verschieben und zum Vorschein bringen, was für Jahrhunderte verborgen war …

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
"Die Karte der Welt" von Autor Royce Buckingham ist ein Roman der im fiktiven Reich Abrogan spielt. Dieses Reich wird seit Jahrhunderten vom geheimnisvollen Schleier im Norden begrenzt und niemand ist jemals wieder aufgetaucht, wenn er einmal in den Schleier geraten ist. Abrogan ist nicht nur von Menschen bevölkert, sondern auch von anderen Wesen und es gibt Personen mit magischer Begabung. Hauptfigur ist der 17jährige Wexford, der aus der Perspektive eines Erzählers begleitet wird. Ein zweiter Erzählstrang kommt später hinzu und berichtet von der Perspektive der Gegenseite aus, was eine sehr interessante Mischung ergibt.
Neben dem sehr sympathischen Wex sind es jedoch insbesondere die anderen Figuren, die hier überzeugen können und mit originellen Eigenschaften, Fähigkeiten, Äußerem und Persönlichkeit eine so bunte Mischung ergeben, dass es einfach Spaß macht sie auf dem Abenteuer zu begleiten. Da die Figuren alle so unterschiedlich sind, fällt auch trotz ihrer Vielzahl die Unterscheidung sehr leicht. Auch die verschiedenen Völker sind gut beschrieben und es ist mir sehr leicht gefallen beim Lesen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Es gibt viele kämpferische Auseinandersetzungen, jedoch sind diese meiner Meinung nach gut integriert, so dass ich nicht den Eindruck hatte sie würden die Geschichte dominieren.
Ein sehr interessanter Aspekt in "Die Karte der Welt" ist außerdem die Karte von Abrogan. Ich liebe Bücher mit Kartenmaterial und normalerweise ist eine Karte der Handlungsorte am Anfang eines Buches zu finden. Ich war daher erst etwas enttäuscht hier keine zu finden, aber dafür wurde ich schon bald mehrfach entschädigt. Da sich die bekannte Welt durch Wex Talent im Buch ständig ändert, wird auch die Karte entsprechend ergänzt und taucht in ihrer jeweils neuen Form dann mitten im Buch auf. Eine tolle Idee, die mich sehr begeistern konnte, denn es macht wirklich Spaß die neuen Abschnitte auf diese Art und Weise zu erkunden.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Autor noch weitere Bücher aus der Welt von Abrogan schreiben wird, denn Potenzial und ungelöste Rätsel sind durchaus noch vorhanden. Doch "Die Karte der Welt" ist auch in sich abgeschlossen, so dass dies auch als Einzelband stehen bleiben könnte.
Empfehlen kann ich das Buch an alle Leser die actionreiche Fantasyromane mögen und Wert auf ein detailreiches Setting mit vielseitigen Figuren legen.

Hier kann man das Buch kaufen:  Die Karte der Welt von Royce Buckingham

Weiter Informationen zum Buch und zum Autor finden sich auf der Homepage des Blanvalet Verlages.
Hier gibt es auch eine Leseprobe.