Samstag, 20. Juli 2013

Digitalkamera: Canon PowerShot A2500

Die Canon PowerShot A2500 ist eine Digitalkamera die insbesondere mit der umfangreichen Automatikfunktion und dem kompakten Format überzeugen kann.
Besonders geeignet ist sie für "Schönwetterbilder" und als Zweitkamera, wenn man mal nur ein kleines und leichtes Modell dabei haben möchte.
Ich hatte sie mit im Urlaub und bin mit den Bildern sehr zufrieden. Allerdings kann mich die PowerShot A2500 nicht bei Innenaufnahmen mit Kunstlicht überzeugen. Im Automatikmodus sind die Bilder oft unscharf oder verwackelt und auch mit manuellen Einstellungen habe ich hier kein perfektes Ergebnis erzielt. Allerdings habe ich das bei einer Digitalkamera in dieser Preisklasse auch nicht erwartet.

POSITIV fällt auf:
- Ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen liefert die Canon PowerShot A2500 bei Aufnahmen im Außenbereich ein gutes Ergebnis. Gesichter von Personen werden erkannt, bei Bedarf auf Makro umgestellt und Lichtverhältnisse (Gegenlicht etc.) richtig eingeschätzt. Für jemanden der sich nicht mit manuellen Einstellungen beschäftigen möchte und auch für Kinder ist dies daher ideal.

NEGATIV fällt auf:
- Innenaufnahmen sind leider nicht immer gelungen und selbst bei gleichbleibenden Einstellungen fallen die Ergebnisse sehr unterschiedlich aus. Häufig erhielt das Bild eine farbliche Verfremdung oder einzelne Bilddetails wurden überbelichtet.

LIEFERUMFANG:
Der Lieferumfang umfasst die Kamera, den Akku, das Akkuladegerät und eine Handschlaufe. Ein vollständiges Handbuch kann nur heruntergeladen werden. Weder eine Speicherkarte, noch eine Schutzhülle oder ein USB Kabel liegen bei. Die Kamera mag auch nicht mit jedem Kabel kommunizieren. Ich habe dann aber zum Glück eins gefunden, das akzeptiert wurde.

OPTIK und HAPTIK:
Die Kamera liegt schön klein und leicht in der Hand. Das Gehäuse ist aus Kunststoff, wirkt aber wertig und gut verarbeitet. Lediglich das Akkufach ist etwas schwergängig zu öffnen. Die Bedienknöpfe habe eine gute Größe und sind weitestgehend selbsterklärend und mit eindeutigen Symbolen ausgestattet.

HD-MOVIE:
Die Qualität der Aufnahme ist zufriedenstellend. Positiv ist, dass auch im Filmmodus der Zoom funktioniert. Der Modus kann schnell und einfach angewählt werden.

DISPLAY:
Aufgrund der Größe der Kamera fällt das Display mit 2,7‘‘ relativ klein aus und spiegelt auch nicht immer die Qualität der Fotoaufnahmen wieder. Bei Sonnenlicht ist es nicht gut erkennbar.

AUTOMATIKMODUS:
Die Kamera schaltet selbstständig zwischen den verschiedenen Modi (z.B. Makro, Porträt und Innenaufnahme) um und wählt das ihrer Meinung nach passende aus.

LIVE-MODUS:
Ich habe erst tatsächlich gedacht, dass die PowerShot A2500 nur mit Automatikmodus fotografieren kann, da ich keinerlei Möglichkeiten für manuelle Einstellungen gefunden habe. Nachdem ich mich aber entschlossen hatte, doch einmal die vollständige Bedienungsanleitung herunterzuladen und zu lesen, habe ich darin die Erläuterungen für den Live-Modus gefunden. Hier kann z.B. Weißabgleich, ISO, Belichtung, Verschlusszeit und Fokusbereich eingestellt werden.

