Samstag, 8. Dezember 2012

Jeanine Krock: Die Sternseherin


Estelle ist eine Empathin, sie kann die Gefühle der Menschen die sie berührt wahrnehmen. Noch dazu hat sie Probleme mit dem Ehemann ihrer Schwester Nuriya, der ein Vampir ist und damit in Estelles Augen ein Ungeheuer. Sie geht daher ins Ausland, um dort Abstand von den verwirrenden Situationen zu gewinnen. Dort macht sie die Bekanntschaft von gleich zwei faszinierenden Männern, den gutaussehenden Julen und dem geheimnisvollen Asher. Estelle glaubt nicht an vorherbestimmte Seelengefährten, aber einer dieser Männer könnte dies doch für sie sein ...

Bei "Die Sternseherin" handelt es sich um die Fortsetzung von "Der Venuspakt". Die Hauptfigur Estelle ist die jüngere Schwester von Nuriya aus dem ersten Buch der Reihe von Autorin Jeanine Krock.
Mich konnte die Handlung nicht ganz überzeugen. Es gab zwar durchaus interessante Abschnitte, aber insgesamt ist mir "Die Sternseherin" zu verworren. Es gibt mehrere Erzählstränge und Erzählperspektiven, dazu auch einiges an Nebenfiguren und natürlich die beiden großen Familien (die drei Feenschwestern und die drei Vampirgeschwister) die den Handlungsrahmen für die Reihe bilden.
Die Geschichte konnte mich daher nicht richtig fesseln und ich habe deutlich länger für das Buch gebraucht als gewöhnlich.
Die Figuren sind mir sympathisch, was wahrscheinlich auch dazu führen wird, dass ich auch die nächsten Bände der Reihe lesen werde. Fortgesetzt wird diese mit "Der Blutkristall" und "Das Feenorakel".

So habe ich bewertet: 

 

Und hier kann man das Buch kaufen: Jeanine Krock: Die Sternseherin

Christopher Paolini: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter



Eragon ist ein 15jähriger Bauernjunge, der mit seinem Onkel Garro und Cousin Roran bei einem Dorf im Palanka-Tal lebt.
Auf einem seiner Jagdstreifzüge durch den Buckel findet Eragon einen merkwürdigen blauen Stein, der mit einem Lichtblitz erschienen ist. Er nimmt ihn mit ins Dorf und versucht ihn gegen Essen einzutauschen, doch niemand möchte ihn haben und so nimmt er ihn mit nach Hause. Doch es ist kein gewöhnlicher Stein, den Eragon hier gefunden hat, denn mitten in der Nacht schlüpft plötzlich ein kleiner blauer Drache aus dem Stein, der eigentlich ein Drachenei ist. Die Verbindung zwischen einem Drachen und der Person bei der er schlüpft ist eine ganz besondere und Eragon ist nun ein Drachenreiter. Aber auch die Häscher des Königs haben inzwischen von Auftauchen des Eies im Buckel erfahren und schreckliche Wesen, die Ra’zak genannt werden, kommen ins Dorf. Eragon muss fliehen und um das Leben seiner Liebsten fürchten. Gemeinsam mit Drachendame Saphira ist es nun seine Aufgabe Menschen, Zwerge und Elfen vom Joch des grausamen Königs Galbatorix zu befreien.

Ich habe vor einigen Jahren "Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter" als Buch gelesen.
Nun wollte ich mein Wissen noch einmal auffrischen, bevor ich mit dem zweiten Teil fortfahre und habe mir daher das ungekürzte, knapp 20 Stunden lange, Hörbuch angehört.
Gelesen wird das Buch von Andreas Fröhlich, den ich als Sprecher sehr schätze.
Er versteht es sehr gut, die unterschiedlichen Charaktere oder auch Lebensformen darzustellen, wobei er aber wohl auch technische Unterstützung hatte.
Es war daher gut möglich, auch in Dialogen die unterschiedlichen Figuren zu erkennen und beim Hörbuch nicht die Orientierung zu verlieren.
Ich ziehe aber dennoch einen Stern in der Gesamtwertung ab, da ich das Hörbuch einfach nicht als so spannend empfunden habe, wie ich es ursprünglich in Erinnerung hatte. Das kann jedoch auch damit zusammenhängen, dass ich die grobe Handlung im Grunde genommen schon kannte.
Empfehlen kann ich das Hörbuch an alle ausdauernden Hörer, die die Lesezeit hier nicht abschreckt und die etwas für fantastische Geschichten übrig haben.

So habe ich bewertet:

Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Christopher Paolini: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

08. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Eine Mütze voll Schlaf (Kräuterteemischung)

und

- Hagebutten Tee mit Hibiskus




Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir Menschen, die Dich inspirieren und mit denen Du gerne und gut zusammenarbeiten kannst."


Gut, dass heute Wochenende ist. :-)
Eine Mütze voll Schlaf wäre auf der Arbeit bestimmt nicht so gut angekommen. Dieser Tee ist nicht wirklich mein Fall, er schmeckt hauptsächlich nach Salbei und Kamille.
Der Hagebutten-Tee mit Hisbiskus hat mir heiß nicht so gut geschmeckt wie erwartet, aber abgekühlt war er wirklich gut.



Freitag, 7. Dezember 2012

Die Post hat mir den Winter gebracht: Winterkind von Lilach Mer

Ich wohne in einer Region von Deutschland, in der es nur selten schneit. Entsprechend groß ist dann jedes Mal das Chaos.

Heute kam es hier zum absoluten Wintereinbruch:


Aber das stört mich gerade gar nicht, denn ich hatte ein dazu passendes Buch im Briefkasten:

Ich lese das Buch nun im Rahmen einer Leserunde gemeinsam mit der Autorin Lilach Mer.
Weitere Informationen zum Buch findet ihr hier: Winterkind

Inhaltsangabe:


Eigentlich müsste Blanka von Rapp glücklich sein: Sie ist schön, ihre Haut ist weiß wie Schnee, ihre Haare sind schwarz wie Ebenholz. Und sie ist reich, ihrem Mann gehört die Glasfabrik, deren Turm das Dorf überragt. Trotzdem ist sie unglücklich. Wie ein Schatten liegt die Angst über allem, was sie tut, die Angst vor einer Toten.
Als die Geschäfte ihres Mannes schlechter laufen, wächst unter den Arbeitern in der Glashütte die Unzufriedenheit. Gerüchte über einem Aufstand häufen sich. Während Blankas Mann verreist, eskaliert die Situation. Blanka muss sich nicht nur der Gegenwart, sondern auch den Geheimnissen der Vergangenheit stellen. Denn der tiefe Schnee, der das Herrenhaus umschließt, lässt sie nicht entkommen.

KW 49/2012 - Die Leckereien der Woche - Kuchen im Glas

Ich präsentiere Euch jeden Freitag die Leckerei der Woche.
Vielleicht habt ihr Lust, es fürs Wochenende auch selber auszuprobieren?

Ich verschenke dieses Jahr "Kuchen im Glas".
Viele Leute wissen gar nicht, dass man auch Kuchen haltbar machen kann und schauen dann ganz erstaunt, wenn ich die Gläser überreichen.

