Samstag, 19. Januar 2013

James Dashner: Die Auserwählten 02 - In der Brandwüste

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Nach den Ereignissen "Im Labyrinth" sind noch 20 Lichter am Leben. Doch sie wissen immer noch nicht, was der Sinn und Zweck ihres Aufenthaltes auf der Lichtung war und was nun folgt. Aber schon nach kurzer Zeit ist klar, dass das Schlimmste noch nicht vorbei ist. Eine neue Aufgabe wartet auf sie und diesmal haben sie noch zwei weitere Gegner: die Zeit und Gruppe B. Thomas wird vor eine besonders harte Prüfung gestellt, als Theresa von den Jungen getrennt wird. Nun zählt wieder nur das bloße Überleben. Aber um welchen Preis?

"In der Brandwüste" ist die Fortsetzung der Trilogie von Autor James Dashner, die mit "Im Labyrinth" ihren Anfang nahm.
Schon der erste Band hat mir sehr gut gefallen, aber die Fortsetzung ist für mich noch stärker. Ohne Pause geht es dort weiter, wo die Ereignisse zuvor endeten. Thomas und die anderen Lichter finden sich nach ihrer vermeintlichen Rettung wieder unter Kontrolle von ANGST wieder und erneut gibt es niemanden, der ihre vielen Fragen beantworten würde. Nach und nach dringen mehr Erinnerungsfetzen bei Thomas durch und bilden Bruchstücke des großen Planes der über allem zu schweben scheint: Die Rettung der gesamten Menschheit. Das Erzähltempo ist rasant und dem Leser bleibt daher kaum die Möglichkeit das Gelesene zu verarbeiten. Der Fokus liegt hier ganz klar bei Thomas, über die Nebenfiguren erfährt man daher nicht allzu viel. Das Thema Vertrauen spielt eine große Rolle in "In der Brandwüste", ebenso die Frage inwieweit das Schicksal eines Einzelnen über das Wohl der Gesellschaft gestellt werden darf, oder ob es dafür nicht jedes Opfer wert ist. Ich fand es gut, dass nun die Gesamtkonstruktion sehr viel klarer ist, als noch im ersten Band und der Leser nicht mehr ganz im Ungewissen ist. Dennoch gibt es noch genug offene Fragen um Lust auf die Fortsetzung zu machen und sich damit zu beschäftigen, ob man mit diesem Versuchsaufbau, wirklich eine Lösung zu Problemen globaler Größe finden kann.
Aber eines ist schnell klar, hier sind die Fronten noch lange nicht geklärt. 
Wer wirklich zu den "Guten" oder "Bösen" gehört oder ob es hier überhaupt eine klare Unterteilung gibt, wird wohl erst Band drei bringen, der im Mai 2013 auf deutsch erscheinen soll. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf die Aufklärung und kann bis dahin die ersten beiden Bände an alle Leser spannender Dystopien ab ca. 14 Jahren empfehlen. Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Buchreihen halte ich "Die Auserwählten" auch für männliche Leser gut geeignet.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das Buch kaufen: James Dashner: Die Auserwählten 02 - In der Brandwüste

Weitere Informationen zu Reihe und dem Verlag gibt es bei Chicken House.

Freitag, 18. Januar 2013

KW 03/2013 - Die Leckereien der Woche - Erdnussbutter-Snickers-Kekse

Heute gibt es von mir ein Rezept für süchtig machende Erdnussbutter-Snickers-Kekse.

Für ca. 25 Stück benötigt man:
125 g weiche Butter oder Margarine
150 g Erdnussbutter
150 g Snickersriegel
120 g Zucker
1 Ei
150 g Mehl
1/2 Teelöffel Backpulver
1 Prise Salz


1.

Die Snickersriegel in kleine Stückchen schneiden. Am besten vorher in den Kühlschrank stellen.
 

2.
Butter und Erdnussbutter verrühren. Langsam den Zucker dazu geben. Das Ei verquirlen und unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz mischen. Dann mit einem Löffel oder Teigschaber unterheben. Zum Schluss die kleingewürfelten Snickers unterheben.