MOTIVPROGRAMME:
Es sind folgende Motivprogramme vorhanden:
Digital-IS
Porträt
Gesichts-Timer
Wenig Licht
Schnee
Feuerwerk
Langzeitbelichtung

SPEZIALEFFEKTE:
Die Kamera bietet einige Spezialeffekte, von denen die meisten eher eine Spielerei darstellen und eigentlich nur in Frage kommen wenn man Zeit zum Ausprobieren hat.
Folgendes steht zur Auswahl:
Postereffekt
Fischaugeneffekt
Miniatureffekt
Farbverstärkung
Spielzeugkameraeffekt
Monochrome Effekte

BILDBEARBEITUNG:
Einige Möglichkeiten der Bildbearbeitung bietet bereits die Kamera selber, z.B. Rote-Augen-Korrektur und Kontrast.

DATENÜBERTRAGUNG zum PC:
Die Kamera wird beim Anschluss über ein USB Kabel als Wechseldatenträger erkannt und Bilder können per Drag&Drop übertragen werden. Jedoch wurde bei mir nicht jedes USB Kabel akzeptiert. Es liegt leider keines bei, so dass nur ausprobieren bleibt.

FAZIT:
In dieser Preisklasse bietet die PowerShot A2500 ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Als alleinige Kamera für alle Situationen ist sie jedoch nicht geeignet. Für Bilder im Garten, auf einem Ausflug oder in allen Situationen in denen man keine teure Kamera dabei haben möchte ist sie jedoch gut geeignet.



So habe ich bewertet:


Und hier kann man die Kamera kaufen: Digitalkamera: Canon PowerShot A2500

Freitag, 19. Juli 2013

KW29/2013 - Die Leckereien der Woche - saftiger Zitronenkuchen

Bei den aktuellen warmen Temperaturen ist ein saftiger Zitronenkuchen genau das richtige. Ich habe daher als Leckerei der Woche ein Rezept für eine besonders leckere Variante für Euch.

Für einen Kuchen (Backblech, große Form oder Gugelhupf) braucht man folgende Zutaten:
350 g Butter oder Margarine
300 g Zucker
6 Eier
350 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
3 Zitronen
1 Päckchen Citro-Cest oder die Schale von 1-2 unbehandelten Zitronen
200 g Puderzucker

1.
Butter oder Margarine in eine große Schüssel geben. Mit dem Zucker zusammen aufschlagen.
Die Eier einzeln dazu geben und alles gut verrühren.

2.
Mehl und Backpulver vermischen. Zwei Zitronen auspressen.
Die Mehlmischung und den Zitronensaft abwechselnd in Portionen zum Teig geben. Anschließend die Zitronenschale hinzufügen und alles gut verrühren.

3.
Eine Backform ausfetten (ich habe eine Form mit ca. halber Backblechgröße genommen).
Den Teig hineingeben und gleichmäßig verstreichen.
 

4.
Den Kuchen bei ca. 170 ° C für 20 - 25 Minuten backen (auf dem Backblech: 15-20 Minuten, in der Gugelhupfform: 40-50 Minuten). Der Kuchen ist fertig, wenn an einem Holzstäbchen kein Teig mehr kleben bleibt.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen.

5.
Die dritte Zitrone auspressen und den Saft mit dem Puderzucker vermischen. Dabei erst nur wenig Saft hinzugeben, da eventuell nicht alles benötigt wird.
Dann mit einem Pinsel gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen.
Ich habe den Kuchen in 15 Stücke geschnitten, nachdem der Zuckerguss fest war.




Guten Appetit!

Der Gewinner der Buchverlosung aus KW28/2013 (Der letzte Single fängt den Mann)

Das Losschweinchen hat entschieden und der Gewinner der Buchverlosung der Woche zu "Der letzte Single fängt den Mann" von Gemma Burgess aus dem Blanvalet Verlag steht fest!

"Limes" hat sich durch alle Lose durchgeschnüffelt und fand dann ein so interessant, dass er es aus dem Topf gekickt hat.