Und so funktioniert es:
- Man braucht Einmachgläser mit geradem Hals. Ich bekomme sie in meinem örtlichen (großen) Supermarkt. Ich nehme die Größen 150 ml (Singleportion) und 400 ml (2-3 Personen).
- Gebacken wird der Kuchenteig im Glas, aber ohne Deckel.
- Man muss darauf achten, dass die Gläser nicht zu voll werden.
- Wenn der Kuchen gar ist (Stäbchenprobe), dann muss man schnell sein. Mit Topflappen oder Handschuhen die Gläser nacheinander aus dem Ofen nehmen und direkt den Deckel aufschrauben (evtl. auch mit Topflappen). Dann das Glas auf den Kopf stellen und mindestens 15 Minuten warten.
Manchmal hört man nach einiger Zeit ein Knack/Plopp Geräusch, manchmal bekommt man aber auch nichts mit.
Ob die Gläser Vakuum gezogen habe erkennt man am Geräuscht, wenn man mit dem Fingernagel auf den Deckel klopft. Ein dumpfer Ton ist gut! Zum Vergleich kann man auf einem leeren Glas klopfen.

Dicht verschlossen ist der "Kuchen im Glas" bis zu 6 Monate haltbar.Mit einem Viertel einer Serviette aud dem Deckel, einem Bändchen und einem Schild ergibt es ein schönes Geschenk.

Ihr könnt auch Euer Lieblings-Kastenkuchen-Rezept als Kuchen im Glas backen.

Es folgen einige Bilder und Rezepte ...

Schokoladenkuchen mit Mandeln:



4 Eier
150 g Butter oder Margarine
200 g Zartbitter Schokolade
150 g Zucker
2 Eßlöffel Mehl
100 g gemahlene Mandeln oder andere Nüsse

Die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen. Die Schokolade klein hacken und im Wasserbad schmelzen, die Butter zugeben und mit schmelzen.
Die Eigelbe mit Zucker schaumig rühren, dann die Schokoladenbutter unterrühren. Danach das Mehl und die Nüsse zugeben. Den Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.

Die Gläser ausfetten.
Jedes Glas etwa zur Hälfte mit Teig füllen.

Auf einer unteren Schiene im Ofen bei ca. 175 ° C backen. Die kleinen Gläser ca. 20 Minuten, die großen 30 Minuten. Stäbchenprobe machen und wie oben beschrieben verfahren.
Heiß ist der Kuchen innen noch flüssig!

Ergibt ca. 4 große Gläser.
Ich habe auch eine Variante mit weißer Schokolade und Kokosflocken gebacken:



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Zitronen-Vanille-Soja(bzw.Joghurt)-Kuchen:



200 g Butter oder Margarine
150 g Zucker
5 Eier
350 g Mehl
1 Päckchen Vanille-Zucker
1/2 Päckchen Zitroback oder 3 Teelöffel abgegriebene (ungespritzte) Zitronenschale
einige Tropfen Vanille- und Zitronenaroma
250 ml Vanille-Joghurt (z.B. von Alpro-Soya)
1 Päckchen Backpulver

Die Eier werden getrennt und das Eiweiß zu Eischnee geschlagen. Die Butter mit den Eigelben aufschlagen, dann mit dem Zucker und Vanille-Zucker schaumig rühren, die Zitronenschale und Aroma zugeben. Mehl und Backpulver mischen und abwechselnd mit dem Joghurt unterrühren.
Dann den Eischnee mit einem Teigschaber unterheben.

Die Gläser ausfetten.
Jedes Glas etwa zur Hälfte mit Teig füllen.

Auf einer unteren Schiene im Ofen bei ca. 175 ° C backen. Die kleinen Gläser ca. 20 Minuten, die großen 30 Minuten. Stäbchenprobe machen und wie oben beschrieben verfahren.

Ergibt ca. 7 große Gläser.
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Käsekuchen ohne Boden mit Amarettinis:



125 g Butter oder Margarine
375 g Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
1 kg Quark (Mager- oder Speisequark nach Geschmack)
1 Päckchen Backpulver
4 Eier
Schale und Saft einer Zitrone oder 1/2 Tütchen Zitroback + 2 Eßlöffel Zitronensaft
1 Päckchen Puddingpulver Vanille
4 Eßlöffel Grieß
ca. 30 Amarettini

Butter, Zucker und Vanille-Zucker verrühren. Quark zugeben und alles mit dem Mixer glattrühren. Eier einzeln zugeben, danach die Zitronenschale und den Saft.
Puddingpulver und Backpulver gleichmäßig drüber sieben und unterrühren.
Den Grieß untermischen.

Die Gläser ausfetten.
Dann in jedes Glas ein wenig Teig geben und je 5 Amarettini darauf geben. Danach die Gläser bis ca. zur Hälfte mit Teig auffüllen.

Auf einer unteren Schiene im Ofen bei ca. 175 ° C backen. Die kleinen Gläser ca. 20 Minuten, die großen 30 Minuten. Stäbchenprobe machen und wie oben beschrieben verfahren.

Ergibt ca. 6 große Gläser.

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Snickers-Erdnuss-Kuchen:



175 g Butter
250 g Erdnussbutter, je nach Geschmack cremig oder mit Stückchen
200 g Zucker
1 Päckchen Vanille-Zucker
6 Eier
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
200 g Snickers, in kleine Stücke geschnitten
ca. 150 ml Milch

Die Butter schaumig rühren, dann mit dem Zucker und Vanille-Zucker aufschlagen. Die Ernussbutter unterrühren. Dann die Eier einzeln dazugeben und unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und löffelweise unterrühren. Zwischendurch immer wieder einen Schuss Milch dazu geben. Am Ende sollte der Teig cremig sein und zäh vom Löffel fließen. Die Milchmenge dazu nach Bedarf anpassen.
Zum Schluss die klein geschnittenen Snickers unterheben.

Die Gläser ausfetten.

Jedes Glas etwa zur Hälfte mit Teig füllen.

Auf einer unteren Schiene im Ofen bei ca. 175 ° C backen. Die kleinen Gläser ca. 20 Minuten, die großen 30 Minuten. Stäbchenprobe machen und wie oben beschrieben verfahren.

Ergibt ca. 9 große Gläser

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Lasst es Euch schmecken!

Theresa Breslin: Das Nostradamus-Rätsel


Theresa Breslin versteht es sehr gut, historische Themen für Jugendliche zu transportieren.
So auch in ihrem Buch "Das Nostradamus-Rätsel", das sich wie der Titel schon verrrät, um den Apotheker und Astrologen Michel de Nostredame aus dem 16. Jahrhundert dreht.
Erzählerin ist hier die junge Mélisande, die mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester als Musikerin am Hof des Königs von Frankreich weilt.
Bei einer Begegnung mit Nostradamus prophezeit dieser, dass Melisande dazu bestimmt ist, einem König das Leben zu retten.
Doch nach einem tragischen Schicksalsschlag schwebt Mélisande in Gefahr. Eine abenteuerliche Flucht führt sie fort von ihrem Heim und auf eine Reise quer durch Frankreich.

