Samstag, 29. Dezember 2012

Marware UpSurge Mini-Lautsprecher


Ich habe lange Zeit im Büro keine Musik mehr gehört, weil der Radioempfang dort leider sehr schlecht ist.
Nun habe ich also den Marware UpSurge Mini-Lautsprecher zusammen mit meinem mp3-Player ausprobiert und ich bin begeistert!

LIEFERUMFANG:
Der Marware UpSurge Mini-Lautsprecher kam in einer Blisterverpackung an, was ich nicht so toll fand. Aber nach dem Einsatz einer Schere hatte ich ihn ohne Verletzungen befreit. Zum Lieferumfang gehört neben dem Lautsprecher selbst ein Mini-USB nach USB Kabel und ein 3,5 mm Audio-Kabel für die Kopfhörerbuchse.

OPTIK und HAPTIK:
Der große Vorteil des Marware gegenüber anderen Geräten ist für mich das verwendete Material. Er ist aus Metall und nicht Plastik wie die Produkte der Konkurrenz. Er hat dadurch einen sehr sicheren Stand und tanzt nicht wild auf der Tischplatte herum. Das wird noch verstärkt durch die an der Unterseite angebrachten Gumminoppen. Für einen verbesserten Klang kann man den Lautsprecher durch eine Drehbewegung in der Mitte vergrößern. Der Ton wird durch die Oberseite geleitet, an der ein typisches Lautsprechergitter aus Metall ist. Zum Anschalten gibt es an der Seite einen Schalter, der jedoch so klein ausgefallen ist, dass er fast mit dem Fingernagel bedient werden muss.
An der Vorderseite gibt es eine kleine LED, die im Betrieb grün leuchtet und beim Laden rot.
Das Gerät ist schön handlich und fasst sich gut an. Es gibt jedoch keine Möglichkeit die Kabel aufzuwickeln oder ähnliches.
Das Gewicht ist durch das verwendete Material relativ hoch (mit Anschlusskabel ca. 180 g) und daher für Reisen bedingt geeignet.

VERWENDUNG:
Ich habe bisher Erfahrung mit zwei anderen Mini-Lautsprechern (X-Mi X Mini II Capsule-Lautsprecher und eSecure - Schwarze Tragbare Mini xtreme Lautsprecher).
Vom Klang her bin ich eigentlich mit allen zufrieden, denn ich höre nur leise Musik und verwende den Mini Lautsprecher nicht dazu einen ganzen Raum oder ein Gartenfest zu beschallen.
Der Marware hat jedoch genug Power um auch durchaus eine Gartenparty zu schaffen. Ich bin richtig erstaunt, was in ihm steckt. Zu Hause bin ich noch nicht mal bis zur halben Lautstärke meines mp3-Players gegangen, dann hatte ich schon Sorge, dass mir die Nachbarn gleich vor der Tür stehen.
Er klingt weder blechern noch hohl und auch bei Hörbüchern war ich zufrieden. Ich möchte jedoch betonen, dass ich in dieser Hinsicht kein Experte bin und meine Ansprüche an die Klangqualität auch nicht sonderlich hoch sind.

AKKULAUFZEIT:
Von der Akkulaufzeit bin ich wirklich beeindruckt! Bei der sehr leisen Verwendung bei mir im Büro hält er locker 18 Stunden durch. Der Marware UpSurge kann sowohl über die Steckdose, als auch über USB geladen werden und braucht dafür keine zwei Stunden bis er wieder voll ist.


Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber doch noch. Ich hätte mir gewünscht, dass der Marware einen separaten Lautstärkeregler hat (das hat z.B. der X-Mi X Mini II), denn normalerweise steht mein mp3-Player auf voller Lautstärke, damit ich damit gut über das Autoradio hören kann ohne Rauschen zu haben. Ich muss dann fürs Büro erst mal von Stufe 40 auf 5 zurückgehen und das finde ich schon etwas lästig und hoffe immer ich vergesse es nicht und kippe dann die Kollegen mit der Beschallung von ihren Stühlen.