12 Lose wurden von mir geschrieben.

Wanderten unter Aufsicht von "Limes" in den Lostopf.


Ein Los wurde ausgewählt.


Herzlichen Glückwunsch, TANJA!
Du bekommst eine E-Mail von mir wegen dem Buchversand.
:-)

Es geht auch bereits weiter mit der nächsten Buchverlosung:

Blick in die Angst

Donnerstag, 18. Juli 2013

KW29/2013 - Buchverlosung der Woche - Blick in die Angst von Chevy Stevens

Diese Woche gibt es bei mir wieder ein Buch zu gewinnen!

Ich verlose den Thriller "Blick in die Angst" von Chevy Stevens.



"DU DENKST, DU KANNST ALLEN ANDEREN HELFEN. DOCH DU HAST VERGESSEN, WAS MIT DIR SELBST GESCHEHEN IST.
Als die Psychotherapeutin Nadine eine junge Patientin behandelt, die aus einer Sekte geflüchtet ist, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen: Sie hat als Kind selbst in der »Fluss des Lebens«-Community gelebt. Was ist damals Furchtbares passiert? Und was hat die Sekte mit ihrer eigenen Tochter vor? Zu spät erkennt Nadine, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt …"


Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch. Das Porto für den Versand übernehme ich. Aus Kostengründen bitte ich um Verständnis, dass ich nur an Adressen in Deutschland versende!

Hinterlasst mir hier einen Kommentar oder schreibt eine E-Mail an: es.deh(at)gmx.de wenn ihr in den Lostopf möchtet.
Einsendeschluss ist jeweils Donnerstags um 20 Uhr. Der Gewinner wird am folgenden Freitag bekannt gegeben.


Viel Erfolg! :-)

Beth Revis: Godspeed 01 - Die Reise beginnt


Die 17jährige Amy lebt ein ganz normales Leben auf der Erde, als sich ihre Eltern entschließen sich einer Mission zur neu entdeckten Zentrauri-Erde anzuschließen und die 250 Jahre dauernde Reise im Kälteschlaf anzutreten. Es wird ihnen gestattet ihre Tochter mitzunehmen, auch wenn diese unwichtig für die Mission ist. Amy fällt die Entscheidung nicht leicht, ihr bisheriges Leben aufzugeben, doch ein Leben ohne ihre Eltern kann sie sich ebenfalls nicht vorstellen. Parallel reisen auf der „Godspeed“ Freiwillige mit, die sich auf die Besiedlung des Planeten vorbereiten und Experimente durchführen, die den Start auf der neuen Erde erleichtern sollen.
Viele Generationen später lebt der 16jährige Junior auf der Godspeed. Nach einer verheerenden Seuche haben sich die Gesellschaftsstrukturen stark verändert und Junior ist dazu vorbestimmt, der nächste Anführer seiner Generation zu werden. Doch als plötzlich Amys Kryo-Kammer abgeschaltet wird und sie ungeplant aus dem Kälteschlaf erwacht ist das empfindliche Gleichgewicht auf dem Schiff gestört und alles nimmt einen anderen Gang als es der Älteste vorgesehen hatte ...