Es gibt nicht viele Jugendbücher, die sich mit dem 16. Jahrhundert beschäftigen. Hier ist ein (zu Beginn des Buches) 13jähriges Mädchen die Hauptfigur. Die Leser erfahren also alle Ereignisse aus ihrer Perspektive und erleben ihre Betrachtungsweise und die Probleme eines jungen Mädchens in dieser Zeit. Man kann sich daher sehr gut in diese Zeit hinein versetzen und von Mélisande in das höfische Leben, die Umgangsformen und die politischen und religiösen Verwirrungen der Zeit einweisen lassen.
Der Spannungsbogen war für mich jedoch nicht durchgehend und der Erzählfluss stockte ein wenig. Unabhängig davon fand ich die Geschichte die Theresa Breslin hier erzählt jedoch sehr interessant und auch das Bild das sie von Nostradamus zeichnet hat mir gefallen.
Ich kann "Das Nostradamus-Rätsel" daher an alle jungen Leser ab ca. 12 Jahren empfehlen, die sich für die Vergangenheit interessieren.

So habe ich bewertet:

 
Und hier kann man das Buch kaufen: Theresa Breslin: Das Nostradamus-Rätsel

07. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Schnupfnasen (Kräuterteemischung)

und

- Energie-Tee (Kräuterteemischung mit Ingwer)




Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir eine stille Stunde nur für Dich, ganz allein draußen im Wald, wenn der Schnee so schön in der Sonne glitzert."


Der Energie-Tee schmeckt mir richtig gut! Der Ingwer lässt sich allerdings nicht raus schmecken.Schnupfnasen Tee schmeckt hauptsächlich nach Minze, Salbei und Thymian. Bei einer Erkältung ist er bestimmt sehr gut geeignet.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Yves Grevet: Méto - Das Haus


Méto ist ca. 14-15 Jahre alt, aber so genau weiß er das nicht. Er weiß nur, dass er ein „Roter“ ist und damit einer der Ältesten Jungen, die im „Haus“ leben.
Im Haus leben 64 Jungen, unterteilt in vier Farbgruppen (hellblau, dunkelblau, violett und rot), dazu noch gebrechliche Lehrer, Aufseher die Cäsar genannt werden und Soldaten die man nicht ansehen darf.
Was mit den Jungen passiert, die zu alt sind um weiter „Rote“ zu bleiben, weiß Méto auch nicht, aber eines weiß er genau: Wer sich nicht an die Regeln hält, den erwarten drastische Strafen ...

"Méto - Das Haus" stellt den ersten Band einer Trilogie des französischen Autors Yves Grevet dar. Leider endet dieses Buch auch mitten in der Handlung und verweist auf die Fortsetzung.
Hätte ich nicht gewusst, dass dieses Buch aus Frankreich kommt, so wäre ich nicht darauf gekommen. Die Namen entstammen größtenteils der römischen Geschichte und auch sonst gibt es keine Merkmale, die eine genaue Eingrenzung möglich machen. Ich empfand das als sehr angenehm.
Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier um eine Dystopie handelt, oder vielleicht eher um ein großangelegtes Experiment, vielleicht in der Art von "Die Insel des Dr. Moreau". Aufklärung darüber wird sicherlich in den Folgebänden "Die Insel" und "Die Welt" erfolgen.
Ich fand es jedenfalls sehr gut, dass der Leser hier ebenso im Dunkeln gelassen wird, wie es auch Méto ist und man erst nach und nach mit den Jungen gemeinsam einige Geheimnisse aufdeckt. Noch besser hätte ich es allerdings gefunden, wenn alle Bände in einem Buch erschienen wären, statt hier nur so Häppchen von knapp über 200 Seiten zu liefern.
Sehr schön finde ich die Buchausstattung mit der Karte im Buchdeckel und dem schwarzen Seitenschnitt.
Empfehlen kann ich „Méto – Das Haus“ an alle Leser ab ca. 13 Jahren die geheimnisvolle Geschichten mögen und genug Geduld aufbringen auf die Fortsetzungen zu warten.

So habe ich bewertet:



 
Und hier kann man das Buch kaufen: Yves Grevet: Méto - Das Haus

06. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten: 

- Advent (Früchte-Gewürztee-Mischung)

und

- Rooibos Tee






Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir, dass der Mensch, den Du liebst, immer genau dann zuhört und Zeit für Dich hat, wenn Du ihn dringend brauchst."


Rooibos Tee mag ich generell sehr gerne und auch dieser schmeckt mir sehr gut.
Der Advent Tee schmeckt ziemlich stark nach Zimt und ist ein bisschen scharf. Für mich nicht so ganz das richtige zum Frühstück, aber nachmittags mit Keksen oder Lebkuchen bestimmt gut. 


Mittwoch, 5. Dezember 2012

KW 49/2012 - Der Menschenrechtsfall der Woche - Gao Zhisheng

Ich möchte Euch den chinesischen Rechtsanwalt Gao Zhisheng vorstellen.


Gao Zhisheng (Aussprache des Namens: Gau Dschö Sheng) setzt sich für Menschenrechtsaktivisten, Anhänger von Falun Gong und zum Tode Verurteilte ein. Er wurde wegen seines Engagements verschleppt, gefoltert, unter Hausarrest gestellt und monatelang an geheimen Orten festgehalten. Seine Frau und Kinder wurden so sehr unter Druck gesetzt, dass sie aus China flohen.

Seit dem 16.12.2011 befindet sich Gao Zhisheng im Shaya Gefängnis in der Präfektur Aksu in Xinjiang. Er wurde zu mehreren Jahren Haft verurteilt, da er gegen Bewährungsstrafen verstoßen haben soll.

Gao Zhisheng ist Teil des Briefmarathons 2012 von Amnesty International.
Amnesty International ruft alle Unterstützerinnen und Unterstützer auf, sich am Briefmarathon zu beteiligen und sich mit Briefen, Faxen und E-Mails rund um die Uhr für Menschen in Gefahr einzusetzen.Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2012 wollen sie mit dieser weltweiten Aktion Licht auf das Unrecht werfen, das Menschen auf der ganzen Welt widerfährt - und gemeinsam etwas bewegen.

Auf der Homepage von Amnesty International Deutschland kann man online einen Brief für Gao Zhisheng und zwei weitere Fälle schreiben. Hier findet ihr die Aktion: Dein Brief kann Leben retten!


Weitere Informationen zu meiner Aktion und den Erfolgen von Amnesty International findet ihr auf der Seite Sehen, Hinsehen, Handeln! meines Blogs.




"Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."

(Quelle: Amnesty International)

Jamie Freveletti: Emmas Angst


Biochemikerin Emma Caldridge ist auf der Suche nach nachtblühenden Pflanzen in Arizona, als sie von Schmugglern überrascht wird. Als unerwünschte Zeugin wird sie nach Mexiko verschleppt und auf der Plantage eines Drogen Kartells in Ciudad Juarez gefangen gehalten.
Doch auf der Plantage grassiert eine schreckliche Krankheit, die von einem der Marihuana Felder auszugehen scheint. Jeder der mit dem Feld und seinen Produkten in Berührung kam, bekommt Geschwüre und stirbt innerhalb weniger Tage.
Der Kartellboss Raoul LaValle glaubt, dass Flugzeuge aus den USA die Pflanzen krank gespritzt haben und beschließt einen Vergeltungsschlag. Das verseuchte Marihuana soll gezielt in den USA verteilt werden. Emma sucht derweil verzweifelt nach einem Heilmittel ...