3.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

4. 
Etwa eßlöffelgroße Kugeln vom Teig abstechen leicht rollen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech oder Rost flach drücken.
 
5.
Bei ca. 190° C für 12 - 15 Minuten backen bis sie schön gebräunt sind.

6.
Die Kekse auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


Guten Appetit!

Alexandra Pilz: Zurück nach Hollyhill

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Die Eltern der 17jährigen Emily sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als sie vier Jahre alt war. Seitdem lebt sie bei ihrer Großmutter väterlicherseits in München. Am Abend ihrer letzten Abiturprüfung überreicht die Großmutter Emily einen Brief, den ihre verstorbene Mutter bereits vor Emilys Geburt geschrieben hat mit dem Hinweis ihn Emily am Tag ihres Schulabschlusses zu geben. In diesem Brief erfährt Emily, dass ihre Mutter Esther aus dem kleinen Dorf Hollyhill im Dartmoor in England stammt. Sie bittet Emily dieses Dorf aufzusuchen, dort würde sie mehr erfahren. Neben diesem Brief wurde Emily auch ein geheimnisvolles Armband vererbt.
Emily berät sich mit ihrer besten Freundin Fee und beschließt, schon in wenigen Tagen nach England zu fliegen. Aber das Dorf Hollyhill zu finden ist gar nicht so einfach. Es ist auf keiner Karte verzeichnet und auch im Moor scheint es niemand zu kennen. Doch im strömenden Regen wird Emily von einem jungen Mann im Moor aufgelesen und er kennt tatsächlich Hollyhill. Erst mal dort angekommen, wird aber alles noch viel merkwürdiger ...

"Zurück nach Hollyhill" lässt sich extrem gut lesen. Es ist interessant, mit tollen Handlungsorten, sympathischen Figuren und einer spannenden Handlung. Inhaltlich ist es eine Mischung aus Fantasy, Jugendbuch und Spannungsroman.
Die Ideen von Autorin Alexandra Pilz waren zum Teil neu für mich und zu einer stimmigen Geschichte zusammengesetzt.
Als nicht mehr jugendliche Leserin fühlte ich mich gut unterhalten und konnte feststellen, dass die Autorin doch auch einige meiner Interessen teilt. Die Anspielungen auf die Werke von Jane Austen und den Brontë Schwestern fand ich sehr interessant.
Natürlich gibt es hier auch eine kleine Liebesgeschichte, die jedoch in Anbetracht dessen, dass die Handlung sich lediglich über ca. eine Woche erstreckt nicht zu ausufernd ist. Ich konnte gut mit den Figuren mitfühlen und einige Episoden fand ich sehr bewegend. Ich hatte nicht erwartet, dass hier auch noch ein Kriminalfall eingebunden wird, fand das aber sehr gelungen. Es ist sicherlich noch viel Potenzial für eventuelle Fortsetzungen vorhanden, die ich sehr gerne lesen werde. Es ist ziemlich offensichtlich, dass es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt, da das Buch zwar in sich abgeschlossen ist, das Ende aber so gestaltet ist, dass ein zweiter Band nahtlos darin übergehen würde.
Insgesamt gesehen hat "Zurück nach Hollyhill" alles für mich, was ein gutes Jugendbuch für Leser ab ca. 14 Jahren ausmacht. Empfehlen kann ich es daher allen, die fantastische und spannende Bücher mögen.

So habe ich bewertet:


Und hier lässt sich das Buch kaufen: Alexandra Pilz: Zurück nach Hollyhill

Donnerstag, 17. Januar 2013

Andrea Bielfeldt: Nilamrut 01 - Im Bann der Ringe

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Die 17jährige Catherine lebt nach dem Tod ihrer Eltern und Großmutter bei ihrer Patentante in der kleinen Stadt Eastport/Maine. Seit einigen Wochen wird sie von merkwürdigen Träumen heimgesucht, in denen ein geheimnisvoller Junge immer wieder auftaucht. Die Träume werden immer realer, so dass Catherine schließlich sogar mit körperlichen Spuren aus den Träumen erwacht. Noch merkwürdiger wird es, als ein neuer Junge an der Schule auftaucht und sich als Catherines Traumgespinst herausstellt. Catherine ist Ric nie zuvor begegnet, wie kann er also in ihren Träumen erscheinen? Und dann fängt auch noch dieser Ring, den sie von ihrer Großmutter geerbt hat an zu spinnen, wenn Ric in der Nähe ist ...