Ich verstehe gar nicht, warum der Marware UpSurge Mini-Lautsprecher nur als Kindle Zubehör geführt wird. Denn natürlich kann er für alle Audio Geräte verwendet werden, die über einen entsprechenden Kopfhöreranschluss verfügen. Sowohl in Verbindung mit meinem mp3-Player, meinem Tablet, als auch mit dem Smartphone gab es keinerlei Probleme.

Ich kann diesen Mini-Lautsprecher daher an alle empfehlen, die ein robustes Gerät suchen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man den Mini-Lautsprecher kaufen: Marware UpSurge Mini-Lautsprecher

Freitag, 28. Dezember 2012

KW 52/2012 - Die Leckereien der Woche - Nougat-Nuss-Brezeln

Heute gibt es von mir eine ganz schnelle Leckerei, die auch an Feiertagen mal eben zum Dessert oder zum Kaffee gebacken werden kann.

Nougat-Nuss-Brezeln
ergibt ca. 24 Stück

1 Packung fertiger Blätterteig (ideal ist der schon ausgerollte aus dem Kühl-Regal)
100 g Nougat
75 gehackte Nüsse nach Wahl
ca. 2 Eßlöffel brauner Zucker (es geht auch normaler Zucker)



1. Den Blätterteig auf Backpapier zu einem Rechteck ausrollen (ca. 36 x 22 cm) oder den fertig ausgerollten Blätterteig abrollen.
2. Die Nüsse (ich habe Cashew genommen) in der Pfanne rösten, dass Nougat leicht schmelzen (ca. 1 Minute in der Mikrowelle).

3. Den Teig mit dem Nougat bestreichen und die Nüsse darauf verteilen.

4.  Den Teig von der langen Seite her vorsichtig bis knapp vor die Mitte aufrollen. Dann die andere Seite zur Mitte hin aufrollen. Die beiden Rollten dort wo sie sich berühren mit etwas Wasser befeuchten und aneinander drücken. Dann das Backpapier von beiden Seiten darum schlagen und die dicke Rolle für einige Minuten in den Kühlschrank oder in das Gefrierfach legen.

5. Die Teigrolle mit einem scharfen Messer in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die Scheiben mit einem breiten Messer flach drücken und dann mit braunem Zucker bestreuen.


6. Bei 200° C ca. 10 - 12 Minuten backen und im Anschluss abkühlen lassen.





Für den extremen Schokogenuss können die Brezeln noch zur Hälfte in geschmolzene Schokolade getunkt werden. 


Wer es sich ganz einfach machen möchte, kann auch statt Nougat eine fertige Nuss-Nougat-Creme (Nutella) aus dem Glas nehmen.

Wenn die Brezeln auch am nächsten Tag noch knusprig sein sollen, dann nicht in eine Dose oder ähnliches packen, sondern über Nacht nur mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken.


Guten Appetit!

James Dashner: Die Auserwählten - Im Labyrinth


Als Thomas erwacht, weiß er nicht wo er sich befindet, oder wer er ist. Seine einzige persönliche Erinnerung ist sein Name. In einer Box wird er auf eine Lichtung gebracht, empfangen wird er von einer Gruppe Jungen. Auch dieses Jungen wissen nicht mehr über sich als ihre Namen. Sie leben gemeinsam auf der Lichtung, die von einem Labyrinth umgeben ist. Im Labyrinth gibt es unheimliche Kreaturen und die Jungen versuchen seit mehreren Jahren den Ausgang zu finden. Thomas lebt sich schnell ein, aber ohne seine Erinnerung wird wohl nie die Lösung entdeckt werden ...