"Emmas Angst" ist der dritte Teil der Reihe rund um Emma Caldridge der Autorin Jamie Freveletti. Die bisherigen Bände lauten "Lauf" und "Flieh".
Es ist mir ein Rätsel, wie man auf diesen merkwürdigen Titel gekommen ist, der so gar nicht zu den anderen Büchern passt oder auch nur eine besondere Verbindung zum Inhalt vorweist.
Vorzustellen hat man sich die Bücher wie einen Actionfilm im Buchformat, deren Heldin eine Art weiblicher Superagent ist. Was im ersten Band noch originell auf mich wirkte (einmal im Leben kann jeder Mensch mal in merkwürdige Situationen geraten), war im zweiten Band schon sehr unrealistisch und wirkt jetzt ziemlich befremdlich auf mich. Aber die Autorin versteht es gut die Spannung zu halten und wenn man es von der Glaubwürdigkeit absieht, unterhält „Emmas Angst“ gut.
Interessant fand ich diesmal die Nebenfigur des Oz, von dem ich gerne noch mehr lesen würde. Unnötig wirkten dagegen die Episoden mit Banner, die eher Rechtfertigungscharakter für einige Ereignisse hatten.
Empfehlen kann ich "Emmas Angst" den Lesern, die gerne Actionfilme nachlesen und sich nicht allzu viele Gedanken über die Logik hinter der Geschichte machen. 

So habe ich bewertet: 


Und hier kann man das Buch kaufen: Jamie Freveletti: Emmas Angst

05. Dezember: Tee-Advents-Kalender

Heute gibt es folgende Teesorten:

- Bio-Bengelchen Zaubertrunk (Früchte-Kräuterteemischung)

und

- Kamillen-Tee



Der Spruch des Tages lautet:
"Ich wünsche Dir Antworten auf jene Fragen, die Dich schon Dein ganzes Leben beschäftigen"


Kamillentee trinke ich nur wenn ich krank bin und da ich mich heute ganz gut fühle, gibt es den jetzt nicht. ;-)
Zaubertrunk schmeckt gut, aber ein bisschen fade. Der könnte ein wenig kräftiger sein.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Michael Römling: Schattenspieler


Die Alliierten stehen vor den Toren von Berlin, als sich der Krieg im Frühling 1945 dem Ende zuneigt. Dem jüdischen Jungen Leo ist es gelungen sich während der Kriegsjahre zu verstecken, zuletzt in der Wohnung von Wilhelm, einem Kunsthistoriker. Doch während einem der letzten Gefechte verschwindet Wilhelm und Leos Versteck ist nicht mehr sicher. Er flüchtet aus Berlin und gerät in die Hände der Roten Armee. Doch nachdem sich Leo als Jude zu erkennen gibt, nehmen ihn die Soldaten freundlich auf und gemeinsam mit ihnen kann er in die Stadt zurückkehren. Ein neues Zuhause erhält Leo beim gleichaltrigen Friedrich, seiner Schwester Marlene und ihrer Mutter. Aber da ist immer noch die Frage, was aus Wilhelm geworden ist und auch ein paar andere Verbindungen wollen noch gelöst werden ...

"Schattenspieler" von Michael Römling ist ein Buch, das sich mit dem dunklen Kapitel Kunstraub in der Nazi-Zeit beschäftigt. Gerade für jugendliche Leser, die die eigentliche Zielgruppe dieses Buches darstellen, halte ich das für sehr interessant, denn dieses Thema dürfte kaum Beachtung im Geschichtsunterricht finden, wenn denn überhaupt dieses Jahrzehnt Erwähnung findet.
Das es sich hier um ein Kinderbuch handelt merkt man ein wenig daran, dass es doch sehr viel eitel Sonnenschein nach dem Krieg gibt. Leo ist ein jüdischer Junge, aber kaum ist der Krieg vorbei gibt es scheinbar keine Repressionen mehr und jeder beteuert nur noch er "hätte ja nichts gewusst" oder "schon immer geahnt das über die Juden Lügen verbreitet wurden". Aber so sind Leo und Friedrich eben das Sinnbild von Toleranz und Freundschaft über alle Schützengräben hinweg. Die Handlung wird weitestgehend von Zufällen gesteuert, was aber auch Leo und Friedrich mehrfach selber erkennen und aussprechen. Jugendliche Leser wird das wahrscheinlich nicht stören und auch mir hat es nichts vom Lesegenuss genommen. Aber da es mir insgesamt eben doch etwas zu konstruiert wirkte, gibt es einen kleinen Abzug in der B-Note. Ein großes Lob verdient der Verlag für die schöne Buchgestaltung mit Lesebändchen, als Stadtplan bedrucktem Bucheinband und dem durchsichtigen Schutzumschlag.
Empfehlen kann ich "Schattenspieler" an alle Leser die sich für (Nach-)kriegsgeschichte interessieren und generell an Geschichte interessierte Jugendliche ab ca. 13 Jahren.

So habe ich bewertet:



 
Und hier kann man das Buch kaufen: Michael Römling: Schattenspieler

Lucy Clarke: Die Landkarte der Liebe


Katie ereilt der Schock ihres Lebens: Mitten in der Nacht steht die Polizei vor ihrer Tür und teilt ihr mit, dass sich ihre kleine Schwester Mia im Urlaub das Leben genommen hat. Katie ist fassungslos und kann nicht glauben, dass sie Mia so wenig gekannt hat. Unter Mias Sachen wird kein Abschiedsbrief gefunden, aber es gibt ein Tagebuch, in dem sie ihre Reiseerlebnisse der letzten Monate festgehalten hat. Katie bringt es nicht über sich das Buch zu lesen, doch sie macht sich auf den Weg alle Etappen von Mias Reise nachzuerleben und vor Ort schafft sie es auch Mias niedergeschriebenen Worten zuzuhören.

Titel und Cover lassen vermuten, dass es sich bei "Die Landkarte der Liebe" um einen leichten Liebesroman handelt, eine Sommerlektüre, die für Kurzweil am Strand sorgt. Doch eine solche Beschreibung wird dem Buch von Lucy Clarke absolut nicht gerecht.
"Die Landkarte der Liebe" ist eine dramatische Geschichte von zwei Schwestern, eine Geschichte von Liebe und Hass, von Verzweiflung und Trauer, von der Suche nach sich Selbst. Ich habe selber eine Schwester und ich habe oft an sie denken müssen, als ich dieses Buch gelesen habe. Katie und Mia haben eine ganz besondere Beziehung zueinander, die wohl nur Menschen wirklich nachvollziehen können, die ebenfalls mit einem Geschwisterkind aufgewachsen sind. Die gemeinsame Vergangenheit schafft eine Verbindung, die für Außenstehende oft nicht nachzuvollziehen ist, aber genau wie Katie kenne auch ich das Gefühl, dass mich niemand so auf die Palme bringen kann wie meine eigene Schwester.
Auch wenn nicht alle Ereignisse und überhaupt auch das ganze Grundkonstrukt dieses Romans realistisch sind, so sind es die Beziehungen und Figuren in "Die Landkarte der Liebe" auf jeden Fall für mich.
Lucy Clarke hat ein Buch geschrieben, das mich tief bewegt hat. Ich weiß nicht, ob es auch Lesern so gehen wird, die als Einzelkind aufgewachsen sind, aber vielleicht kann man so auch einen kleinen Einblick darin bekommen, wie es ist, wenn man wie die "Seeschwestern" gemeinsam aufwächst. "The Sea Sisters" ist der Titel den dieses Buch in der englisch sprachigen Ausgabe erhalten wird (das Buch ist zuerst als Übersetzung erschienen) und diesen halte ich auch für wesentlich geeigneter.
Empfehlen kann ich "Die Landkarte der Liebe" an alle Leser, die auch dramatische Bücher mögen. Ein Taschentuch in Reichweite kann nicht schaden.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Lucy Clarke: Die Landkarte der Liebe

