Samstag, 19. August 2017

Nicole Gozdek: Die Magie der Namen

Inhaltsangabe des Verlages:
In Mirabortas bestimmt allein dein Name, wer du bist. Er entscheidet, welchen Beruf du ausübst, ob du Vermögen hast, ja, sogar wie du aussiehst. Denn jedem Namen wohnt eine einzigartige, unsterbliche Magie inne. Der 16-jährige Nummer 19 wünscht sich nichts sehnlicher, als einen großen Namen zu erhalten, der sein Leben als Außenseiter beendet. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Sein Name, Tirasan Passario, ist den Gelehrten gänzlich unbekannt. Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm jetzt noch Auskunft über seine Identität geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...

Die Grundidee von "Die Magie der Namen" von Autorin Nicole Gozdek finde ich sehr faszinierend. Die Seelen der Menschen hängen an ihrem Namen und werden wiedergeboren. Um einen jungen Menschen jedoch noch nicht mit der Last des Namens und den Verpflichtungen zu zerstören, wird dieser erst im Alter von 16 Jahren bekannt gegeben. Mit der Aussprache des Namens entfaltet sich dann die Namensmagie und der Namensträger erhält die gleichen Fähigkeiten wie sein Namensvorgänger.
Was hier herrscht, treibt sozusagen das Schicksal und die Vorherbestimmung auf die Spitze. Der Namensträger hat keinerlei Selbstbestimmungsrecht. Fähigkeiten, Beruf und Vermögen hängen alleine vom Namen ab. Blutsbande gibt es in dieser Welt nicht, nur die Verbindung über die Namensdynastie. Vor dem Tag der Namensgebung sind die Kinder dagegen nur Nummern, die nicht mit einem Namen angesprochen werden dürfen.
Erzähler ist hier die Nummer 19 des Frühlingsjahrgangs aus Tummersberg. Er träumt davon ein großer Name zu werden, was bedeutet, dass es ein zweiteiliger Namen ist, der erste Namensträger es zu Ruhm gebracht hat und dies nun weiter vererbt würde. Doch bei seiner Zeremonie wird Nummer 19 enttäuscht. Zwar bekommt er den ersehnten zweiteiligen Namen, doch von einem Tirasan Passario hat noch nie jemand etwas gehört und die neue Namensmagie bewirkt bei ihm auch keine Veränderung und er ist weiterhin der schmächtige Wicht der er war.
Da alles aus der Perspektive von Tir (das ist Tirasans Spitzname) erzählt wird, ist man auch sehr nahe an seinen Gefühlen und Gedanken, was mir gut gefallen hat. Man kann sich sehr gut in ihn hinein versetzen, wobei er manchmal aber auch etwas anstrengend ist. Für sein Alter fand ich Tir manchmal auch noch etwas kindisch und sein Selbstbewusstsein ist so gut wie nicht vorhanden.
Es gibt auch einige Nebenfiguren, die eine größere Rolle einnehmen. Manche von ihnen fand ich gut beschrieben, doch andere blieben sehr blass und austauschbar für mich.
Gut gefallen hat mir, dass sich nach und nach immer mehr Informationen zusammenfügen und man gemeinsam mit Tir die Hintergründe aufdeckt. Zum Ende hin fand ich jedoch alles ziemlich überstürzt und viel schneller erzählt als noch zu Beginn und plötzlich war das Buch auch schon ausgelesen, was dann doch ziemlich abrupt war. Bei mir sind auch noch einige Fragen offen geblieben, weshalb ich mich freue, dass es mit "Die Magie der Lüge" bald noch eine Fortsetzung geben wird.
Insgesamt gesehen kann die Idee von "Die Magie der Namen" aber überzeugen und ich kann es an Leser empfehlen, die Fantasygeschichten mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Nicole Gozdek: Die Magie der Namen

Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Piper Verlages.

Der Gewinner der Verlosung zu Meine Familie und andere Katastrophen von Jonina Leosdottir

Der Gewinner zur Verlosung des Exemplares von "Meine Familie und andere Katastrophen" von Autorin Jonina Leodottir steht fest!

3 Lose wurden geschrieben.
 
Limes schaut sich die Lose genau an.

Ein Los hat Limes ausgewählt.


Herzlichen Glückwunsch, lunamonique!
Du bekommt eine E-Mail von mir.

Donnerstag, 17. August 2017

Kirsten Wulf: Sommer unseres Lebens


Inhaltsangabe des Verlages:
In jeder Fünfzigjährigen steckt eine Fünfundzwanzigjährige, die sich fragt, was passiert ist.
Durch Zufall lernen sich Miriam, Hanne und Claudia im Sommer 1989 in Portugal kennen. Die drei 25-Jährigen freunden sich an und verbringen dort den Sommer ihres Lebens. Am Ende beschließen sie: Egal, was passiert – wenn wir 50 werden, treffen wir uns hier. Und plötzlich ist es so weit. Unfassbar. Aber wegen eines uralten Versprechens nach Portugal fahren? Sie haben nur noch wenig Kontakt und stecken alle drei tief im Alltag fest. Miriam hat Karriere in der Marktforschung gemacht und mit zwei Kindern, Mann und Au-pair einen bis auf die Minute getakteten Wochenplan, Hanne hat vier Kinder bekommen und ist alleinerziehend und Claudia führt ein Lokal am Elbstrand. Doch als Hanne sich meldet und auf das Wiedersehen drängt, brechen sie auf. Aber die Reise durch Portugal wird ganz anders als gedacht: Konfrontiert mit ihren Plänen und Träumen von damals, kommen lang gehütete Geheimnisse ans Licht - und am Ende stellt sich die Frage, ob der Sommer nicht ganz anders war, als sie alle dachten.