Was "Godspeed - Die Reise beginnt" von Autorin Beth Revis für mich besonders interessant macht ist der Genremix. Wir haben hier Elemente von Science-Fiction, Dystopie, Jugendroman und sogar eines Kriminalromans. Mir persönlich hat das gefallen, aber eingefleischte Fans der einzelnen Genre wird das wahrscheinlich nicht so sehr überzeugen können.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Junior und Amy, wobei man Einblicke in die Gedanken und Gefühle beider Figuren erhält. Dieser Wechsel hat mir gut gefallen, obwohl die Kapitel dadurch manchmal etwas sehr kurz ausfallen und der Lesefluss vereinzelt unterbrochen wird. Leider sind die Beweggründe der anderen Figuren nicht immer so gut nachvollziehbar und hier hätte ich mir oft mehr Hintergründe zur Entwicklung der Figur gewünscht. So sind bei mir doch noch einige Fragezeichen übrig geblieben und die Nebenfiguren wirken dadurch nicht so gut entwickelt wie Junior und Amy.
Autorin Beth Revis kann hier mit einigen guten Ideen überzeugen die ich in dieser Kombination so noch nicht gelesen hatte. Es gab für mich überraschende Wendungen, auch wenn die Auflösung des Kriminalfalls nicht sonderlich spektakulär ausgefallen ist. Es ist auf jeden Fall noch Potenzial für die Fortsetzungen vorhanden, wobei der zweite Teil bereits unter dem Titel "Godspeed - Die Suche" erschienen ist. Der Abschluss "Godspeed - Die Ankunft" soll noch diesen Sommer folgen. Besonders gut gefallen hat mir hier noch, dass es eine Karte der "Godspeed" im Innenteil des Schutzumschlages gibt. Das hat bei der Orientierung sehr geholfen.
Empfehlen kann ich die Godspeed Reihe insbesondere an alle Leser ab. ca. 14 Jahren die gerne Bücher mit Genremix lesen und Dystopien/Sience-Fiction gegenüber besonders aufgeschlossen sind.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen:  Godspeed: Die Reise beginnt

Mittwoch, 17. Juli 2013

KW29/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Raisa Radchenko

Ich möchte Euch Euch gerne die Menschenrechtsaktivistin Raisa Radchenko (70 Jahre) und ihre Tochter Daryna Radchenko vorstellen.


UA-Platzhalter-weiß: © Amnesty International

Eine 70-jährige Menschenrechtsaktivistin ist gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Damit soll sie allem Anschein nach für ihr menschenrechtliches Engagement bestraft werden.
Raisa Radchenko ist Mitglied mehrerer Bürgerverbände in Zaporizhzhya (Saporischschja) in der Ukraine und setzt sich gegen die dortige Korruption und Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei ein. Sie unterstützt MitbürgerInnen, die versuchen ihre Rechte einzufordern. Anfang Juni reiste sie in die Hauptstadt Kiew, um der Generalstaatsanwaltschaft und der Präsidialverwaltung Petitionen von Menschen aus Zaporizhzhya zu übergeben. Zuvor hatte sie bereits eine Petition organisiert, die den Rücktritt des Bürgermeisters von Zaporizhzhya fordert.
Daryna Radchenko, die Tochter von Raisa Radchenko, berichtete Amnesty International, am 10. Juli seien zwei PolizeibeamtInnen und ein/e PsychiaterIn zu ihnen nach Hause gekommen und haben Raisa Radchenko darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie laut Gerichtsbeschluss stationär einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen werden solle. Bisher ist nichts über eine psychische Erkrankung bei ihr bekannt. Raisa Radchenko weigerte sich die Tür zu öffnen, da die PolizeibeamtInnen und der/die PsychiaterIn keine Dokumente vorlegen konnten, die den Gerichtsbeschluss bestätigten. Am 11. Juli begab sie sich mit ihrer Tochter und ihrem 5-jährigen Enkel zum Bezirksgericht Lenin, um nähere Informationen zu dem Vorfall zu erhalten. Daryna Radchenko berichtete, dass bis zu 30 PolizeibeamtInnen ihre Mutter umgehend festnahmen und auch sie und ihren Sohn festhielten. Daryna Radchenko trug dadurch Blutergüsse an den Armen davon. Am darauffolgenden Tag traf Daryna Radchenko den Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Zaporizhzhya. Er setzte sie darüber in Kenntnis, dass der Gerichtsbeschluss aufgrund der Aussage zweier Reinigungskräfte zustande gekommen sei, die in Raisa Radchenkos Wohnblock arbeiten und sie des unsozialen Verhaltens beschuldigt hätten. Erst daraufhin wurde Daryna Radchenko eine Kopie des Gerichtsbeschlusses vorgelegt, in dem eine stationäre psychiatrische Beurteilung angeordnet wird.
Am 13. Juli konnte Daryna Radchenko ihre Mutter kurze Zeit in der Psychiatrie sehen und stellte dabei fest, dass ihre Mutter bereits ohne einen Gerichtsbeschluss, der ihre psychiatrische Behandlung genehmigt, behandelt worden war. ÄrztInnen hatten ihr Aminazin, ein starkes Beruhigungsmittel, das oft zur Behandlung von Depressionen und Schizophrenie eingesetzt wird, verabreicht. Die Tochter bemerkte darüber hinaus Blutergüsse am Körper ihrer Mutter. Am 15. Juli ordnete ein Gericht die stationäre psychiatrische Behandlung von Raisa Radchenko an, da sie ein Verhalten aufweise, das "eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle".
Es gibt eine Urgent Action, die sich für die Freilassung von Raisa Radchenko einsetzt. 