Ursula Poznanski: Die Verratenen


Ich habe "Die Verratenen" von Ursula Poznanski als Hörbuch gehört.
Entscheidend ist hier für mich nicht nur der Inhalt (den ich hier jetzt nicht wiedergeben werde), sondern auch die Umsetzung und wie gut die Stimme des Sprechers passt.
Gelesen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, was ich für eine sehr gute Wahl halte. Die Hauptfigur ist ein 17jähriges Mädchen und aus ihrer Perspektive wird auch erzählt. Die Sprecherin schafft es gut, Rias Empfindungen durch die Stimme zu übertragen und auch Dialoge sehr stimmig wiederzugeben.

Auch inhaltlich kann mich "Die Verratenen" überzeugen. Ich kenne bereits die anderen Bücher der Autorin, wobei ich sie zum Teil gelesen und zum Teil gehört habe. Während die Bücher bisher eher Jugendthriller in unserer Gegenwart waren, legt Ursula Poznanzki hier nun einen Dystopie-Thriller vor und das ist es auch was dieses Buch besonders macht. Die Autorin bleibt ihrer Linie treu und baut eher auf psychologische Spannung als auf Gewalt, bietet aber mit der Verlagerung der Handlung in die Zukunft auch ganz neue Perspektiven. Sicherlich ist die Idee von Kapselstädten und "Primitiven" außerhalb der Städte nicht neu. Ich habe in der letzten Zeit einige Bücher gelesen, die in diese Richtung gingen (z.B. Renegade oder Gebannt), aber keines davon war so spannend wie "Die Verratenen".
Wenn ich mich über jeden Stau freue (ich höre Hörbücher im Auto), dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Autorin hier alles richtig gemacht hat.
Auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen ist, so kann ich mir doch gut vorstellen, dass die Handlung fortgesetzt wird und wir noch mehr von Ria und ihrer Welt hören werden. Ich freue mich darauf!
Empfehlen kann ich dieses (Hör)-Buch an alle Leser, die Spaß an einer Mischung aus Jugendthriller und Dystopie haben und sich gerne erneut von der Autorin überraschen lassen möchten.

So habe ich bewertet:



 
Und hier kann man das Hörbuch kaufen: Ursula Poznanski: Die Verratenen

Thomas Thiemeyer: Das verbotene Eden 01 - David und Juna


Dystopien sind die neuen Vampirbücher, daher überschwemmen sie in der letzten Zeit auch geradezu den Buchmarkt. Aber auch ich kann dem Sog nicht wiederstehen und so freue ich mich immer wieder über neue Ideen der Autoren.

Thomas Thiemeyer hat dabei einen sehr interessanten Ansatz geschaffen, der auch für die Fortsetzungen noch viel Potenzial bietet, denn "Das verbotene Eden: David und Juna" ist nur der erste Band einer Trilogie. Ausgangspunkt ist unsere Gegenwart und ein mutierter Grippevirus, der dazu führt, dass die Infizierten eine Abneigung gegen das andere Geschlecht entwickeln. Ein Zusammenleben ist nicht mehr möglich, die Weltbevölkerung wird innerhalb kürzester Zeit stark dezimiert.
Die eigentliche Handlung von "Das verbotene Eden" setzt jedoch erst 65 Jahre später ein.
Die Männer leben in den ehemaligen Städten und nutzen Benzinvorräte und Motoren, die Frauen haben sich neue Ortschaften aufgebaut und leben sehr naturverbunden. Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ganz ohne, denn dann würde die Menschheit aussterben. Es ist daher zur Normalität geworden, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu führen, praktisch eine umgekehrte Welt aus unserer Perspektive und durchaus geeignet dem einen oder anderen Leser die Augen zu öffnen.

"David und Juna" erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die einander begegnen, lernen sich zu respektieren und auf sich selber zu hören, statt nur auf das was ihnen erzählt wird. Es ist daher das was man im englischen Sprachraum eine "coming of age" Geschichte nennen würde, eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Thomas Thiemeyers Ideen konnten mich dabei überzeugen, auch wenn ich vieles sehr vorhersehbar fand. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass ich mir gerne noch ein paar zusätzliche Kapitel gewünscht hätte, denn das Ende ist doch ziemlich abrupt.
Als Ortskundige fand ich es besonders interessant, in der alten Stadt in der die Männer leben, Köln wiederzuerkennen. Der Inquisitor wohnt übrigens im Römisch-germanischen Museum. ;-) Hilfreich fand ich hier auch die schöne Karte im Buchdeckel.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie der Autor die Geschichte in "Logan und Gwen" fortsetzt und wer im dritten Band in den Mittelpunkt rückt.
Empfehlen kann ich "Das verbotene Eden: David und Juna" an alle Leser die gerne Dystopien lesen und für die eine angedeutete Liebesgeschichte ausreichend ist.

So habe ich bewertet: 



 
Und hier kann man das Buch kaufen: Thomas Thiemeyer: Das verbotene Eden 01 - David und Juna

Kathleen Duey: Die Gabe der Magie

 

Sadimas Geburt steht unter keinem guten Stern, denn dies ist auch der Tag an dem ihre Mutter stirbt. Eine Zauberin hat die Familie betrogen und bestohlen.
Der Vater ist seitdem verbittert, der Bruder muss sich um seine kleine Schwester kümmern und die Familie kann sich nur gerade so von ihrem Hof ernähren. Doch Sadima ist anders als andere Kinder. Sie hört die inneren Stimmen der Tiere und kann sich mit ihnen verständigen, eine Gabe die sie verbergen muss. Doch nach dem Tod ihres Vaters zieht es Sadima in die Stadt. Sie will mehr darüber erfahren, ob ihre Fähigkeiten Gabe oder Fluch sind.