"Sommer unseres Lebens" von Autorin Kirsten Wulf ist für alle diejenigen, die früher mal wild waren und jetzt feststellen müssen, dass ihr Leben doch ganz schön langweilig geworden ist.
Genau so geht es auch Miriam, Hanne und Claude. Sie lernten sich zufällig durch eine Mitfahrgelegenheit vor 25 Jahren kennen und verbrachten gemeinsam einen aufregenden Sommer in Portugal. Während dieser Zeit feierten alle drei ihren 25. Geburtstag und beschlossen daraufhin, dass sie auch ihren 50. Geburtstag gemeinsam in Portugal feiern wollen. Eigentlich sollte man doch denken, dass drei Frauen die eine so intensive Zeit miteinander verbracht haben und sich so ein Versprechen gegen haben, danach auch in Kontakt bleiben. Das ist jedoch nicht so. Sie wissen kaum etwas darüber was die anderen in den letzten 25 Jahren getrieben haben und es ist schon fast als Wunder zu betrachten, dass sie es überhaupt geschafft haben sich zum Wiedersehen aufzufinden und zu kontaktieren. Nach einigen Schwierigkeiten finden alle wieder in Portugal zusammen, aber was sie nicht wissen ist, dass jede von Ihnen mindestens ein Geheimnis im Gepäck hat.
Die drei Hauptfiguren Miriam, Hanne und Claude sind sehr unterschiedlich. Ich kann nicht sagen, dass mir eine von ihnen sympathischer gewesen wäre als die anderen, sie kommen eigentlich alle drei ganz gut rüber. Ich muss gestehen, dass ich bei allen Drei ihre Art der Konfliktbewältigung nicht ganz nachvollziehen konnte. Es ist mir daher auch nicht gelungen mich wirklich in die Figuren hineinzuversetzen und alle Motive und Beweggründe zu verstehen. Sehr enttäuschen sind hier die männlichen Figuren, denn von denen kommt eigentlich keiner wirklich gut weg. Selbst wenn mal einer dabei ist, der doch eigentlich ganz ok ist, so sehen die Frauen doch hauptsächlich die Schwächen. Was mir in "Sommer unseres Lebens" sehr gut gefallen hat ist die Szenerie. Ich konnte mir die Schauplätze sehr gut vorstellen und es kam auch ein wenig Fernweh beim Lesen auf und der Wunsch diese Orte selber zu erkunden.
Insgesamt gesehen fand ich das Buch unterhaltsam und kann es an die Leser empfehlen die ein wenig chaotische Figuren mögen und Lust darauf haben gedanklich ein wenig durch Portugal zu reisen.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Kirsten Wulf: Sommer unseres Lebens


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des KiWi Verlages.

Mittwoch, 16. August 2017

KW33/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Punhal Sario aus Pakistan


Diese Woche möchte ich Euch auf Punhal Sario aufmerksam machen:


Punhal Sario ist ein Menschenrechtsverteidiger und der Initiator der Organisation Voice for Missing Persons of Sindh. Er wurde am 3. August Opfer des Verschwindenlassens durch pakistanische Sicherheitskräfte. Sein Freund Dr. Haresh Kumar war zu diesem Zeitpunkt bei ihm und wurde Zeuge der Entführung. Dr. Haresh Kumar zufolge wurde Punhal Sario von Menschen sowohl in Zivilkleidung als auch Polizeiuniform aus seinem Auto geholt, nachdem er aus dem Khanabadosh Writer’s Café kam, welches Teil des Sindh Museums in Hyderabad ist. Seitdem sind sein Schicksal und sein Verbleib unbekannt.

Punhal Sario ist Mitglied einer zivilgesellschaftlichen Bewegung, die sich dafür einsetzt, auf die zunehmenden Fälle des Verschwindenlassens von Aktivist_innen, Autor_innen und politisch engagierten Menschen aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck rief er die Organisation Voice for Missing Persons of Sindh ins Leben. Seine Entführung ereignete sich einen Tag vor dem Beginn einer großen Konferenz, die von der Organisation ausgerichtet wurde. Bei der Konferenz sollten Autor_innen, Journalist_innen und Aktivist_innen zusammenkommen, um auf die „verschwundenen“ Menschen in Sindh aufmerksam zu machen.
Laut örtlicher Aktivist_innen sind in den vergangenen Monaten mehr als 60 Menschen Opfer des Verschwindenlassens geworden. Darunter auch politisch engagierte Menschen wie Khadim Areejo, Hidayat Lohar, Sabir Chandio und Bux Ali Mugheri, Mitglieder der Jeay Sindh Muttaheda Mahaz (JSMM), einer politischen Partei, die für eine größere Autonomie der Provinz Sindh eintritt.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Punhal Sario einsetzt.


Schreibt eine E-Mail an: mail(at)pakemb.de

Betreff: Punhal Sario

Text:
Mit der Bitte um Weiterleitung an den Präsidenten



Exzellenz,


mit großer Sorge habe ich vom Verschwinden des Menschenrechtsverteidigers und Initiators der Organisation Voice for Missing Persons of Sindh, Punhal Sario, erfahren. Er wurde am 3.August Opfer des Verschwindenlassens durch pakistanische Sicherheitskräfte.
Bitte ordnen Sie sofort eine Untersuchung zum Verbleib von Punhal Sario an und sorgen Sie dafür, dass seine Familie umfassend und zu jeder Zeit über den Stand der Ermittlungen informiert wird.
Sollte sich Punhal Sario in staatlichem Gewahrsam befinden, so bitte ich Sie, ihn umgehend freizulassen, oder ihn bei Vorliegen von Beweisen für eine nachweisbar strafbare Handlung unverzüglich anzuklagen und einem unabhängigen Gericht zu übergeben, wie es internationale Menschenrechtsstandards vorsehen.
Sorgen Sie bitte dafür, dass Punhal Sario vor Folter oder anderweitiger Misshandlung geschützt ist und Zugang zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl und angemessener medizinischer Versorgung erhält.
Ordnen Sie bitte sofort eine unparteiische, unabhängige und wirksame Untersuchung zu seinem mutmaßlichen Verschwindenlassen an, veröffentlichen Sie die Ergebnisse dieser Untersuchung und stellen Sie die Verantwortlichen in fairen Verfahren ohne Rückgriff auf die Todesstrafe vor Gericht.