Schreibt eine E-Mail an: emb_de(at)mfa.gov.ua, ukremb(at)ukrainische-botschaft.de

Betreff:
Frau Raisa Radchenko und Frau Daryna Radchenko

Text:

Mit der Bitte um Weiterleitung an:

GENERALSTAATSANWALT
Viktor Pshonka
Vul Riznitska 13/15
01601 Kyiv
UKRAINE

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

mit grosser Sorge habe ich von der psychiatrischen Behandlung Raisa Radchenkos erfahren und den mutmasslichen Misshandlungen durch PolizeibeamtInnen an ihr sowie an ihrer Tochter.

Ich moechte Sie nachdruecklich auffordern, Raisa Radchenko eine psychiatrische Untersuchung ausserhalb der Region Zaporizhzhya und im Beisein eines Psychiaters der Psychiatrischen Vereinigung der Ukraine zu ermoeglichen, um die Unparteilichkeit der Untersuchung zu gewaehrleisten. Raisa Radchenko darf keinerlei Behandlung unterzogen werden, solange Rechtsmittel gegen eine Zwangsbehandlung laufen.

Bitte leiten Sie zudem eine Untersuchung der mutmasslichen Misshandlung von Daryna Radchenko und Raisa Radchenko durch PolizeibeamtInnen ein.

Mit freundlichen Gruessen
(Dein Name)


Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty International Deutschland noch genauer zur Urgent Action informieren:

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.




"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 16. Juli 2013

Rebecca Lim: Mercy 01 - Gefangen


Mercy weiß nicht ob sie jemals einen eigenen Körper hatte oder einen eigenen Namen. Sie erinnert sich überhaupt nur an sehr wenig aus der Vergangenheit. Sie weiß, dass dies nicht ihr erster Gastkörper ist in dem sie nun erwacht ist und vermutlich soll sie hier eine Aufgabe erfüllen, bevor sie die Kontrolle wieder der Seele überlässt, die eigentlich diesen Körper bewohnt. Aber diesmal scheint es so, als sollte sie jemand anderem helfen, denn die Tochter ihrer Gastfamilie wurde vor Jahren gekidnapped und seitdem fehlt jede Spur von ihr. Ihr Bruder Ryan will nicht glauben das sie tot ist, aber mit dieser Meinung steht er alleine da - bis Mercy auftaucht.