Die Geschichte von Sadima ist nur ein Teil der Handlung in "Die Gabe der Magie" von Kathleen Duey. In abwechselnden Kapiteln wird eine weitere Geschichte erzählt, die zeitlich viele Jahre nach dem ersten Handlungsstrang liegt. Hier wird eine Gruppe von zehn Jungen als Schüler in einem Institut für Magier aufgenommen. Unter ihnen ist Hahp, ein Junge der sich bisher für eher unbegabt hielt. Doch aus irgendeinem Grund wurde er hier aufgenommen und es geht um mehr als nur das Erlernen von Zaubersprüchen, denn laut ihren Lehrern wird nur einer von ihnen die Ausbildung überleben.
Ich persönlich fand den Handlungsstrang rund um die Zauberschule interessanter als die Geschichte von Sadima. Dieser Teil war meiner Meinung nach auch eher dazu da die Hintergründe der Schule zu verstehen, denn schon bald wird die Verbindung von Personen klar. Kathleen Duey hat es verstanden mich zu fesseln und Neugier auf das weitere Geschehen zu wecken.
Was mir jedoch überhaupt nicht gefallen hat ist das abrupte Ende, das eigentlich alles ungeklärt lässt. Es ist noch nicht mal ein wirklicher Cliffhanger, sondern das Buch endet einfach mitten in der Geschichte, als würde es auf der nächsten Seite mit dem folgenden Kapitel weiter gehen.
In Anbetracht dessen, dass es immer noch keine deutsche Übersetzung des Folgebandes aus dem Jahr 2009 gibt, finde ich das noch viel unbefriedigender.
Empfehlen kann ich "Die Gabe der Magie" daher eigentlich erst dann, wenn die komplette Reihe erschienen ist und man die Bücher an einem Stück lesen kann.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Kathleen Duey: Die Gabe der Magie

Carlos Ruiz Zafón: Marina


"Marina" ist das erste Buch von Carlos Ruiz Zafón, das er für erwachsene Leser geschrieben hat. Im Vorwort bezeichnet er dieses Buch auch als sein persönlichstes.
Ich habe sowohl einige der Bücher für Erwachsene, als auch für Jugendliche des Autors gelesen und bin der Meinung, dass "Marina" näher an "Der dunkle Wächter" ist, als an "Der Schatten des Windes".
Die Hauptfiguren sind nun ein wenig älter als in den Jugendbüchern, doch inhaltlich hat es doch eher was von einer Geschichte über das Erwachsenwerden, gepaart mit Drama und Schauerroman.
Aufgegriffen hat Zafón hier das Thema Frankenstein und künstliches Leben, was ich auch interessant fand.
Die Hauptfiguren Oscar und Marina waren mir sympathisch und natürlich hat auch der Prolog, der im Grunde genommen das Ende der Geschichte ist, Lust auf mehr gemacht. Aber dennoch hat "Marina" einige Längen für mich, die sich insbesondere im Mittelteil auftaten. Da dieses Buch eigentlich nicht sonderlich dick ist, hätte ich es für kurzweiliger gehalten. Insgesamt gesehen kann ich daher nur sagen, dass dieses Buch unterhalten kann, aber nicht fesseln. Wer auch die Jugendbücher von Carlos Ruiz Zafón gelesen hat und wem diese gefallen haben, dem kann ich jedoch auch "Marina" uneingeschränkt empfehlen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Carlos Ruiz Zafón: Marina

Antti Tuomainen: Der Heiler


Helsinki, Finnland, Zukunft (21. Jahrhundert)
Die globale Klimakatastrophe ist da, ein Überleben ist nur noch in nördlichen Ländern möglich, der Mensch führt sein eigenes Ende herbei.
Tapani und Johanna führen eine glückliche Ehe. Tapani ist Dichter, Johanna schreibt für eine Zeitung in Helsinki. Doch plötzlich ist Johanna verschwunden. Mitten in den Recherchen zu einer großen Geschichte über den „Heiler“ kann Tapani sie nicht mehr erreichen. Sie geht nicht mehr ans Handy und auch ihr Vorgesetzter weiß nicht wo sie ist. Tapani glaubt, dass der geheimnisvolle Heiler, der in Helsinki seit Monaten im Namen des Umweltschutzes mordet, mit dem Verschwinden zusammenhängt und macht sich an seine eigenen Ermittlungen.

Autor Antti Tuomainen hat sich mit "Der Heiler" an einem Genremix aus Dystopie und Thriller versucht. Im Ergebnis ist jedoch weder das eine noch das andere gelungen.
Erzählt wird aus der Perspektive von Tapani, der sich auf die Suche nach seiner Frau Johanna macht. Nebenher erfährt der Leser einiges über das Leben in Helsinki und die Klimakatastrophen, die zum Zusammenbruch der Wirtschaft und katastrophalen Zuständen geführt haben. Diese dystopische Zukunft ist Tuomainens Argument, warum sich Tapani hier selber um die Aufklärung eines Verbrechens kümmern muss. Letztendlich empfand ich den Handlungsstrang aber nur als langweilig. Die Recherchen von Tapani bestehen zum größten Teil daraus mit dem Taxi durch die Stadt zu fahren und in wechselnder Reihenfolge seine Kontaktpersonen aufzusuchen, mit deren Informationen er seiner Frau immer ein Stück näher kommt. Das ganze wird dann mit kurzen Kapiteln auf knapp 220 Seiten gestreckt und am Ende habe ich mich gefragt, was das denn nun sollte und bin mir noch nicht mal wirklich sicher, wie ich denn den letzten Satz zu verstehen habe.
Insgesamt empfand ich das Buch daher nicht als Lesevergnügen und gerade ausreichend, mich vier Mittagspausen lang abzulenken.
Etwas Probleme bereitet hat mir auch der Schauplatz des Geschehens. Die finnischen Namen sind nicht gerade einfach und ich hatte Schwierigkeiten mir zu merken wer denn nun wer ist.
Empfehlen kann ich "Der Heiler" nur an ausgesprochene Liebhaber finnischer Autorenwerke, die keine großen Spannungsbögen erwarten.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Antti Tuomainen: Der Heiler

Patricia Schröder: Meeresrauschen

Elodie ist immer noch auf Guernsey, weiß nun aber von den Nixen. Gordian und Elodie sind ein Paar, aber so wirklich einfach ist es nicht, mit einem Delfinnix zusammen zu sein, der eigentlich ein Plonx ist. Elodie ist glücklich, aber auch in Gefahr, denn der Nix Kyan möchte sich durch Elodie an Gordian rächen. Und dann ist da natürlich auch noch Elodies ganz eigenes Problem, ihre Angst vor Wasser.

"Meeresrauschen" von Patricia Schröder ist die Fortsetzung von "Meeresflüstern". Im Vergleich zum ersten Band konnte ich hier auch eine Steigerung erkennen. Wer sich fragt, warum ich denn überhaupt dieses Buch hier gelesen habe, wenn mir doch schon der erste Teil nicht gefallen hat, dem kann ich sagen, dass ich hier in die "Fortsetzungsfalle" getappt bin. Man sollte sich eben nicht schon die Fortsetzungen zulegen, bevor man überhaupt angefangen hat die Reihe zu lesen.
Nach "Meeresflüstern" war ich ziemlich enttäuscht und blieb mit vielen Fragezeichen zurück. In "Meeresrauschen" konnte mich zwar die Liebesgeschichte immer noch nicht überzeugen, aber zumindest einige Fragezeichen beseitigt werden. So erfährt der Leser endlich mehr über die Bewohner der Kanalinseln, die Fehden zwischen den Nixen und die Geschichte von Elodies eigener Familie.
Elodie ist jedoch immer noch unglaublich naiv, stürzt sich als Nichtschwimmer gleich ins Meer nur weil sie mal eine Stunde nichts von Gordian hört und zeigt eine Abhängigkeit, die man nur als ungesund bezeichnen kann.
Inhaltlich fand ich diese Fortsetzung deutlich interessanter als den Vorgänger und es gab sogar Momente die mir sehr gut gefallen haben. Aber dann kamen auch wieder Stellen bei denen ich mir nur wünschte es gehe schnell vorbei. Ach ja und wen bei der Bis(s) Reihe dieses "sie will Sex, er hat aber Bedenken sie zu verletzen, sie versucht aber trotzdem ständig ihn dazu zu überreden" genervt hat, der sei schon mal gewarnt, dass man hier eine Art Déjà-vu erlebt.
Empfehlen kann ich "Meeresrauschen" an alle Leser ab ca. 14 Jahren, denen auch der erste Teil der Reihe bereits gefallen hat, oder denjenigen die um der restlichen Geschichte willen gerne über die Schwächen hinwegsehen.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Buch kaufen: Patricia Schröder: Meeresrauschen