Ich habe "Die Auserwählten - Im Labyrinth" als Hörbuch gehört. Gelesen wird das Buch von David Nathan, der mir als Sprecher sehr gut gefallen hat.
"Im Labyrinth" ist der erste Teil einer Trilogie. Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, da dies auch den Reiz mit ausmacht. Der Leser erfährt erst nach und nach warum sich die Jungen in dieser Situation befinden und dann ist auch klar, warum es hier noch eine Fortsetzung geben muss. Vom Genre her würde ich dies aber als Dystopie für jugendliche Leser bezeichnen.
Gefallen hat mir hier sehr die geheimnisvolle Atmosphäre, die Unwissenheit was es mit dem Labyrinth auf sich hat und warum die Jungen dort sind. Die Hauptfiguren sind mir sympathisch, die Nebenfiguren waren mir jedoch etwas zu blass. Man hat wenig über sie erfahren und einige Handlungen konnte ich mir aus den bekannten Informationen nicht immer erklären.
Die Geschichte ist jedoch sehr spannend und man brennt darauf die Geheimnisse aufzudecken. Schön fand ich hier auch, dass der Zusammenhalt und die Gemeinschaft eine Rolle spielen und gezeigt wird, dass man manchmal nur mit Hilfe anderer das Ziel erreichen kann.
Autor James Dashner hat einige sehr interessante Ideen und ich bin bereits gespannt, wie er die Geschichte weiterführen wird. Der zweite Band der Reihe heißt "Die Auserwählten - In der Brandwüste".
Aufgrund einiger ziemlich gewalttätiger Szenen würde ich "Im Labyrinth" erst ab 14 Jahren empfehlen und nicht wie vom Verlag angegeben bereits ab 12 Jahren.
Wer Dystopien mag und geheimnisvolle Abenteuergeschichten, dem wird sicherlich auch dieses Buch gefallen, allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass nach dem ersten Buch noch viele Fragen offen sind, die wohl erst im Verlauf der Reihe geklärt werden.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Hörbuch kaufen: James Dashner: Die Auserwählten - Im Labyrinth

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Samantha Young: Dublin Street


Jocelyn Butler ist 22 Jahre alt und auf sich alleine gestellt, seit vor acht Jahren ihre Familie bei einem Unfall in Virginia starb. Nach ihrem Schulabschluss zieht Joss nach Schottland, dem Herkunftsland ihrer Mutter, um dort zu studieren und zu vergessen. Als ihre Mitbewohnerin nach London umzieht, muss sich Jocelyn eine neue Wohnung suchen und lernt so Ellie kennen, die in einer traumhaften Wohnung in der Dublin Street in Edinburgh lebt. Joss zieht bei Ellie ein und freundet sich mit ihr an. Sehr überrascht ist Joss jedoch, als sie Ellies älteren Halbbruder Braden kennenlernt, denn dieser Mann geistert nach einem zufälligen Treffen schon länger durch ihre Gedanken. Aber Joss hat sich nach dem Verlust ihrer Familie geschworen, nie wieder jemanden nahe an sich heranzulassen ...