"Gefangen" ist der erste Teil der Mercy Reihe von Autorin Rebecca Lim. Insgesamt sind vier Bände in der Reihe erschienen, die damit vermutlich auch ihren Abschluss gefunden hat.
Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive von Mercy, die hier auch als Erzählerin fungiert und sich dem Leser zunächst vorstellt. Das wirkt am Anfang ein wenig unbeholfen, da Mercy nicht so recht damit rausrücken will, was sie denn über sich und ihre Vergangenheit weiß. Der Erzählfluss wird mit fortschreitender Seitenzahl jedoch deutlich besser.
Inhaltlich fand ich "Gefangen" zwar interessant, aber ziemlich vorhersehbar und aufgrund dessen auch nicht sonderlich spannend. Auch Mercys Selbstfindung fand ich etwas enttäuschend, da dazu einfach zu wenige Geheimnisse gelüftet werden. Sicherlich wird dazu noch mehr in den Folgebänden Erwähnung finden, aber dennoch ist hier erst einmal das Gefühl da, keinen richtigen Abschluss nach Band 1 zu haben. Vermischt wird hier neben Spannung und Mystery auch Romantik und es gibt zwei potenzielle Traumtypen, wobei mir persönlich der eine von beiden unsympathisch war.
Schade für die Reihe finde ich, dass mir genau die Figuren am sympathischsten waren, die wahrscheinlich in den Folgebänden nicht mehr auftauchen werden. Trotzdem werde ich dem zweiten Band eine Chance geben und sehen in welche Richtung es nun für Mercy weiter geht.
Empfehlen kann ich "Mercy 01 - Gefangen" an alle Leser ab ca. 14 Jahren die paranormale Romantik mit einem Schuss Spannung mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Rebecca Lim: Mercy 01 - Gefangen

Montag, 15. Juli 2013

Kat Zhang: Twin Souls - Die Verbotene


In den Americas wird wie überall auf der Welt jeder Mensch mit zwei Zwillingsseelen geboren, die sich einen Körper teilen. Doch eines ist in den Americas anders, denn hier findet die rezessive Seelen Frieden und verschwindet noch in jungen Jahren. Von diesem Moment an bewohnt die dominante Seele alleine den Körper und es bleibt nur noch eine Erinnerung zurück an die geteilten Jahre. Addie Tamsyn ist 16 Jahre alt und ihre Akte wird immer einen Makel haben, dann sie hat viel später Frieden gefunden als üblich. Doch die Wahrheit ist, dass Eva niemals wirklich verschwunden ist. Sie lebt weiterhin im Körper von Addie, ohne die Möglichkeit zu haben die Kontrolle zu übernehmen und die Mädchen haben gelernt sich nicht anmerken zu lassen, dass sie ein Hybrid sind, diese verhasste und in den Americas gejagte Lebensform in der sich immer noch zwei Seelen einen Körper teilen. Alles verändert sich, als Addie und Eva andere Hybride kennenlernen und sie das in Frage stellen, was ihnen ihr Leben lang vermittelt wurde.

Ich dachte zunächst, dass es sich bei "Twin Souls - Die Verbotene" von Autorin Kat Zhang um eine weitere Dystopie handelt. Dem ist jedoch nicht so. Vielmehr handelt es sich hier um eine Art Fantasy die in einer Welt spielt, die der unseren sehr ähnlich ist, bis auf die Tatsache, dass sich hier zwei Seelen einen Körper teilen und den daraus entstandenen unterschiedlichen Entwicklungen in der Weltpolitik. Addie und Eva leben in den Americas, was geographisch dem Amerika entsprechen dürfte was wir kennen, jedoch nach außen hin abgeschottet ist und da schon eher an Nord-Korea erinnert.
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Eva, der rezessiven Seele in Addies Körper, die dazu verdammt ist zu beobachten ohne persönlich eingreifen zu können. Sie kann sich mit Addie unterhalten und diese Dialoge sind im Buch mit einer anderen Schriftart hervorgehoben. In diesem Punkt weist "Twin Soul - Die Verbotene" Parallelen zu "Seelen" von Stephenie Meyer auf, was für mich aber keine Rolle spielte, da die Bücher ansonsten sehr unterschiedlich sind.
Obwohl diese Zwillingsmädchen noch nicht einmal eigene Körper haben, ist es Autorin Kat Zhang gut gelungen ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten herauszustellen und insbesondere deren Gefühle und Empfindungen zu übertragen. Bei den anderen Figuren ist es mir nicht immer so gut gelungen Unterschiede zu erkennen und auch eine klare Charakterisierung fällt hier schwer. Insgesamt gesehen habe dieses Buch sehr gerne gelesen und im weiteren Verlauf wird die Handlung auch immer spannender. 
Da es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt, bin ich bereits gespannt wie die Geschichte fortgesetzt werden wird, denn Potenzial ist auf jeden Fall noch vorhanden.
Empfehlen kann ich "Twin Soul - Die Verbotene" an alle Leser ab ca. 14 Jahren die ungewöhnliche Geschichten mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Kat Zhang: Twin Souls - Die Verbotene