TV: Grundig 37 VLE 9270 BL 94 cm (37 Zoll) 3D LED-Backlight-Fernseher


Beworben wird der Grundig 37 VLE 9270 BL mit dem Satz "Dank der innovativen Bildverbesserungstechnologie Perfect Picture Plus genießen Sie ausgesprochen natürliche Fernsehbilder in maximaler Bildschärfe und extrem gutem Kontrast". Normalerweise halte ich nicht viel von solchen Werbeversprechen, aber hier muss ich wirklich sagen, dass es stimmt. Ich habe noch nie vorher so natürliche Fernsehbilder gesehen und eine solche Tiefenwirkung in einem Fernsehbild erlebt.
Allerdings macht mich dieser TV trotzdem nicht wunschlos glücklich, was hauptsächlich daran liegt, dass eine wesentliche Funktion im Kabelbetrieb nicht funktioniert und mir auf meine Nachfrage vom Kundensupport mitgeteilt wurde, dass dieses Gerät eigentlich auch auf den Sat.-Empfang ausgelegt ist. Nun, davon kann ich in der Produktbeschreibung bei einem Gerät mit "HD-Triple-Tuner mit integrierten Receivern sowohl für Satelliten-, Kabel- und DVB-T-Empfang" eigentlich nichts erkennen.
Aber kommen wir nun zum Detail.

LIEFERUMFANG:
Im Lieferumfang enthalten ist: das LCD TV 37 VLE 9270 BL, ein Standfuß in Glasoptik, ein Putztuch, eine Fernbedienung inklusive Batterien, die Bedienungsanleitung und sechs 3D Brillen mit drei Putztüchern.
Insbesondere die beiliegenden 3D Brillen fallen mir hier positiv auf.

OPTIK und HAPTIK:
Mit dem schmalen Rahmen und dem Standfuß in Glasoptik wirkt das Gerät sehr elegant. Der Aufbau ist in wenigen Handgriffen erledigt. Das Netzkabel ist relativ kurz (1,5 m), aber ausreichend. Alle Anschlüsse sind gut erreichbar seitlich an der Rückseite und einzelne noch zusätzlich an der Seite. Folgende Anschlüsse sind vorhanden:
- Satelliteneingang an der Rückseite
- Antenneneingang an der Rückseite
- USB Eingang seitlich (maximal 500mA Strom)
- USB Eingang (HDD) an der Rückseite
- Vier HDMI Anschlüsse (einer seitlich, drei an der Rückseite)
- CA Modul Steckplatz seitlich
- Audioausgänge (2x20 W Musikleistung, 2x10 W Sinusleistung) an der Rückseite
- LAN-Buchse an der Rückseite
- Scartanschluss an der Rückseite
- PC-in an der Rückseite
- Audio-in an der Rückseite
- Kopfhöreranschluss seitlich
- AV2 Videoanschluss seitlich
Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und hat ein praktisches, nach unten zu öffnendes Batteriefach.
Ganz toll finde ich an diesem Gerät, dass es noch einen richtigen Ein-/Ausschalter hat! Bei den meisten Geräten ist man gezwungen sie im Dauerstand-by laufen zu lassen. Das finde ich aus ökologischen Gründen (auch wenn das Gerät da nicht viel Strom verbraucht) nicht sinnvoll und manchmal nervt auch einfach nur die LED. Der Grundig VLE 9270 BL hat eine sehr große LED in stylischem Blau, die mir gut gefällt, aber z.B. beim Standort im Schlafzimmer sehr störend wäre. Aber das ist hier kein Problem, denn an der Gehäuseunterseite ist ein kleiner Kippschalter mit dem man das Gerät ganz ausschalten kann.

EINRICHTUNG und VERWENDUNG:
Ich verwende den VLE 9270 mit Kabelempfang, weshalb ich auch nur meine Erfahrungen damit weiter geben kann. Nach dem Einschalten wird man dazu aufgefordert einige Einstellungen vorzunehmen, die jedoch in der Bedienungsanleitung genau beschrieben werden. Der Sendersuchlauf hat ohne Probleme eine Vielzahl von digitalen und analogen TV-Sendern gefunden, sowie auch sehr viele Radiosender. Ich habe keinen Sender vermisst. Der Suchvorgang hat insgesamt ca. 10 Minuten gedauert. Im Anschluss wurde die "Programmtabelle" eingeblendet, über die alle Sender angezeigt und der aktuell ausgewählte Sender in der Bildvorschau angezeigt wird. Hier gibt es die Möglichkeit Sender umzubenennen, zu verschieben oder Favoritenlisten anzulegen. Dabei sind wir auch direkt bei meinem größten Kritikpunkt an diesem Gerät der Firma Grundig. In der Bedienungsanleitung ist genau beschrieben, wie Sender in der Programmtabelle verschoben werden können um eine individuelle Senderreihenfolge festzulegen. Will ich dies jedoch durchführen, so erhalte ich den Hinweis "Zum Verschieben Favoritenmodus auswählen!". Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich vielleicht etwas falsch mache und habe mir eine Favoritenliste angelegt (das geht sehr einfach, da man in einer Tabelle alle Sender die in die Liste sollen markieren kann und nicht jeden einzeln anwählen muss) und hier dann erneut die Funktion Sender verschieben angewählt. Hier gab es auch tatsächlich keinerlei Probleme die Reihenfolge festzulegen. Ich dachte zunächst, dass damit ja alles in Ordnung wäre und ich eben die Favoritenliste verwenden werde. Dabei gibt es nur einen Haken. Zwar wird jetzt die Favoritenliste verwendet, wenn ich die Sender über die Zahlentasten anwähle, nicht jedoch, wenn ich die P+ und P- Taten verwende. Habe ich also einen Sender von Platz 15 auf Platz 6 in der Favoritenliste verschoben, so erscheint der Sender, wenn ich die "6" auf der Fernbedienung drücke. Drücke ich dann jedoch auf "P+", so lande ich nicht auf Platz 7, sondern auf Platz 16, denn leider ist es nicht möglich irgendwo einzustellen, dass auch zum "zappen" die Favoritenliste verwendet werden soll. Das ist einfach nur nervig.
Da jedoch in der Bedienungsanleitung eindeutig drin steht, dass auch in der Programmtabelle (Gesamtübersicht) die Sender verschoben werden können, habe ich beim Kundensupport von Grundig nachgefragt. Ich erhielt dort die Auskunft, dass der Absatz in der Anleitung prinzipiell richtig wäre. Er bezieht sich allerdings aktuell nur auf den Sat.-Empfang, wofür dieses Gerät auch ausgelegt wäre. Wenn das Gerät, wie bei mir über Kabel betrieben würde, wäre eine Sortierung von Sendern im Kabelbetrieb aus rechtlichen und Lizenzgründen zurzeit nicht möglich. Es wurden allerdings kürzlich entsprechende Änderungen zugelassen, welche nach Überprüfung und Freigabe der neuen Software mit einem Update einfließen würden.
Nun frage ich mich allerdings, warum denn mein alter Fernseher ohne Probleme im Kabelbetrieb die Sender sortieren konnte.
Ein erstes Update habe ich bereits installiert (mehr dazu im Absatz Internet), aber das hat den Fehler leider noch nicht behoben. Ich werde also warten und mich bis dahin ärgern.
Aber auch wenn die Reihenfolge denn stimmen würde, könnte mich das "zappen" bei diesem TV nicht überzeugen. Denn dieses Gerät ist ziemlich langsam. Das fängt schon an beim Einschalten und geht so weiter bei jedem Senderwechsel.
Das Benutzermenü und die Einstellungsmöglichkeiten empfinde ich als selbsterklärend. Bisher habe ich alles ohne Probleme gefunden, von den Updateeinstellungen bis zum Format.