Mit freundlichen Grüßen







(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Menschenrechtler „verschwunden“


Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 15. August 2017

Max Bentow: Das Porzellanmädchen

Inhaltsangabe des Verlages:
Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, der nie gestellt wurde. Eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Ich habe "Das Porzellanmädchen" von Autor Max Bentow als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Axel Milberg, der es geschafft hat mir mit seiner Interpretation richtige Schauer über den Rücken zu jagen und Angst zu machen.
Hauptfigur ist hier die "Thrillerprinzessin" Luna Moor, wie sie von der Presse genannt wird. Trotz ihres jungen Alters kann die 29jährige Luna schon auf mehrere Thriller-Bestseller zurückblicken und befindet sich gerade mitten in der Arbeit zu ihrem neuesten Buch. Für Luna ist dies ein ganz besonderes Werk, denn sie lässt hier Ereignisse einfließen, die ihr selber als 16jähriges Mädchen geschehen sind. Damals war sie von einem Mann entführt worden, der sich hinter einer Gasmaske versteckte und sie mit einer Porzellanpuppe verglich, die er im Versteck bei sich hatte. Luna gelang es, ihm zu entkommen, doch Täter und Tatort konnten nie ermittelt werden.
Besonders ist in "Das Porzellanmädchen", dass nicht nur die aktuellen Ereignisse eine Rolle spielen, sondern auch das Buch an dem Luna schreibt und das der Leser hier als ein Buch im Buch mitlesen kann. Dabei ist jedoch nicht Luna die Erzählerin, so dass der Leser auch nicht weiß, was von der Handlung Fakt und was Fiktion ist (im Romanuniversum natürlich).
Besonders spannend fand ich dabei die Handlungsorte, die sehr realistisch beschrieben sind und perfekt zur Situation passen.
Da es sich hier nicht um eine Polizeiermittlung handelt, gibt es auch keine typische Ermittlungsarbeit oder Spurenverfolgung. Luna steht im Mittelpunkt der Ereignisse und nur von ihr kann es daher Hinweise zum Täter geben. Als "Gehilfen" hat sie noch den 15jährigen Leon an ihrer Seite, was ich jedoch nicht so passend fand. Zum einen finde ich es generell sehr fragwürdig einen 15jährigen in diese Rolle zu bringen und zum anderen fand ich das was Leon sagt und tut auch nicht altersgerecht. Die Hintergrundgeschichte hätte doch auch gepasst wenn Leon bereits 17 gewesen wäre, warum also ein 15jähriger?
Die Geschichte endet mit einem Epilog, was ich ganz gut gelöst fand. Die Auflösung ist nicht die riesige Überraschung, da vorher schon einiges darauf hindeutet, aber dennoch bleibt auch hier die gruselige Gesamtstimmung des Thrillers erhalten.
Insgesamt gesehen fand ich "Das Porzellanmädchen" unheimlich und spannend und genau das soll ein Thriller schließlich sein. Empfehlen kann ich das Hörbuch daher an alle, die sich gerne gruseln und auch mal gerne einen Thriller ohne Ermittlerteam mögen.


So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Max Bentow: Das Porzellanmädchen


Weitere Informationen zum Hörbuch, zum Autor und zum Sprecher finden sich auf der Homepage von derHörverlag.

Montag, 14. August 2017

Aditi Khorana: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang

Inhaltsangabe des Verlages:
Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?



"Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" von Autorin Aditi Khorana hat mich auf andere Art und Weise überrascht als ich es gedacht hätte. Ich hatte zuvor schon die Leseprobe gelesen und mir eine Vorstellung davon zurecht gelegt, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln wird. Ich bin nicht enttäuscht von diesem Buch, aber "Amrita" ist doch ein wenig anders, als ich es erwartet hatte. Ich weiß nicht warum, aber ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt, vielleicht deshalb, weil es einen Untertitel gibt und das auch oft bei mehreren Bänden so gemacht wird. Es handelt sich hier jedoch um einen in sich abgeschlossenen Einzelband, zu dem ich mir auch nicht wirklich eine Fortsetzung vorstellen kann. Es wäre möglich, dass die Autorin noch ein Buch im gleichen Universum ansiedelt (was mir auch gefallen würde), aber das wäre dann wahrscheinlich auch in sich abgeschlossen.
Was ich hier wirklich mochte, ist der mythologische Aspekt mit Göttern, Schicksal und nichtmenschlichen Wesen. Erfreulich finde ich auch, dass sich "Amrita" nicht nur mit typischen Jugendbuchthemen wie Liebe und Freundschaft beschäftigt, sondern auch grundlegende Fragen aus Politik und Philosophie aufgegriffen werden. Wie wird ein Despot zu einem solchen und was für Auswirkungen kann eine einzelne Entscheidung auf ein ganzes Volk haben?
Positiv finde ich auch, dass hier sehr starke Frauenfiguren im Focus stehen und Amrita als Prinzessin nicht nur schmückendes Beiwerk ist, deren Hauptprobleme Frisur und Kleidung sind. Als Hauptfigur ist mir Amrita sehr sympathisch und auch den meisten Nebenfiguren konnte ich viel abgewinnen. Ein wenig enttäuschend fand ich, dass zum Ende hin doch sehr viel damit abgehandelt wurde, dass es so vorbestimmt ist und ich dann nicht nachvollziehen konnte, ob es sich hier um echte Gefühle und bewusste Entscheidungen handelte. Das steht im kompletten Gegensatz zum Beginn der Geschichte und war daher für mich nicht ganz konsequent durchgezogen. Da das Buch nicht sonderlich dick ist, hätte man dies ruhig noch etwas ausbauen können und so auch für den Leser nachvollziehbarer gestalten.
Insgesamt gesehen ist "Amrita - Am Ende beginnt der Anfang" nicht die Fantasy-Liebesgeschichte für die ich sie anfangs gehalten habe. Empfehlen kann ich das Buch daher  an Leser, die sich auch für ernsthafte Themen und politische Entwicklungen interessieren.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Aditi Khorana: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Dressler Verlages.

Samstag, 12. August 2017

KW32/2017 - Buchverlosung der Woche - Nie mehr zurück von Vivian Vande Velde

Es ist wieder soweit:
Ich starte eine neue Buchverlosung.


Ich verlose das Buch "Nie mehr zurück" von Vivian Vande Velde

"
Zoe ist anders als alle anderen. Sie hat die besondere Fähigkeit, die Zeit zurückdrehen und dadurch das Geschehene verändern zu können. Als sie bei einem Bankraub miterleben muss, dass ein Mann erschossen wird – ausgerechnet der gut aussehende junge Mann, der ihr nur wenige Minuten zuvor in einer schwierigen Situation beigestanden hat – entschließt sie sich dazu, ihn zu retten. Doch ihre Gabe kommt nicht ohne Einschränkungen. Zoe kann nur 23 Minuten in der Zeit zurückspringen, und oft verschlimmert sich die Situation durch ihr Eingreifen. Zoes Entschluss könnte in einer Katastrophe enden. Und er bringt sie in große Gefahr. Denn er lenkt die Aufmerksamkeit des Bankräubers auf sie ..."