"Nilamrut 01 - Im Bann der Ringe" von Autorin Andrea Bielfeldt ist der erste Band einer Trilogie. Ich habe das Buch als e-book gelesen, es gibt aber auch eine Printausgabe.
Inhaltlich hat mich "Im Bann der Ringe" positiv überrascht. Auch ohne einen großen Verlag hinter sich zu haben, hat es die Autorin geschafft eine gute Idee ansprechend umzusetzen. Die Geschichte konnte mich von Beginn an in ihren Bann ziehen und zwischendurch überraschen. Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Fantasygeschichten spielen Fabelwesen hier keine Rolle, sehr wohl aber magische Elemente, Visionen und Übersinnliches. Die Mischung empfand ich als sehr ausgewogen. Integriert ist dies in einen typischen Highschool-Roman, mit Liebeleien, Schulproblemen, Freundschaft und Alltagssorgen.
Die meisten Figuren waren mir sehr sympathisch, nur Catherine ist für meinen Geschmack ein wenig zu extrem in ihren Reaktionen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass nicht nur Cat im Mittelpunkt steht.
Die Neugier des Lesers wird immer wieder neu geweckt und mit einem Cliffhanger ganz zum Schluss noch die Ungeduld auf die Fortsetzung verstärkt. Das Ende ist nicht ganz offen, aber doch klar auf den zweiten Band ausgelegt. Viele Fragen sind noch nicht geklärt und werden hoffentlich in der Fortsetzung Thema sein.
Empfehlen kann ich "Im Bann der Ringe" an alle Leser ab ca. 13 Jahren, die gerne Fantasygeschichten lesen und Highschool-Romane mögen.

So habe ich bewertet:



Und hier kann man das e-book kaufen: Andrea Bielfeldt: Nilamrut 01 - Im Bann der Ringe
Die Printausgabe ist zur Zeit nicht erhältlich, soll aber demnächst wieder verfügbar sein.

Mittwoch, 16. Januar 2013

KW 03/2013 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Mohammad Sadiq Kabudvand

Ich möchte Euch Mohammad Sadiq Kabudvand, einen kurdischen Journalist und Menschenrechtler vorstellen.

Mohammad Sadiq Kabudvand


Der kurdische Journalist und Menschenrechtler Mohammad Sadiq Kabudvand setzt sich seit vielen Jahren für Menschenrechte im Iran ein, insbesondere für die Rechte der kurdischen Minderheit. Er war Herausgeber der Wochenzeitung „Stimme des kurdischen Volkes“, bis sie 2004 von der Regierung wegen der angeblichen „Verbreitung separatistischer Ideen und Falschinformationen“ verboten wurde. 2005 gründete er die „Menschenrechtsorganisation von Kurdistan“, die von den Behörden bis heute nicht offiziell anerkannt wurde.
 
Am 1. Juni 2007 wurde Mohammad Sadiq Kabudvand festgenommen und hat seitdem die überwiegende Zeit im Evin-Gefängnis verbracht. Derzeit verbüßt er seine zehnjährige Haftstrafe, zu der er wegen der Gründung der Organisation HROK verurteilt wurde. Zudem wurde ihm 2005 ein sechsmonatiger Freiheitsentzug auferlegt, als ihm "das Veröffentlichen von Lügen mit der Absicht zur Stiftung öffentlicher Beunruhigung" und "die Erzeugung von Uneinigkeit zwischen und unter sozialen Gruppen der Gesellschaft durch die Thematisierung ethnischer und rassischer Fragen" zur Last gelegt wurde.  Außerdem erhielt er fünf Jahre Berufsverbot als Journalist. Kabudvand leidet unter den katastrophalen Haftbedingungen und Schikanen.
 