BILD und TON:
Bild und Ton sind die wahren Stärken des VLE 9270 BL.
Ich habe noch nie ein so brillantes und natürliches Bild bei einem TV gesehen. Die Tiefenwirkung wirkte auf mich zu Anfang regelrecht befremdlich, weil ich das einfach nicht gewohnt war. Aber jetzt muss ich ehrlich sagen, dass ich das nicht mehr missen will! Es gibt unterschiedliche voreingestellte Bildmodi (Eco-TV, Scharf, Natürlich, Spielfilm, Sport) und die Möglichkeit eine individuelle Benutzereinstellung vorzunehmen. Ich verwende als Grundlage "Eco-TV" und habe nur bei Helligkeit und Schärfe leichte Anpassungen vorgenommen.
Auch der Ton klingt ausgesprochen gut, ohne dass hier eine Surround-Anlage notwendig wäre. Die genauen technischen Details bitte ich dem Produktdatenblatt zu entnehmen.

3D-FUNKTION:
Ich habe einen 3D Player der Marke Sony, mit dem ich mir einige Filme (z.B. Die Schlümpfe in 3D und Piraten der Karibik 4 in 3D) auf dem Grundig VLE 9270 BL angesehen habe. Mangels 3D fähigem TV konnte ich diese Funktion zuvor nicht nutzen und habe daher keine wirklichen Vergleichsmöglichkeiten. Aber da ich die Filme bereits als 3D Vorstellung im Kino kannte, konnte ich dies als Vergleich heranziehen. Mein Fazit: Ich bin beeindruckt!
Ich hätte nicht gedacht, dass der 3D Effekt bei einem Gerät zu Hause so gut ist.
Nun handelt es sich hier lediglich um ein 37 Zoll Gerät, was meine Erwartungen noch heruntergeschraubt hat, aber auch bei größerem Abstand zum TV und einer seitlichen Sitzposition war der Effekt beeindruckend gut. Der Mindestabstand bei einem Gerät dieser Größe sollte 1,5 m betragen. Als ideal empfand ich eine Entfernung von ca. 2,5 m, aber auch bei meinem üblichen TV Abstand von etwas über 4 m konnte man den Film hervorragend genießen. So ist es auch durchaus möglich mit mehreren Personen zu Hause 3D Filme zu schauen. Da im Lieferumfang sechs Brillen enthalten sind, sollte dies ausreichen. Leider sind die Brillen für Brillenträger sehr unbequem, da habe ich schon bessere erlebt, die nicht ganz so stramm saßen.
Es gibt auch einen 2D nach 3D Effekt, den ich jedoch nicht nutze.

INTERNET:
Der TV kann schnell und einfach ins WLAN eingebunden werden. Ist das Gerät mit dem Internet verbunden, so können hierrüber auch Softwareupdates durchgeführt werden. Mir wurde eine Meldung eingeblendet, als ein Update zur Verfügung stand und die Möglichkeit angeboten das Update sofort durchzuführen oder auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Im Menü kann eingestellt werden, ob automatisch nach Updates gesucht werden soll.
Für die digitalen Sender ARD, ZDF und die Dritten gibt es die Möglichkeit über eine extra Taste auf der Fernbedienung HbbTV aufzurufen. Hier sind beispielsweise die Mediatheken abrufbar.
Über eine weitere separate Taste auf der Fernbedienung ("@") kann die Internetfunktion aufgerufen werden. Es gibt einige voreingestellte Applikationen, z.B. für YouTube. Es funktioniert alles gut, allerdings nicht sonderlich schnell und die Eingabe über die Fernbedienung ist ziemlich mühsam. Als Vergleich dient hier mein BluRay Player, der wesentlich schneller im Internet unterwegs ist und sich auch Suchbegriffe merken kann. Das kann der Grundig leider nicht. Als Alternative zur Tastatureingabe bietet sich jedoch die "Grundig TV Remote" App an, die für iOS und Android kostenfrei verfügbar ist. Ich habe sie auf meinem Tablet installiert, das nun als Riesenfernbedienung dienen kann. Es sind die gleichen Tasten verfügbar, die auch auf der normalen Fernbedienung sind. Man kann sich jedoch eine Tastatur einblenden lassen, was manchmal von Vorteil ist.
Ein wenig merkwürdig finde ich, dass bei der Internetfunktion keinerlei Umlaute dargestellt werden. Statt zurück steht dort also zurck.

Der TV als RECORDER:
Bei digitalen Fernsehprogrammen ist es möglich sie aufzunehmen. Es ist dazu notwendig, einen USB Stick oder eine Festplatte an das Gerät anzuschließen, erst dann ist die Nutzung von Aufnahme, Wiedergabe und TimeShift möglich.
Eine Aufzeichnung kann leider auch nur auf dem Gerät wiedergegeben werden, auf dem sie auch aufgenommen wurde. Anscheinend werden die Daten irgendwie verschlüsselt.
Auf der Fernbedienung sind separate Tasten für die Aufnahme, das Abspielen, Vor- und Zurückspulen etc. vorhanden.

+ Lieferumfang
+ Preis-/Leistungsverhältnis
+ Bild und Ton
+ 3D
+ separater Ein-/ Ausschalter
o Internet
- keine Sendersortierung bei Kabelempfang
- Umschalten dauert sehr lange

Empfehlen kann ich den Grundig 37 VLE 9270 BL an alle, die ein Gerät mit brillantem Bild und Ton suchen, die 3D Funktion nutzen wollen und die bei Kabelempfang entweder gerne auf das Update warten oder Satellitenempfang nutzen.

Ich habe mich hier auf die für mich wesentlichen Punkte beschränkt. Wer noch Fragen zu anderen Bereichen hat oder Details wissen möchte, kann mich gerne kontaktieren.

So habe ich bewertet:


Und hier kann man das Gerät kaufen: Grundig 37 VLE 9270 BL 94 cm (37 Zoll) 3D LED-Backlight-Fernseher, Energieeffizienzklasse A (Full-HD, 400 Hz PPR, DVB-T/C/S2, Smart Interactive TV) schwarz