Eigentlich mag ich keine reinen Liebesromane. Von "Dublin Street" hatte ich jedoch eine Leseprobe gelesen und das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Da das Buch noch nicht als Printausgabe erschienen ist, habe ich es mir daher als e-book gekauft, denn ich wollte einfach nicht mehr so lange warten um zu erfahren wie es weiter geht.
Autorin Samantha Young hat hier Figuren geschaffen mit den ich mitleiden wollte und konnte, die mir sympathisch waren und von denen ich mehr erfahren wollte, mit denen ich mich gefreut habe und die mir real erschienen. "Dublin Street" ist kein fröhlicher Roman, auch wenn es hier einige unterhaltsame Szenen gibt. Es handelt von Verlust und Angst, Trauer und Selbstzweifeln, aber auch von Liebe und Vertrauen. Es gibt sehr viele erotische Szenen, die ich jedoch als nicht aufdringlich empfand und nicht zu übertrieben wie in einigen anderen Büchern die zurzeit die Verkaufslisten besiedeln. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es hier "zur Sache geht" und dieses Buch nicht kaufen, wenn man das nicht lesen mag.
Samantha Young hat es ausgezeichnet verstanden die Emotionen zu übertragen und mich mitten in das Geschehen zu ziehen. Natürlich ist die Handlung recht vorhersehbar und drückt ziemlich auf die Tränendrüse, aber ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gerne wollte ich endlich lesen, dass Jocelyn Glück erfährt. Geschrieben ist das Buch aus Joss Perspektive. Der Leser erfährt daher nicht unbedingt alles was Braden denkt und fühlt, aber das fand ich auch nicht notwendig für die Handlung. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist Joss Reflektion der Ereignisse in Gesprächen mit ihrer Therapeutin. Das ist eine gute Idee, die für mich einen interessanten Aspekt gebracht hat.
Sehr schön ist hier auch, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Ich mag Reihen, aber ich genieße es auch sehr, hier mal nicht auf den nächsten Band warten zu müssen.
Wer gerne erotische Liebesromane liest und schwermütige Geschichten mag, der sollte "Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht" unbedingt lesen, aufgrund einiger Szenen würde ich es aber erst ab 16 Jahren empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das e-book für den Kindle kaufen: Samantha Young: Dublin Street
Bis Anfang Januar ist es noch zu einem besonders günstigen Preis erhältlich!

Als Printausgabe wird das Buch am 15.02.2013 erscheinen!

Mittwoch, 26. Dezember 2012

KW 52/2012 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Halil Savda

Ich möchte Euch den türkischen Menschenrechtsaktivisten Halil Savda vorstellen.



Der Menschenrechtsaktivist Halil Savda hat aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe verweigert. Seit 2004 wurde er deshalb wiederholt festgenommen, angeklagt, inhaftiert und schwer misshandelt.

Halil Savda, der sich in der Öffentlichkeit wiederholt für die Abschaffung der Wehrpflicht in der Türkei ausgesprochen hat, war am 24. Februar 2012 festgenommen worden, um eine Freiheitsstrafe von 100 Tagen anzutreten, zu der er 2008 wegen seinem öffentlichen Einsatz für zwei Kriegsdienstverweigerer verurteilt worden war. Er hat die Haftstrafe Hunderte Kilometer von seiner Heimat entfernt im Bezirk Doğubeyazıt in der im Osten der Türkei gelegenen Provinz Ağri ableisten müssen.
Am 13. April kam Halil Savda frei, allerdings nur unter strengen Auflagen. So darf er bis zum Ablauf seiner Freiheitsstrafe am 3. Juni 2012 seine Heimatprovinz Diyarbakır in der Südtürkei nicht verlassen. Er kann jedoch einen Antrag stellen, um seine Familie in Cizre in zwei Wochen zu besuchen. Zudem muss er sich einmal pro Tag auf der örtlichen Polizeiwache melden. Bis zum Ablauf seiner Reststrafe darf er sich nicht nochmals der „Entfremdung der Bevölkerung vom Militärdienst“ schuldig machen. Sollte er gegen diese Auflage verstoßen, würde er erneut inhaftiert werden, ohne die Möglichkeit zu erhalten, ein weiteres Mal unter Auflagen aus der Haft entlassen zu werden.


Es liegen zur Zeit noch vier weitere Anklagen gegen Halil Savda vor. Unter anderem droht ihm eine sechsmonatige Haftstrafe, zu der er im Juni 2010 verurteilt wurde, weil er sich an Protesten für die Freilassung des seit 2009 inhaftierten Wehrdienstverweigerers Enver Aydemir beteiligt hatte. In diesem Fall hat der Oberste Gerichtshof noch nicht über die eingelegten Rechtsmittel entschieden.

In allen Fällen berufen sich die Gerichte auf den Artikel 318 des türkischen Strafgesetzbuchs, der die „Entfremdung der Öffentlichkeit vom Militärdienst“ unter Strafe stellt. In der Türkei ist der Militärdienst für alle männlichen Bürger zwischen 20 und 42 Jahren verpflichtend, es gibt keinen alternativen Zivildienst. Kriegsdienstverweigerer werden regelmäßig zu Haftstrafen verurteilt.