Am 26. Mai 2012 trat Mohammad Kabudvand zudem in einen 59-tägigen Hungerstreik. Er protestierte damit gegen die Verweigerung der Behörden, ihm Hafturlaub für den Besuch seines kranken Sohnes zu gewähren. Seit Kabudvand von der Krankheit seines Sohnes erfahren hat, wurde ihm nur ein Mal im Februar 2012 ein kurzer Besuch im Krankenhaus gestattet. Dabei sind Familienbesuche dieser Art laut der Gefängnisordnung erlaubt und werden üblicherweise genehmigt. Amnesty International nimmt an, dass die Behörden ihn auf diese Weise dafür bestrafen wollen, dass er aus dem Gefängnis heraus mit offenen Briefen an die Behörden an seiner politischen Arbeit festhält. Am 24. Juli beendete Kabudvand seinen Hungerstreik, da Mitarbeiter des Evin-Gefängnis ihm Ausgang zugesichert hatten.
 
Durch die Nahrungsverweigerung hat sich der Gesundheitszustand von Mohammad Kabudvand deutlich verschlechtert. Am 20.Juli wurde er in die Krankenabteilung des Evin-Gefängnis und anschließend wegen starker Nierenschmerzen in das Modarres-Krankenhaus in Teheran verlegt. Noch am selben Tag entlies man ihn und brachte ihn zurück ins Gefängnis, obwohl er weiterhin an einer Niereninfektion, körperlicher Schwäche, sehr niedrigen Blutzuckerwerten und Gewichtsverlust leidet.

Es gibt eine Online-Petition, die sich für die Freiheit von Mohammad Sadiq Kabudvand einsetzt.

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty Deutschland daran beteiligen:
Freiheit für Mohammad Sadiq Kabudvand!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.


"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)

Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

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Alexander von Humboldt war einer der größten Entdecker und Wissenschaftler seiner Zeit. Carl Friedrich Gauß ist als genialer Mathematiker, Astrologe und Forscher bekannt.
"Die Vermessung der Welt" begleitet beide Karrieren von Kindheit an, berichtet von den Begegnungen der beiden Herren und ihrem Leben bis ins hohe Alter.

Ich habe "Die Vermessung der Welt" von Autor Daniel Kehlmann als Hörbuch gehört. Gesprochen wird es von Ulrich Matthes, der seine Aufgabe solide erfüllt. Ich habe lange damit gewartet, bis ich mich schließlich mit diesem Buch befasst habe. Wenn ein Buch so lange in den Bestsellerlisten ist und so viel Lob erfährt, dann steigt auch die Erwartungshaltung an dieses Buch. Ich habe dabei schon häufiger die Erfahrung gemacht, dass mich hochgelobte Bücher nicht so überzeugen können, wie dies anscheinend bei einer breiten Leserschaft der Fall war.
Meiner Meinung nach ist "Die Vermessung der Welt" eine Mischung aus Biographie und Gesellschaftsroman. Der Autor blickt kritisch auf die damalige Zeit, zeigt Missstände und Klassenunterschiede auf und zeigt, welche Hürden so manchem genialen Kopf in den Weg gelegt wurden. Humboldt und Gauß werden hier parallel begleitet, wobei zu Anfang insbesondere die Unterschiede in der Herkunft eine Rolle spielen und sich die Werdegänge im Laufe der Handlung immer mehr annähern. Beide Männer sind sehr interessante Persönlichkeiten, die ein bewegtes Leben hatten und dies fand ich gerade im Vergleich schön anzuhören. Was mir jedoch nicht sonderlich gut gefallen hat ist die inflationäre Verwendung des Konjunktivs durch den Autor. Einerseits wirkt die Erzählung dadurch sehr zeitgemäß, aber andererseits empfand ich das im Verlauf des Hörbuchs als sehr anstrengend. Obwohl dies natürlich kein Spannungsroman ist, fand ich die Handlung teilweise durchaus fesselnd. Inhaltlich ähnlich, durch die Forschungsreisen von Humboldt, ist meiner Meinung nach das Hörbuch "Reise um die Welt" von Charles Darwin, wobei mir das jedoch etwas besser gefallen hat.
Empfehlen kann ich "Die Vermessung der Welt" insbesondere an Leser, die Biographien schätzen und der "alten" Sprache viel abgewinnen können.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt

Dienstag, 15. Januar 2013

Trolley: Samsonite STARWHEELER SPINNER 68/25 in NAVY BLUE


Der Samsonite STARWHEELER SPINNER 68/25 in NAVY BLUE ist ein wirklich schöner Koffer und mit seiner Größe ideal für ca. einwöchige Urlaube.

OPTIK und VERARBEITUNG:
Die raue Oberfläche verhindert, dass Kratzer schnell sichtbar sind, jedoch hat dies auch den Nachteil, dass sich Schmutzpartikel sehr schnell in den Mininoppen verfangen. Versucht man diese dann zu entfernen, so ist es schnell passiert, dass statt einem Fleck eine Beschädigung am Material zu sehen ist. Es stimmt daher, dass lange Kratzer nicht so leicht passieren, man dafür aber bei punktuellen Beschädigungen aufpassen muss, da diese dafür sehr viel deutlicher zu sehen sind.
Der Trolley ist aus Polycarbonat gefertigt und daher mit 3,8 kg relativ leicht. Es ist zwar kein typischer Hartschalenkoffer, da das Material nicht ganz starr ist, aber von Form und Handhabung her doch damit vergleichbar.
Die Handgriffe (oben und an der Seite) sind sehr gut anzufassen und geben bei Belastung leicht nach. Sie wirken robust und langlebig. Gleiches gilt für das herausziehbare Gestänge, das einen sehr stabilen Eindruck macht.
Bedenken habe ich bei den Rollen, die doch recht klein ausgefallen sind. Näheres folgt unter HANDHABUNG.


AUFTEILUNG und PACKEN:
Der Koffer wird durch den äußeren Reißverschluss in zwei Hälften unterteilt. Das hat den Nachteil, dass man eine relativ große Ablagefläche zum ein- und auspacken benötigt (die doppelte Koffergröße).
Die rechte Kofferhälfte (Unterseite) wird zum größten Teil vom Gestänge belegt, so dass hier nur wenig Stauraum bleibt. Für Kleinteile gibt es eine Innentasche mit Reißverschluss und für Kleidung einen Kreuzspanngurt.
Die linke Kofferhälfte (Oberseite) bietet den meisten Stauraum und ist durch ein Netz abgetrennt, das mit Reißverschluss bedient wird. Da hier auch das größte Gewicht an Kofferinhalt verstaut wird, ist es ein wenig mühselig diese Kofferhälfte auf die andere zu hieven um den Koffer zu verschließen. Das Trennnetz hält die Belastung jedoch gut aus.
Ich hätte es bevorzugt, wenn die obere Hälfte kleiner wäre als die untere, da dann diese Handhabung leichter wäre, aber das ist sicherlich auch Geschmackssache.


HANDHABUNG:
Im leeren Zustand ist der Koffer extrem leichtgängig und durch die in alle Richtungen beweglichen Rollen gut zu manövrieren.
Ist der Koffer voll beladen, so lässt er sich auf glattem Untergrund und allen vier Rollen immer noch sehr gut bewegen.
Nun ist es jedoch so, dass dieser Koffer für mich die ideale Größe für Städtereisen hat, was bei mir bedeutet, dass mit dem Koffer noch längere Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auf Straßen und Bürgersteigen zurückgelegt werden müssen. Hierfür gibt es die Möglichkeit den Koffer wie einen üblichen Trolley auf zwei Rollen hinter sich herzuziehen. Ist der Koffer jedoch voll beladen, so bewegen sich die beiden belasteten Rollen recht schwergängig und wirken auch nicht sonderlich vertrauenserweckend. Ich habe daher Bedenken wie viele Urlaube der Koffer auf diese Art und Weise überstehen wird. Dadurch dass die Rollen so klein sind, ist ein Vorankommen auf Schotter oder ähnlichem auch geradezu unmöglich.
Für Reisende, deren Fortbewegung mit dem Koffer hauptsächlich auf dem Flughafen und ansonsten mit dem PKW etc. stattfindet, dürfte das aber keine Rolle spielen und der Koffer in der Handhabung ideal sein.


