Sonntag, 27. Januar 2013

Chris Pavone: Die Frau, die niemand kannte


Kate und Dexter Moore leben mit ihren beiden Kindern in Washington D.C.. Als Dexter ein lukratives Angebot erhält für einige Zeit in Luxemburg als Experte für Internetsicherheit einer Bank zu arbeiten, beschließt die Familie ihre Zelte in den USA abzubrechen und gemeinsam nach Luxemburg zu ziehen. Für Kate ist dies ein ganz besonderer Neubeginn, denn was ihr Mann nicht wusste ist, dass sie für die CIA gearbeitet hat und nun mehr als nur einen Bürojob hinter sich lässt. Das Leben in einem europäischen Kleinstaat bringt ganz neue Herausforderungen, aber Kate findet schnell Anschluss. Nicht gewöhnen kann sich Kate jedoch daran, dass Dexter nicht wie versprochen mehr Zeit für die Familie hat und sie weder weiß welchen Arbeitgeber er hat, noch womit und wo er seine Arbeitstage genau verbringt ...

"Die Frau, die niemand kannte" ist der Debütroman von Autor Chris Pavone. Er hat hier eigene Erfahrungen nach einem Auslandsaufenthalt in Luxemburg zu einem Kriminalroman/Thriller verarbeitet.
Geschrieben ist der Roman ist zwei Zeitebenen, zum einen in der Gegenwart und zum anderen in der Vergangenheit, wobei Kate Moore hier die Erzählerin ist. Solange innerhalb dieser Zeitebenen chronologisch vorgegangen wurde, fand ich diesen Stil auch sehr angenehm. Etwas verwirrend wurde es jedoch, als dann noch nachträglich Ereignisse dazwischen geschoben wurden und man doch sehr genau auf die Datums- und Uhrzeitanzeige achten musste.
Woran es meiner Meinung nach bei "Die Frau, die niemand kannte" mangelt, ist die Glaubwürdigkeit der Handlung. Zu Anfang und über große Strecken des Thrillers hinweg fühlte ich mich gut unterhalten und meine Neugier auf die Lösung war geweckt. Je mehr davon an die Oberfläche kam, desto unbefriedigender empfand ich dies jedoch. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Kontakte etc. einer ehemaligen CIA Agentin so arbeiten würden wie hier beschrieben. Mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen, um nicht zu viel der Handlung zu verraten. Aber gegen Ende wurde es für mich immer unglaubwürdiger, wie hier die Auflösung präsentiert wurde.
Unabhängig davon, kann "Die Frau, die niemand kannte" jedoch gut unterhalten und für ein Debüt ist das auch ganz sicher eine gute Leistung des Autors. Wem konstruierte Handlungen nichts ausmachen, dem kann ich diesen Thriller auch ganz sicher empfehlen.

So habe ich bewertet:






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