Sonntag, 14. Juli 2013

KW28/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Die Scanner von Robert M. Sonntag

Mein Buchtipp der Woche ist gleichzeitig fesselnd und erschreckend in der Intensität und Realitätsnähe die hier auf wenigen Seiten transportiert wird. Es heißt "Die Scanner" und als Autor ist Robert M. Sonntag angegeben.

Inhaltsangabe zu "Die Scanner":
„Die Scanner“ von Robert M. Sonntag ist ein Zukunfts-Thriller der aus der Perspektive des fiktiven Autors geschrieben ist. Handlungsort ist eine Großstadt im Jahr 2035.
Die Welt ist vernetzt, Freunde in der virtuellen Welt können über die „Mobril“ jede Sekunde mitverfolgen, Informationen sind im Lexi-Ultranetz gespeichert und alles Gedruckte wird für das Ultranetz eingescannt und anschließend verheizt. Rob arbeitet als Buchagent und ist immer auf der Suche nach Lesern, die bereit sind für Bargeld ihre Papierbündel herzugeben. Doch als er auf einer seiner Touren an einen alten Mann gerät der sich nicht von seinem Buch trennen möchte, ist dies der Anfang einer Kette von Ereignissen die Robs Welt auf den Kopf stellen.

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
Für jeden Bücherliebhaber ist „Die Scanner“ ein Zukunftsszenario wie es fast nicht schlimmer sein kann. Es gibt kaum noch gedruckte Bücher und neue Bücher geschrieben werden nicht mehr. Zwar gibt es für alle freie Informationen im Ultranetz, doch durch andere technische Entwicklungen ist das geschriebene Wort in den Hintergrund gerückt. Wissen ist Macht – und sich darauf zu verlassen, dass alles Wissen irgendwo gespeichert ist kann gefährlich sein. Die Technik ist nicht weiter unterstützend tätig, sondern kontrolliert den Menschen bis in die letzte Sekunde seines Lebens. Wer „Fahrenheit 451“ gelesen hat, dem wird die Grundthematik von „Die Scanner“ nicht fremd sein. Doch während das Buch von Ray Bradbury bereits in den 1960er Jahren geschrieben wurde und an manchen Stellen entsprechend antiquiert wirkt, hat Robert M. Sonntag (dabei handelt es sich um ein Pseudonym) die Handlung in ein nach dem heutigen Stand realistisches Zukunftsszenario versetzt. In Zeiten von Google, Facebook und Co. nimmt die Datenvielfalt im Internet immer mehr zu. Das gedruckte Buch wird zunehmend von ebooks abgelöst und so mancher wird insgeheim von einer „Mobril“ statt einem Smartphone träumen. „Die Scanner“ kann einen hier ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen und auch ein wenig Angst davor machen, in welche Richtung die technische Entwicklung noch gehen mag. Dieses Buch ist daher nicht nur reine Unterhaltung, sondern auch ein wenig ein Weckruf. Auch wenn es mit 190 Seiten ein wenig knapp ausfällt, konnte mich der Autor mit seiner Welt, seinen Ideen und seinen Figuren überzeugen.
Empfehlen kann ich „Die Scanner“ an alle Leser ab ca. 12 Jahren die sich für das Thema Zukunftsvisionen und Gesellschaftskritik interessieren. Ich halte das Buch auch als Unterrichtslektüre ab Klasse 7 für geeignet.