Das Buch ist neu und ungelesen.

Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar wenn ihr in den Lostopf möchtet. Es ist auch möglich hier anonym Kommentare zu hinterlassen, aber auch in diesem Fall muss mindestens ein Name angegeben werden. Wer seine E-Mail Adresse nicht öffentlich angeben möchte, kann mir diese unter es.deh(at)gmx.de separat mitteilen (hierbei bitte kenntlich machen, zu welchem Kommentar die Adresse gehört). Einsendeschluss ist am Samstag, den 26.08.2017 um 20 Uhr. Der Gewinner wird ab dem 27.08.2017 bekannt gegeben. Wer seine E-Mail Adresse nicht angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten auf die Auslosung folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.

Viel Erfolg! :-)

Donnerstag, 10. August 2017

Erika Johansen: Die Königin der Schatten - Verflucht



Inhaltsangabe des Verlages:
Seit Kelsea Glynn ihr rechtmäßiges Erbe angetreten hat, ist in Tearling ein Zeitalter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit angebrochen. Doch mit der Roten Königin des Nachbarreiches Mortmesne hat sich Kelsea eine ebenso mächtige wie gefährliche Feindin gemacht: Unaufhaltsam marschiert die gewaltige Mort-Armee auf die Grenzen Tearlings zu. Noch während Kelsea versucht, einen Krieg zu verhindern, den sie nicht gewinnen kann, kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur – einem Geheimnis, das das Schicksal Tearlings für immer verändern wird . . .



"Die Königin der Schatten - Verflucht" von Autorin Erika Johansen ist der zweite Band der dreiteiligen Reihe rund um die Königin von Tearling.
Es kommt selten bei mir vor, dass eine Fortsetzung mich mehr beeindruckt als der Auftakt einer Reihe. Meine Erwartungen sind in der Regel hoch und diese zu halten oder gar zu übertreffen daher gar nicht so einfach. "Verflucht" hat dies aber dennoch geschafft und ich bin nun schon voller Erwartung, wie die Geschichte ihren Abschluss finden wird.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin einen zweiten Handlungsstrang einführt und damit auch eine zweite weibliche Hauptfigur in der Person von Lily. Ich möchte nicht zu viel von der Handlung vorweg nehmen, aber ich denke ich kann so viel verraten, dass Lily eine Stimme aus der Vergangenheit ist und so über sie endlich ein wenig Licht in die Dunkelheit der Vergangenheit von Tearling und der Überfahrt gebracht wird. Gerade bei Fantasybüchern ist es mir immer sehr wichtig, dass die Hintergründe aufgeklärt werden und mir der Weltenaufbau erklärt wird. Dem kommt die Autorin nun in der Fortsetzung zu meiner vollsten Zufriedenheit nach.
Auch wenn ich sehr gerne über Kelsea und Tearling lese, hat es mir hier fast noch mehr Spaß gemacht Lilys Handlungsstrang zu verfolgen und ihre Geschichte zu erfahren. Während man zu Anfang von „Die Königin der Schatten“ noch glaubte in einer eindeutig mittelalterlich aufgebauten Fantasywelt zu sein, ist nun klar, dass wir hier ganz unterschiedliche Elemente vermischt haben. An manchen Stellen ist es eindeutig eine Dystopie, es klingt aber auch der Ansatz einer Utopie durch und dann haben wir natürlich auch noch die magischen Elemente die dies zu einer Fantasyerzählung machen. Auch wenn dieser Mix nicht ganz einfach ist, finde ich das sehr spannend und vollkommen anders als alle anderen Bücher dieser Genre die ich gelesen habe.
Interessant sind für mich auch weiterhin die Figuren, denn bei vielen ist noch nicht klar, welche Interessen sie verfolgen und wohin sie ihr Weg führen wird. Dies sind die besten Voraussetzungen für den dritten und letzten Band der Reihe, auf den ich nun schon gespannt bin.
Schade finde ich hier nur eine Sache. Kelsea war mit ihrem unscheinbaren Äußeren mal eine angenehm andere Hauptfigur. Doch in der Fortsetzung wandelt sie sich nun mit Hilfe von Magie in eine Schönheit. Das Bild das dadurch vermittelt wird, finde ich gerade für junge Leser nicht richtig.
Insgesamt gesehen ist "Die Königin der Schatten - Verflucht" eine Fortsetzung voller Überraschungen die mich fesseln konnte und die ich daher gemeinsam mit dem ersten Band allen Lesern ans Herz legen möchte, die Lust auf eine ungewöhnliche Reihe mit Fantasyelementen haben.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Erika Johansen: Die Königin der Schatten - Verflucht


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Heyne Verlages.

Mittwoch, 9. August 2017

KW32/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin aus China

Diese Woche möchte ich Euch auf Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin aufmerksam machen:


Die Aktivist_innen Wei Xiaobing (benutzt das Pseudonym „1.3 Billion Citizens“), He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin wurden von der Polizei festgenommen und ihre Wohnungen wurden durchsucht. Dies geschah nur wenige Tage nachdem sie am 19. Juli ‑ sieben Tage nach dessen Tod ‑  dem Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo mit einer Zeremonie an der Küste gedachten. Die Gedenkzeremonie wurde live von Hong Kong Cable TV übertragen. Die Aktivist_innen brachten einen Stuhl und einige Blumen mit. Mit Slogans wie „Ruhe in Frieden Liu Xiaobo“ und „Freiheit für Liu Xia“ gedachten sie des Verstorbenen und demonstrierten ihre Unterstützung für seine Frau Liu Xia. Anschließend veröffentlichten sie in sozialen Medien ein Video und Fotos von der Aktion.
Alle sechs Aktivist_innen sind in der Hafteinrichtung des Stadtbezirks Xinhui in der Stadt Jiangmen inhaftiert. Sie werden aufgrund des Vorwurfs „Versammlung einer Menschenmenge um die öffentliche Ordnung zu stören“ festgehalten. Laut des Anwalts von Wei Xiaobing nach einem Treffen mit seinem Mandanten am 26. Juli, war Wei Xiaobing am 22. Juli gegen 1 Uhr morgens in seinem Zuhause im Bezirk Jieshi in der Stadt Lufeng in der Provinz Guangdong festgenommen worden. Am selben Tag wurden gegen 4 Uhr morgens He Lin, Liu Guangxiao und Li Shujia, ebenfalls zuhause, von der Polizei des Bezirks Xinhui, der Stadt Jiangmen festgenommen. Es wurde zudem bestätigt, dass Wang Meiju, auch Xi Yan genannt, die in ihrem Zuhause in der Stadt Foshan in der Provinz Guangdong festgenommen wurde, und Qin Mingxin, der einige Tage „verschwunden“ gewesen war, auch in der Hafteinrichtung des Xinhui-Bezirks inhaftiert sind.
Aufgrund des chinesischen Strafverfahrensrechts kann die Polizei die Aktivist_innen maximal 37 Tage lang festhalten, bevor sie entscheiden muss, ob sie bei der Staatsanwaltschaft offiziell Haftbefehl gegen sie beantragt, andere restriktive Maßnahmen ergreift oder die Aktivist_innen freilässt. Zurzeit haben sie keinen Zugang zu ihren Familien.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin einsetzt.


Schreibt eine E-Mail an: info(at)gdga.gov.cn, presse.botschaftchina(at)gmail.com

Betreff: Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju, Qin Mingxin

Text:
Sehr geehrter Herr Direktor, 


mit großer Sorge habe ich von den Verhaftungen von Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin erfahren. Sie hatten sich in Jiangmen in der Provinz Guangdong im Gedenken an Liu Xiaobo zusammengefunden.
Lassen Sie Wei Xiaobing, He Lin, Liu Guangxiao, Li Shujia, Wang Meiju und Qin Mingxin bitte umgehend und bedingungslos frei, es sei denn es existieren glaubwürdige Beweise dafür, dass sie eine Handlung ausgeübt haben, die international als Straftat anerkannt ist. In diesem Fall müssen sie ein Verfahren erhalten, das den internationalen Standards für faire Gerichtsverfahren entspricht.
Sorgen Sie bitte dafür, dass die Aktivist_innen vor Folter oder anderweitiger Misshandlung geschützt sind und Zugang zu ihrer Familie, einem Rechtsbeistand ihrer Wahl und angemessener medizinischer Versorgung erhalten.


Mit freundlichen Grüßen 



(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Wegen Gedenken an Liu Xiaobo in Haft


Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Montag, 7. August 2017

Annabel Abbs: Die Tänzerin von Paris

Inhaltsangabe des Verlages:
Paris, 1928: Die junge, talentierte Lucia Joyce steht vor ihrem Durchbruch als Tänzerin. Doch ihr Vater – ein Wegbereiter der literarischen Moderne – beobachtet das Streben seiner Tochter nach einem selbstbestimmten Leben mit Argwohn. Als Lucia dem Schriftsteller Samuel Beckett begegnet, verliebt sie sich leidenschaftlich, wird jedoch schon bald bitter enttäuscht. Als dann ein lange verborgenes Geheimnis ihrer Familie ans Licht kommt, droht Lucias Hoffnung, sich aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu befreien, dramatisch zu scheitern.


"Die Tänzerin von Paris" von Autorin Annabel Abbs hat mir beim Lesen einige Schwierigkeiten bereitet. Obwohl ich das Thema sehr interessant finde und auch schon viele historische Romane gelesen habe, ist es mir einfach nicht gelungen in die Geschichte abzutauchen. Ich habe mehrfach neu angesetzt, mich ganz bewusst der Handlung gewidmet, aber es ist einfach keine Verbindung entstanden, die mich an das Buch gefesselt hätte. Ich kann dies eigentlich nur auf den Schreibstil der Autorin oder die Übersetzung zurückführen, wobei es für mich wahrscheinlich auch nicht so ideal war, dass ein Teil der Handlung in Psychotherapiesitzungen zwischen Lucia und C.G. Jung aufbereitet wird.
Ich kann Büchern mit zu hohem Anteil an Psychologie (z. B. auch einige Bücher von Sebastian Fitzek) generell nicht viel abgewinnen, auch wenn alle anderen Leser begeistert sind. Für mich wäre ein Hinweis auf diesen Teil des Buches daher schon eine wichtige Information gewesen, die in den Klappentext gehört. Natürlich war mir vorher bekannt, dass Lucia Joyce psychische Probleme hatte, aber es ist eben schon ein Unterschied, ob dies nur aus den Handlungen und Gedanken der Protagonistin hervorgeht oder aber in Form von Psychotherapiesitzungen aufgegriffen wird.
Womit ich mich auch etwas schwer getan habe, ist die Schilderung der Familie Joyce. Die Autorin hatte den Anspruch die "vergessene" Tochter von James Joyce in den Focus zu rücken und so auf sie, ihr Talent und ihr Leben aufmerksam zu machen. Ich bezweifle allerdings, dass sich Lucia gewünscht hätte nun so in Erinnerung zu bleiben, wie sie in diesem Roman geschildert wird. Gleiches gilt auch für die Beziehungen zu ihren Eltern und ihrem Bruder, die kein besonders gutes Licht auf alle Beteiligten werfen. In Anbetracht dessen, dass der größte Teil des Schriftverkehrs Lucia Joyce betreffend zerstört wurde, beruht hier auch viel auf der Phantasie der Autorin und die hat Lucia hier doch ein eher fragwürdiges Denkmal gesetzt.
Aber trotz aller Kritiken und meiner Probleme beim Lesen nicht mit den Gedanken abzuschweifen, gab es auch ein paar Szenen die mir gut gefallen haben. Das war insbesondere der Fall, wenn es um Lucias Tanzinszenierungen ging.
Unbegreiflich ist für mich das Buchcover der deutschen Ausgabe. Es handelt sich hier um ein Buch über eine real existierende Person. Es gibt Fotografien von Lucia Joyce, man weiß sehr genau wie sie ausgesehen hat und auf dem Buchcover der amerikanischen Ausgabe wurde auch ein Foto von Lucia verwendet. Warum also ist auf dem deutschen Buchcover eine blonde "Sekretärin" zu sehen? Waren die Bildrechte zu teuer? Auch dann hätte man ja wohl zumindest eine Frau abbilden können, die zumindest den Anschein erweckt Lucia ähnlich zu sehen.
Insgesamt gesehen kann ich "Die Tänzerin von Paris" nicht uneingeschränkt weiter empfehlen und stehe dem gesamten Buchprojekt eher kritisch gegenüber.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Annabel Abbs: Die Tänzerin von Paris


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Aufbau Verlages.