Amnesty International fordert die Aufhebung der Urteile und der Anklagen gegen Halil Savda. Sollte er erneut inhaftiert werden, wird Amnesty International ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen betrachten und sich für seine sofortige und bedingungslose Freilassung einsetzen.

Es gibt eine Online-Petition, die sich für die Freilassung von Halil Savda einsetzt.

Ihr könnt Euch auf der Homepage von Amnesty Deutschland daran beteiligen:
Gerechtigkeit für Halil Savda!

Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.



"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."



(Quelle: Amnesty International)

Dienstag, 25. Dezember 2012

Melissa Marr: Graveminder


Die Kleinstadt Claysville pflegt ihre Traditionen. Eine davon ist es, dass in jeder Generation eine Frau aus der Familie Barrow zur Totenwächterin (=Graveminder) bestimmt wird. Maylene Barrow übt diese Berufung seit vielen Jahren aus. Sie sorgt dafür, dass die Toten Nahrung bekommen und dort bleiben, wo sie hingelegt wurden. Gebete, Tee und ein wenig Whiskey, das ist es was die Toten brauchen. Doch wer nicht rechtzeitig zu Grabe getragen wird, der erwacht mit großem Hunger wieder und fühlt sich dazu hingezogen die Totenwächterin zu besuchen. Bei einem toten Mädchen ist der Hunger so groß, dass Maylene stirbt. Sie hat ihre Stiefenkelin Rebekkah zu ihrer Nachfolgerin bestimmt, die jedoch schon viele Jahre nicht mehr in Claysville lebt. Nun ist es an der Zeit für Bek zurückzukehren und den Platz neben ihrem Undertaker einzunehmen ...

"Graveminder" ist das erste Buch von Autorin Melissa Marr, dass sie für eine erwachsene Leserschaft geschrieben hat. Ich habe bereits einige Bücher aus der Sommerlicht-Reihe der Autorin gelesen, dann die Reihe jedoch nicht mehr weiterverfolgt, weil sie mich nicht richtig fesseln konnte und mir diese Welt zu unvollständig erschien. Ich war daher sehr gespannt, ob Melissa Marr mich nun besser überzeugen kann.
Die Figuren in "Graveminder" sind mir sehr sympathisch. Sowohl die beiden Hauptfiguren Bek und Byron, als auch die zahlreichen Nebenfiguren fand ich sehr gut gezeichnet. Allerdings wirkten beide Hauptfiguren von ihrem Verhalten und ihrem Werdegang her jünger auf mich, als sie der Handlung nach sein sollen. 
Das Hauptthema ist hier für mich nicht die Geisterwelt, sondern die Gratwanderung zwischen Schicksal/Bestimmung und dem freien Willen/der eigenen Entscheidung. Rebekkah und Byron werden hier mit einer Welt konfrontiert, die sie sich nicht vorstellen konnten und so entwickelt sich alles vor dem Leser nach und nach. Melissa Marr hat hier einige sehr interessante Ideen zum Thema Leben nach dem Tod und Geister umgesetzt und die Hintergründe die bisher bekannt sind, wirkten auf mich stimmig. Nebenher gibt es auch noch eine Liebesgeschichte, die ständig spürbar, aber nicht im Vordergrund der Handlung ist. Diese Kombination hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Am faszinierendsten fand ich allerdings Charlie, Alicia und die anderen Bewohner des Totenreichs und diese Elemente haben auch ein wenig von einer Gothik Novel. Insgesamt gesehen ist es für mich aber eher eine Liebes-Fantasy-Geschichte. Wirklich gruselig empfand ich die Handlung zu keiner Zeit, was ich persönlich jedoch nicht nachteilig finde. Wer jedoch echte Spannung erwartet, der könnte nach der Lektüre enttäuscht sein, denn die Handlung ist doch recht vorhersehbar.
"Graveminder" ist in sich abgeschlossen, was ich als sehr angenehm empfand. Die Autorin hat jedoch nicht ausgeschlossen ein weiteres Buch zu schreiben, dass in der Welt von Claysville spielt. Ich würde mich jedenfalls freuen und gerne mehr über die Graveminder, Untertaker und insbesondere die Bewohner der Totenstadt erfahren.
Empfehlen kann ich dieses Buch allen an Geistergeschichten und Fantasy interessierten Lesern ab ca. 15 Jahren.