SONSTIGES:
Der STARWHEELER SPINNER ist mit einem Zahlenschloss ausgestattet. Das TSA Schlüsselloch dient lediglich für Reisen in die USA, wo der Zoll mit einem speziellen Schlüssel den Koffer öffnen kann. Ein Schlüssel liegt daher nicht bei.
Leider gibt es am Koffer kein verborgenes Namensschild etc., so dass hier ein separater Kofferanhänger benötigt wird.


Insgesamt gesehen macht der STARWHEELER SPINNER von Samsonite einen wertigen Eindruck, ist jedoch für Wege außerhalb des Flughafens nur bedingt geeignet und von seiner Aufteilung her für mich nicht ideal.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man den Trolley kaufen: Samsonite STARWHEELER SPINNER 68/25 in NAVY BLUE

Montag, 14. Januar 2013

Lauren Oliver: Pandemonium


Nach dem Zwischenfall am großen Zaun ist Lena nun auf sich alleine gestellt in der Wildnis. Krank und erschöpft wird sie schließlich von einer Gruppe Widerständler gefunden und schließt sich ihnen an. Lena bekommt die Aufgabe übertragen unter einer falschen Identität in New York Informationen über die VDFA (Vereinigung für ein Deliria freies Amerika) zu sammeln. Doch Lena gerät nun selber in Gefahr und muss sich neuen Herausforderungen stellen.

"Pandemonium" ist die Fortsetzung von "Delirium" und Teil der Amor-Trilogie von Autorin Lauren Oliver. Im Mittelpunkt stehen nun die Widerstandsbewegung und die Entbehrungen in der Wildnis. Lena muss sich vielen neuen Aufgaben stellen und sich an ein Leben gewöhnen, das so gar nichts mit ihrer Vergangenheit in Portland zu tun hat. "Pandemonium" ist hierbei sehr viel actionreicher und mehr Abenteuer als noch der Vorgänger. Der Spannungsbogen wird gut gehalten und die Neugier dadurch geweckt, dass hier in zwei Zeitsträngen erzählt wird. Im ersten Zeitstrang wird von dem Moment an weitererzählt, an dem „Delirium“ aufhörte und Lena sich in der Wildnis wieder findet. Abwechselnd folgen dann Kapitel, die ca. sechs Monate später aufsetzen und bereits in New York spielen.
Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber in diesem Band gibt es leider eine Entwicklung in der Liebesgeschichte, die mir nicht ganz so gut gefallen hat. Zudem ist die Unterscheidung zu anderen Dystopien in der Fortsetzung nicht mehr ganz so groß wie zu Beginn der Reihe als die Ideen von Autorin Lauren Oliver sehr neu waren.
Insgesamt hat mir jedoch auch diese Fortsetzung sehr gut gefallen und ich habe gerne mehr von Lena gelesen und die neuen Figuren kennengelernt.
Ebenso wie der erste Band endet das Buch mit einem Cliffhanger, was ich persönlich nicht so mag. Das dritte Buch der Reihe wird unter dem Namen "Requiem" im März 2013 auf Englisch erscheinen. Ich hoffe, dass es dann nicht allzu lange dauert, bis die deutsche Übersetzung folgt.
Empfehlen kann ich "Pandemonium" an alle Leser, die auch "Delirium" gelesen haben. Wer die Reihe bisher noch nicht kennt, aber gerne Dystopien liest, dem rate ich auf jeden Fall mit "Delirium" zu beginnen. Diesen zweiten Band würde ich erst ab ca. 15 Jahren empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Lauren Oliver: Pandemonium

Sonntag, 13. Januar 2013

KW 02/2013 - Mein Buchtipp der Woche - Zurück nach Hollyhill von Alexandra Pilz

Heute möchte ich Euch eine Neuerscheinung vorstellen, die im Moment noch nicht erschienen ist, aber mich ziemlich beeindruckt hat.