Samstag, 5. August 2017

Sara Gran: Dope

Inhaltsangabe des Verlages:
New York City, 1950. Josephine (»Joe«) hat es nie leicht gehabt. Ihr Leben war schon verpfuscht, bevor es richtig begann. Eigentlich müsste sie längst tot in irgendeinem Hinterhof liegen, von einer Kugel oder dem Heroin dahingerafft. Doch sie hat noch mal die Kurve gekriegt – und scheint plötzlich das Glück auf ihrer Seite zu haben: Ein wohlhabendes Paar bietet Joe 1000 Dollar; sie soll dessen verschwundene Tochter wiederfinden, die offenbar in die Unterwelt des Big Apple abgedriftet ist. Leicht verdientes Geld, denkt Joe. Aber so leicht ist es nun auch wieder nicht: Freund ist von Feind kaum zu unterscheiden, und nicht jede Falle erkennt man gleich ...


 "Dope" von Autorin Sara Gran hätte ich in der Buchhandlung wohl nicht für mich ausgesucht. Ich war jedoch im Urlaub und hatte nichts mehr zu lesen, weshalb ich mich unter den Büchern umgesehen habe, die andere Urlauber zurückgelassen hatten.
So bin ich nun also an "Dope" geraten und als Urlaubslektüre war es auch gar nicht mal so schlecht. Wirklich interessant ist hier die Hauptfigur Joe Flannigan. Eigentlich schlägt sie sich als Gelegenheitsdiebin durch, als sie das Angebot erhält sich als "Insider" auf die Suche der Tochter eines reichen Ehepaares zu machen. Die Tochter soll in die falschen Kreise abgerutscht sein und das ist auch genau das Milieu in dem sich Joe auskennt. Joe ist hier auch die Erzählerin der Geschichte und als solche war sie mir sympathisch. Ihre Biographie hat es in sich und als Schulabbrecherin und ehemalige Drogensüchtige erschien sie mir ehrlich gesagt manchmal etwas zu kultiviert.
Wie der Titel schon sagt, geht es hier auch viel um Drogen, Drogenbeschaffung, Drogenkriminalität und Drogenkonsum. Das muss man schon mal abkönnen, denn ansonsten ist man bei diesem Buch total falsch. Interessant fand ich, dass dieses Buch in den USA der 50er Jahre spielt, denn ehrlich gesagt war mir vorher nicht bewusst, dass es auch damals schon so viele Heroinabhängige gab und riesige Drogenscene in den Großstädten. Zu Anfang konnte ich hier nicht viel von einer Kriminalgeschichte entdecken, denn es ging hauptsächlich nur darum, dass Joe bei Kriminellen, Prostituierten und Drogensüchtigen nachforschte ob sie die junge Frau kennen. Überrascht hat mich die Autorin zum Ende dann aber doch noch mit einer Wendung der Geschichte. Die fand ich zwar nicht unbedingt vollständig logisch, aber sie hat zumindest etwas Spannung rein gebracht. Insgesamt gesehen fand ich "Dope" durchaus unterhaltsam, allerdings mit erzählerischen Schwächen.


So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: Sara Gran: Dope

Weitere Infos zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Droemer Verlages.

Donnerstag, 3. August 2017

Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann



Inhaltsangabe des Verlages:
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen, verschwinden lassen oder in Ordnung bringen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman – und natürlich noch viel mehr. Was man von hier aus sehen kann ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe im Modus der Abwesenheit.



Ich habe "Was man von hier aus sehen kann" von Autorin Mariana Leky als Hörbuch gehört. Ich bin ganz erstaunt, wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann gezogen hat. Gelesen wird das Hörbuch von Sandra Hüller, die hier ohne große Maskerade und eher nüchtern liest, was jedoch für die Geschichte ganz genau passend ist.
Nach der Inhaltsangabe des Verlages dachte ich, dass sich die Handlung über einen sehr kurzen Zeitraum erstreckt und hauptsächlich mit dem Tag beschäftigt nachdem Selma vom Okapi geträumt hat. Ich war daher erstaunt, dass sich die Geschichte auf über 20 Jahre erstreckt. In dem Jahr als Selma das Okapi sieht, um das es in der Inhaltsangabe geht, ist ihre Enkelin Luise zehn Jahre alt. Erzählt wird hier auch aus Luises Perspektive und so begleitet der Hörer sie durch die verschiedenen Etappen ihres Lebens, wobei jedoch die Jugendzeit in einem Zeitsprung übergangen wird. Nach dem längeren Abschnitt in Luises Kindheit, widmet sich die Handlung dann hauptsächlich dem Lebensabschnitt von Anfang 20 bis Anfang 30.
Mich hat die Geschichte sehr bewegt. Es gab einige Stellen an denen ich mehr als nur den Tränen nahe war (was mir schon ein bisschen peinlich war, weil ich das Hörbuch beim Autofahren gehört habe). Die Figuren sind zwar allesamt ziemlich überzeichnet, aber dadurch auch interessante Persönlichkeiten und echte Typen. Ich fand die Sprache wunderschön zu hören, diese bildhaften Vergleiche, die Überlegungen zum Buddhismus, der Aberglauben einer der Figuren und die Wort mit denen Luise sich und ihre Mitmenschen beschreibt. Für mich war auch die Wahl des Hörbuchs genau richtig. Ich bin mir nicht sicher, ob mir die Geschichte nicht zu langweilig gewesen wäre, wenn ich sie gelesen hätte, aber mit Luise als Erzählerin in Form von Sprecherin Sandra Hüller habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Ich habe überlegt womit sich dieses Hörbuch vergleichen lässt, aber das ist nur sehr schwer möglich. Ähnlich erstaunt und mit Worten berührt hat mich jedoch das Hörbuch zu "Die Eleganz des Igels" und auch das ist eine Geschichte, die mich als Printausgabe wahrscheinlich nicht so erreicht hätte. "Was man von hier aus sehen kann" könnte die deutsche Antwort darauf sein.
Insgesamt gesehen ist "Was man von hier aus sehen kann" eine eher ruhige Geschichte, die zum Nachdenken anregt und so für Leser/Hörer geeignet, die nicht nur auf der Suche nach dem nächsten Thrill sind.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann


Weitere Informationen zur Autorin, zum Hörbuch und zur Sprecherin finden sich auf der Homepage von Roof Music.