Hier kann man das Buch kaufen:  Die Scanner von Robert M. Sonntag

Haartrockner: Udo Walz by Beurer SE1 800, Schwarz-Grün

Bei mir hat ein Haartrockner einiges auszuhalten, da ich sehr lange Haare habe und meinen Föhn täglich verwende.
Der von Udo Walz angepriesene Haartrockner soll nun besonders energiesparend sein und auch bei geringerer Wattzahl hohe Leistung bringen. Wer so oft wie ich den Haartrockner verwendet, für den ist die Energieersparnis natürlich ein nicht unwesentlicher Faktor.
Rein optisch gefällt mir der Udo Walz by Beurer SE1 800 schon mal sehr gut, denn die Kombination schwarz mit grün ist doch etwas ungewöhnlicher. Auch die Grundfunktionen mit separatem Wärme- und Gebläseschalter, sowie der Kaltlufttaste können mich überzeugen.
Die Größe empfinde ich als genau richtig, da auch mit kurzen Armen ein guter Abstand erreicht werden kann und das Gerät nicht zu schwer ist. Der Filter, der verhindert das Haar eingesaugt werden, lässt sich leicht aufklappen und reinigen.
Man könnte also eigentlich sagen, dass dies der perfekte Haartrockner für mich ist. Nun kommen wir jedoch zum großen ABER. Ich habe noch nie einen Föhn erlebt, der meine (glatten) Haare so durcheinanderwirbelt das ich danach nur noch unter großem Haarverlust mit der Bürste durch komme. Ich weiß nicht, was dieser Haartrockner anders macht als andere, aber Tatsache ist, dass ich meine Haare damit nicht wie gewohnt föhnen kann, selbst nicht auf der niedrigeren Gebläsestufe. Bei meinen sehr langen Haaren bleibt mir daher nur die Möglichkeit die Haare mit einer Hand in der Mitte zusammenzufassen und dann erst oberhalb zu föhnen und dann zu wechseln und unterhalb meiner Hand zu föhnen, das dann sowohl links als auch rechts. Das ist auf Dauer einfach nicht durchführbar und ich trauere schon richtig meinem bisherigen 1800 Watt Föhn hinterher, der aber leider nach vier Jahren defekt ist. Ich kann mir dieses Phänomen nur damit erklären, dass dieser Föhn ein wirklich sehr starkes Gebläse hat, das die fehlende Wärme ausgleichen soll. Bei kurzen bis mittellangen Haaren stellt das sicherlich auch kein Problem dar, aber bei mir ist das praktisch ein k.o. Kriterium.
Ein weiterer negativ Punkt ist die Aufhängeöse, die man wirklich nicht als solche bezeichnen kann. Da passt gerade mal ein Nagelkopf durch, aber bestimmt kein Haken. Es bleibt daher nur die unschöne Lösung ein Band durchzufädeln und den Haartrockner dann daran aufzuhängen.

Nun noch mal zusammenfassend:
Positiv:
- energiesparsam mit 1400 Watt
- nettes Design
- gute Größe und Gewicht

Neutral:
- Preis
- Lautstärke ist nicht sehr leise, aber ok
- hat 3 Heizstufen, 2 Gebläsestufen, Kaltlufttaste

Negativ:
- verwirbelt lange Haare sehr stark und verknotet sie
- ist auch in der höchsten Heizstufe nur lauwarm
- Aufhängeöse ist zu klein

Ich kann daher eine bedingte Empfehlung für den Udo Walz by Beurer SE1 800 aussprechen. 


So habe ich bewertet:





Und hier kann man das Gerät kaufen: Haartrockner: Udo Walz by Beurer SE1 800, Schwarz-Grün