Das Buch heißt "Zurück nach Hollyhill" und ist das Debüt der deutschen Autorin Alexandra Pilz.

Erschienen ist es in der Rubrik Heyne fliegt des Heyne Verlages.
Eine Leseprobe gibt es schon jetzt auf der Seite des Verlages.

Optisch sticht es durch das zitronengelbe Cover ziemlich hervor. Es wirkt dadurch jedoch jugendlich-frisch und die Farbe ist auch nicht ganz ohne Zusammenhang zum Inhalt gewählt.
Offensichtlich handelt es sich hier um den ersten Band einer Reihe, wobei das Buch aber in sich abgeschlossen ist. Ich habe daher nur Bedenken, wie dann wohl die Folgebände aussehen werden im Bücherregal, denn mit Zitronengelb beißt sich fast alles.



Worum geht es in "Zurück nach Hollyhill"?
Die Eltern der 17jährigen Emily sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen, als sie vier Jahre alt war. Seitdem lebt sie bei ihrer Großmutter väterlicherseits in München. Am Abend ihrer letzten Abiturprüfung überreicht die Großmutter Emily einen Brief, den ihre verstorbene Mutter bereits vor Emilys Geburt geschrieben hat mit dem Hinweis ihn Emily am Tag ihres Schulabschlusses zu geben. In diesem Brief erfährt Emily, dass ihre Mutter Esther aus dem kleinen Dorf Hollyhill im Dartmoor in England stammt. Sie bittet Emily dieses Dorf aufzusuchen, dort würde sie mehr erfahren. Neben diesem Brief wurde Emily auch ein geheimnisvolles Armband vererbt.
Emily berät sich mit ihrer besten Freundin Fee und beschließt, schon in wenigen Tagen nach England zu fliegen. Aber das Dorf Hollyhill zu finden ist gar nicht so einfach. Es ist auf keiner Karte verzeichnet und auch im Moor scheint es niemand zu kennen. Doch im strömenden Regen wird Emily von einem jungen Mann im Moor aufgelesen und er kennt tatsächlich Hollyhill. Erst mal dort angekommen, wird aber alles noch viel merkwürdiger ...

Warum ich dieses Buch empfehlen kann:
"Zurück nach Hollyhill" lässt sich extrem gut lesen. Es ist interessant, mit tollen Handlungsorten, sympathischen Figuren und einer spannenden Handlung. Inhaltlich ist es eine Mischung aus Fantasy, Jugendbuch und Spannungsroman.
Die Ideen von Autorin Alexandra Pilz waren zum Teil neu für mich und zu einer stimmigen Geschichte zusammengesetzt.
Als nicht mehr jugendliche Leserin fühlte ich mich gut unterhalten und konnte feststellen, dass die Autorin doch auch einige meiner Interessen teilt. Die Anspielungen auf die Werke von Jane Austen und den Brontë Schwestern fand ich sehr interessant.
Natürlich gibt es hier auch eine kleine Liebesgeschichte, die jedoch in Anbetracht dessen, dass die Handlung sich lediglich über ca. eine Woche erstreckt nicht zu ausufernd ist. Ich konnte gut mit den Figuren mitfühlen und einige Episoden fand ich sehr bewegend. Ich hatte nicht erwartet, dass hier auch noch ein Kriminalfall eingebunden wird, fand das aber sehr gelungen. Es ist sicherlich noch viel Potenzial für eventuelle Fortsetzungen vorhanden, die ich sehr gerne lesen werde.
Insgesamt gesehen hat "Zurück nach Hollyhill" daher alles für mich, was ein gutes Jugendbuch für Leser ab ca. 14 Jahren ausmacht.


Und hier kann man das Buch vorbestellen, bzw. ab dem 25.02.2013 kaufen: Alexandra Pilz: Zurück nach Hollyhill