Mittwoch, 2. August 2017

KW31/2017 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Aziz Orujov aus Aserbaidschan

Diese Woche möchte ich Euch auf Aziz Orujov aufmerksam machen:
 
Aserbaidschan auf der Karte
© Courtesy of the University of Texas Libraries


Aziz Orujov, der den unabhängigen Internetsender Kanal  leitet, wurde am 2. Mai auf dem Weg zur Arbeit festgenommen. Ein Polizist hielt den Journalisten an, weil er der Ansicht war, Aziz Orujov gleiche einer von der Polizei gesuchten Person. Aziz Orujov wurde festgenommen und unter einer 30-tägigen Verwaltungshaftanordnung in Gewahrsam genommen, weil er sich vorsätzlich den legitimen Anweisungen eines Polizisten widersetzt haben soll. Am 2. Juni, dem Tag, an dem seine Verwaltungshaft auslaufen sollte, wurden neue konstruierte Vorwürfe gegen ihn erhoben. Man beschuldigte ihn gemäß Paragraf 192 und 308 des Strafgesetzbuchs des illegalen Unternehmertums und des Amtsmissbrauchs. Aziz Orujov wurde für weitere vier Monate in Untersuchungshaft genommen und befindet sich nach wie vor in einer Hafteinrichtung in Kurdakhany in der Nähe der Hauptstadt Baku.
Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe beziehen sich auf seine Mitbegründung der Organisation Caucasus Media Investigations Centre Public Union im Jahr 2006 mit seinem Bruder und seiner Schwägerin. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft soll die Organisation von 2006 bis 2014 von verschiedenen Spender_innen Zuwendungen in Höhe von etwa 193.000 Aserbaidschan-Manat (ungefähr 96.000 Euro) erhalten haben und diese weder registriert noch die anfallenden Steuern (8.000 Aserbaidschan-Manat, etwa 4.000 Euro) bezahlt haben. Seit der Einführung neuer Gesetze im Februar 2014 müssen solche Zuwendungen in Aserbeidschan registriert und versteuert werden. Die Behörden wenden diese Bestimmungen jedoch rückwirkend an, offenbar um Angehörige regierungskritischer Einrichtungen wie z. B. unabhängiger Medienkanäle und NGOs einzuschüchtern, zu drangsalieren, zu inhaftieren und strafrechtlich zu verfolgen. Die Vorwürfe gegen Aziz Orujov sowie die Umstände, unter denen er festgenommen wurde, lassen darauf schließen, dass er von den Behörden wegen seiner kritischen Berichterstattung ins Visier genommen wurde.
Aziz Orujov teilt sich derzeit mit einem weiteren Gefangenen eine kleine Zelle, die weder klimatisiert ist noch anderweitig belüftet wird. In Baku herrschen momentan Temperaturen von bis zu 35°C. Die Zelle grenzt zwar an einen kleinen Balkon und hat auch ein kleines Fenster, doch die Gefängniswärter_innen gestatten ihm weder den Balkon zu betreten noch das Fenster zu öffnen. Am 23. Juli wurde es in seiner Zelle so heiß, dass er das Bewusstsein verlor. Am 24. Juli durfte Aziz Orujov zum ersten Mal seine Familie anrufen. Der Anruf dauerte jedoch nur wenige Minuten. Als er seiner Familie von der unerträglichen Hitze und seinem Bewusstseinsverlust erzählte, schnitten die Gefängnisbehörden das Gespräch ab. Seit seiner Inhaftierung hat Aziz Orujov lediglich Besuch von seinen beiden Rechtsbeiständen erhalten dürfen, nicht aber von seiner Familie.

Es gibt eine Urgent Action, die sich für Aziz Orujov einsetzt.


Schreibt eine E-Mail an: office(at)pa.gov.az, berlin(at)mission.mfa.gov.az

Betreff: Aziz Orujov

Text:

Sehr geehrter Herr Präsident,

ich wende mich heute an Sie, weil ich von der Inhaftierung und den sehr schlechten Haftbedingungen des Journalisten Aziz Orujov erfahren habe. An einem Tag ist es in seiner Zelle so heiß geworden, dass er ohnmächtig wurde. In den UN-Mindestgrundsätzen für die Behandlung von Gefangenen heißt es in Grundsatz 11: "In allen Räumen, in welchen Gefangene leben oder arbeiten, a) müssen die Fenster groß genug sein, damit die Gefangenen bei Tageslicht lesen und arbeiten können, und so eingerichtet sein, dass frische Luft einströmen kann, gleich ob es eine künstliche Belüftung gibt oder nicht."
Ich fordere Sie daher dringend auf:
Lassen Sie Aziz Orujov bitte umgehend und bedingungslos frei, da die Vorwürfe gegen ihn haltlos sind und seine Inhaftierung lediglich auf seiner friedlichen Arbeit als Journalist beruht.
Sorgen Sie bitte dringend dafür, dass er in der Haft nicht gefoltert und anderweitig misshandelt wird, auch was extreme Temperaturen angeht.
Ich fordere Sie zudem auf, das Recht auf freie Meinungsäußerung in Aserbaidschan zu respektieren und Menschenrechtler_innen und Journalist_innen nicht wegen ihrer legitimen Aktivitäten zu schikanieren.

Mit freundlichen Grüßen


(Dein Name)



Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren: Journalist unter schlechten Bedingungen in Haft


Es gibt dort auch die Möglichkeit sich direkt online zu beteiligen!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.






"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 1. August 2017

Kai Meyer: Die Krone der Sterne


Inhaltsangabe des Verlages:
Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht.
Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.


