Dienstag, 31. März 2015

Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Strasse

Inhaltsangabe des Verlages:
Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen.


Neil Gaiman ist ein großartiger Geschichtenerzähler und mit "Der Ozean am Ende der Straße" zeigt er wieder einmal, wieviel Magie in Worten und kleinen Geschichten stecken kann. Ich liebe "Stardust – Der Sternenwanderer" von Neil Gaiman und auf einen kleinen Rahmen reduziert führt dieser neue Roman nun die Tradition der symbolträchtigen Erzählung und der magischen Momente fort.
"Der Ozean am Ende der Straße" kommt eher leise daher, braucht keine große Kulisse und nur wenige Figuren um eine erstaunliche Geschichte zum Leben zu erwecken.
Erzählt wird hier die Kindheitserinnerung eines Mannes, die eigentlich keine Erinnerung ist, aber irgendwie dann doch wieder – eben typisch Neil Gaiman. Mich haben hier die Worte verzaubert und die Möglichkeit als Leser auch eigene Interpretationsspielräume zu haben.
Hauptfigur ist hier zum einen der Erzähler und zum anderen die Familie Hempstock, die in seiner Nachbarschaft lebte als er noch ein kleiner Junge war. Der Erzähler ist inzwischen schon lange erwachsen und als er anlässlich einer Beerdigung an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt, kehrt auch die Erinnerung zurück an diese magischen Ereignisse als er sieben Jahre alt war und befreundet mit der jüngsten Hempstock. Mehr möchte ich auch vom Inhalt gar nicht erzählen, denn jeder Leser sollte hier die Chance erhalten selber in diese Welt einzutauchen und zu erfahren was es mit den Hempstocks und ihrem Ozean auf sich hat. Es ist eine fantastische Geschichte die hier erzählt wird und so sollte der Leser auch offen sein für all das unerklärliche und faszinierende das dieses Buch zu bieten hat. Man könnte es auch als modernes Märchen bezeichnen, doch sollte man sich davor hüten es als Kindergeschichte abzutun. Für Kinder halte ich das Buch auch nicht wirklich geeignet, aber ich denke man kann es durchaus auch schon jungen Lesern ab ca. elf Jahren zumuten.
Es gibt eigentlich nur eine Sache die ich an "Der Ozean am Ende der Straße" auszusetzen habe – das Buch ist einfach zu dünn und die Zeit die man mit der Geschichte verbringen kann dadurch viel zu kurz.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße



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