So habe ich bewertet:






Und hier kann man das Buch kaufen: Melissa Marr: Graveminder

Montag, 24. Dezember 2012

Schöne Feiertage!


Ich wünsche Euch allen schöne und erholsame Feiertage!

Ich hoffe ihr habt einen gemütlichen Weihnachtsabend und schöne Stunden mit der Familie.



24. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Nun ist der letzte Tag in meinem Tee-Advents-Kalender erreicht. Ab morgen gibt es wieder die üblichen Teesorten und nicht jeden Tag zwei andere.

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Christkindl-Tee (Gewürz-Kräuterteemischung)

und

- Guten Abend Tee (Kräuterteemischung)



Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir etwas, das man nicht in Geschenkpapier wickeln kann: Optimismus und Zuversicht, Frieden und Gesundheit, Liebe und Verständnis."


Der Christkindle Tee riecht wieder mal sehr intensiv, ist aber vom Geschmack her weihnachtlich. Im Guten Abend Tee ist für meinen Geschmack etwas zu viel Kamille, aber sonst schmeckt er gut.

Sonntag, 23. Dezember 2012

KW 51/2012 - Mein Buchtipp der Woche - Die Gregor Reihe von Suzanne Collins

Vielen Lesern ist Autorin Suzanne Collins erst durch ihre Reihe über die Tribute von Panem bekannt geworden. Zuvor hat sie jedoch schon eine andere Buchreihe geschrieben. Zielgruppe sind hier Kinder ab 10 Jahren, aber ich finde die Figuren und die Welt die hier erschaffen wurde so bezaubernd, dass ich die Bücher auch ohne weiteres für Erwachsene empfehlen kann. Besonders gelungen sind auch die Hörbücher zur Reihe, die als szenische Lesungen umgesetzt wurden.

Die Reihenfolge der Bände der Gregor Bücher lautet:

- Gregor und die graue Prophezeiung

- Gregor und der Schlüssel zur Macht

- Gregor und der Spiegel der Wahrheit

- Gregor und der Fluch des Unterlandes

- Gregor und das Schwert des Kriegers


Zur  Inhaltsangabe:
Gregor ist zu Beginn der Reihe 11 Jahre alt. Er muss auf seine zweijährige Schwester Margaret, genannt Boots, aufpassen, doch sie fällt durch einen Lüftungsschacht im Wäschekeller ihres New Yorker Mietshauses. Gregor bleibt keine andere Wahl als Boots zu folgen. Aber statt in einem Abflussschacht oder ähnlichem, landen sie in der Unterwelt, die vor einigen Jahrhunderten von Auswanderern besiedelt wurde. Es gibt ganze Städte, eigene Gesetze, übergroße sprechende Kakerlaken und Fledermäuse als Reittiere. Und dann scheint es auch noch so, als hätten die Bewohner nur auf Gregor und Boots gewartet, denn es gibt eine uralte Prophezeiung auf die Gregor zu passen scheint und ihn zum Kampf gegen das Rattenvolk ausersehen hat.