Mir hat "Die Krone der Sterne" von Autor Kai Meyer gut gefallen, da es weder typische Fantasy ist, noch reine Science Fiction. Es ist eher eine Art Space-Fantasy, bei der mich besonders die Liebe zum Detail fasziniert hat. Schon das Cover und die ersten Innenseiten entführen den Lesen mitten hinein in das Reich von Tiamande und die detaillierten und bildhaften Beschreibungen führten dazu, dass man sich trotz Weltraum und fremder Welten recht gut alles vor Augen rufen konnte. Mir hat es dabei das mondsichelförmige Schiff "Nachtwärts" von Shara Bitterstern besonders angetan und ich bin ganz fasziniert von dieser Konstruktion.
Erzählt wird hier aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht zum einen die junge Iniza, die aus den fernen Baronien als Braut der Gottkaiserin berufen wird, und zum anderen die Händlerin Shara Bitterstern, die nach einer Zeit als Arbeitssklavin um ihr Raumschiff betrogen wurde. In den ersten Kapiteln hatte ich noch ein wenig Probleme mich in die Geschichte einzufinden, aber zum Glück war das wirklich nur am Anfang und ich habe dann gut in die Handlung hinein gefunden und ein bisschen mitgefiebert, ob und wie Iniza, Shara und ihre Begleiter den Hexen und ihren Schergen entkommen können.
Positiv ist für mich daher hervorzuheben, dass es einen echten Spannungsbogen gibt und der Leser am Anfang noch nicht direkt ahnt wie die Geschichte weiter geht.
Was mir hier eindeutig zu blass blieb - und was auch an der blassen männlichen Hauptfigur liegen kann - ist die Liebesgeschichte, die ich nicht so wirklich glaubhaft fand. Es wirkte für mich vielmehr so, als wäre das so nebenher vom Autor entworfen worden, da dieser Teil aufgrund des weiteren Verlaufs der Handlung auch nicht weg gelassen werden konnte.
Insgesamt gesehen schreit "Die Krone der Sterne" nach einer Fortsetzung. Empfehlen kann ich das Buch an alle Leser die Lust haben sich auf das Experiment Space-Fantasy einzulassen.


So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Kai Meyer: Die Krone der Sterne


Weitere Infos zum Buch und zum Autor gibt es auf der Homepage von TOR im Haus des Fischer Verlages.

Montag, 31. Juli 2017

Ella Simon: Das Leuchten einer Sommernacht


Inhaltsangabe des Verlages:
Lynne lässt Träume wahr werden: Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld. Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ. Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet. Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat ...



Ich bin ganz verzaubert von "Das Leuchten einer Sommernacht" von Autorin Ella Simon.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 27jährige Lynne, die für eine Wunschagentur in Cardiff arbeitet. Der neueste Wunsch soll der neunjährigen Winnie erfüllt werden, die an Mukoviszidose erkrankt ist und deren größter Wunsch es ist, das Rugby-Team von Cardiff persönlich kennenzulernen. Für Lynne stellt das eine ungewöhnliche Herausforderung dar, denn auch wenn sie gewohnt ist das unmögliche möglich zu machen, so hat sie sich doch seit Jahren von allem fern gehalten das mit dem Thema Rugby zusammen hängt. Für Winnies tollen Tag reißt sich Lynne zusammen, doch als sie beim Termin plötzlich ihrer Jugendliebe Reed gegenübersteht, den sie niemals wiedersehen wollte, ist es mit ihrer Selbstbeherrschung fast vorbei. Es ist ein Tag, der nicht nur das Leben von Reed und Lynne durcheinander bringt, sondern auch das von Winnie und ihrer Mutter Jen.
Ich mag Geschichten in denen man den Eindruck hat, das Schicksal würde von großer Hand dirigiert. Ereignisse bauen aufeinander auf und haben Auswirkung auf das Leben von anderen, woran man vielleicht im ersten Moment nicht gedacht hat. Auch das Wiedersehen von Lynne und Reed hat so Einfluss auf andere Personen und Ereignisse.
Erzählt werden hier zwei parallele Erzählstränge. Zum einen gibt es natürlich Lynne und Reed, deren Vergangenheit in Rückblicken aufgearbeitet wird und zum anderen noch die kleine Winnie und ihre Mutter Jen. Natürlich hatte ich hier beim Lesen auch einen Erzählstrang mit dem ich ein wenig mehr mit gefiebert habe als mit dem anderen, aber keiner von beiden nervt und in beiden gibt es Figuren von denen man mehr erfahren möchte. Meine Lieblingsfigur ist schon irgendwie Lynne, denn von ihr erfährt man als Leser besonders viel und hat daher den Eindruck ihre Freude und ihr Leid hautnah mitzuerleben. Aber auch die anderen Figuren haben mir sehr gut gefallen, sie sind sympathisch und man wird von den Geschichten in einen richtigen Sog gezogen.
Besonders gut gefallen hat mir auch der Humor in der Geschichte. Ich habe oft mit schmunzeln müssen und konnte mir die Ereignisse sehr gut bildhaft vorstellen. „Das Leuchten einer Sommernacht“ hat jedoch nicht nur fröhliche Momente. Es gibt natürlich auch einen Grund, warum Lynne Reed so lange nicht sehen wollte und im zweiten Erzählstrang spielt die Krankheit der kleinen Winnie eine große Rolle. Aber auch wenn es hier viel Dramatisches gibt, überwiegt doch der romantische und unterhaltsame Anteil und beschert einige schöne Lesestunden bei denen man schon aufpassen muss mit dem Buch nicht die Nacht durchzumachen.
Wer auch "Ein Gefühl wie warmer Sommerregen" von der Autorin gelesen hat (was ich nicht habe), der wird wohl auch einige Nebenfiguren wieder erkennen. Die Bücher sind jedoch jeweils in sich abgeschlossen und können auch einzeln gelesen werden.
Insgesamt gesehen ist "Das Leuchten einer Sommernacht" eine leichte Lektüre, die auch ernste Themen vereint und mich emotional in seinen Bann ziehen konnte.



So habe ich bewertet:




Und hier kann man das Buch kaufen: Ella Simon: Das Leuchten einer Sommernacht


Weitere Informationen zum Buch und zur Autorin finden sich auf der Homepage des Goldmann Verlages.