Was an den Gregor Büchern besonders fasziniert, ist der Ideenreichtum der Autorin. Obwohl ich Kakerlaken nicht leiden kann, waren sie mir hier richtig sympathisch. Und besonders die kleine Schwester Boots sorgt für einige Unterhaltung. Ich muss jedoch auch sagen, dass es hier einige kriegerische Auseinandersetzungen gibt. Für sehr sensible Kinder ist die Reihe daher noch nicht so geeignet. Wer schon die Tribute von Panem gelesen hat, der sollte das am besten gleich wieder vergessen und keine Vergleiche anstellen. Inhaltlich sind die Bücher absolut nicht vergleichbar und das kann nur zu Enttäuschungen führen. Ich bin immer noch besonders fasziniert von den Hörbüchern und kann diese jedem der das mag nur empfehlen. Die szenische Lesung ist hier besonders gelungen und so meint man mehr im Geschehen zu sein, als dies beim lesen der Bücher der Fall ist.

Und hier kann man die Bücher kaufen: Die Gregor Reihe von Suzanne Collins

Lisa-Maria Seydlitz: Sommertöchter



Juno ist 19 Jahre alt, als sie in einen Brief aus Frankreich erhält. Der anonyme Absender fragt sie nach ihren Absichten bezüglich ihres Hauses im französischen Dorf Coulard und legt ein Polaroid Foto bei. Doch Juno hat nie zuvor von diesem Haus gehört und auch ihre Mutter leugnet jede Verbindung. Juno beschließt, nach Coulard zu fahren und mit diesem Entschluss konfrontiert, händigt ihre Mutter ihr schließlich einen Satz Schlüssel aus. Doch am Ziel angekommen ist nichts wie erwartet. Das Haus wird bewohnt von einer jungen Frau namens Julie und Juno muss erkennen, dass ihr das Haus keineswegs fremd ist ...
"Sommertöchter" habe ich an einem Stück in wenigen Stunden gelesen. Die sehr schöne Sprache von Autorin Lisa-Maria Seydlitz hat es mir sehr einfach gemacht in die Geschichte einzutauchen, die Beschreibungen zu genießen und ein Stück des Sommers zu fühlen.
Erzählt wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit, wobei sich die Erzählstränge immer mehr annähern, um schließlich vereint zu werden. Es hat mir sehr gefallen, wie Einzelheiten in der Gegenwart in eine Beziehung zu Ereignissen der Vergangenheit gesetzt wurden und so auch für den Leser vieles nachvollziehbar war. Erzählerin ist hier Juno, die in Abschnitten noch ein Kind und in der Gegenwart 19 Jahre alt ist. So erfährt der Leser auch nur das, was Juno weiß, was dazu führt, dass nicht in allen Punkten Klarheit herrscht. Aber so bleibt allen Beteiligten auch noch genug Raum für Phantasie.
Leider hat es die Autorin jedoch nicht geschafft mich mit ihrer Geschichte zu überraschen. Ich fand alle Wendungen ziemlich vorhersehbar und so war Spannung hier eher nicht vorhanden.
Die Erzählung in der Gegenwart war für mich durchgehend stimmig, in der Vergangenheit wirkte es auf mich jedoch teilweise wie eine Aneinanderreihung von Erinnerungen und Bruchstücken, was insgesamt nicht so flüssig erscheint, aber vielleicht auch so gewollt war um zu zeigen, wie Juno die Geschichte aufarbeitet.
Empfehlen kann ich "Sommertöchter" an die Leser von ruhigen Büchern, die vielleicht auch traurige Geschichten mögen, oder Bücher in der Art von "Die Eleganz des Igels" gerne gelesen haben.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Lisa-Maria Seydlitz: Sommertöchter

23. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Schutzengel-Tee (Gewürz-Früchteteemischung)

und

- Glückstee (Kräuterteemischung mit Kakaoschalen)



Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir Freunde die Dich tragen und deren Ehrlichkeit Du zu schätzen weißt."

Glückstee schmeckt gut, aber etwas herber als erwartet.
Der Schutzengel-Tee gefällt mir vom Geruch her nicht so gut. Da kommen sehr stark die Gewürze durch. Der Geschmack ist jedoch in Ordnung und im Nachgeschmack merkt man auch die Frucht.